Haßfurt

Haßfurter Stadtrat nimmt Abschied von elf Räten

Bürgermeister Günther Werner (rechts) verabschiedete die ausscheidenden Stadträte (von links) Dr. Joachim Schwach, Michael Weber, Stefanie Schilling, Georg Hiernickel, Günther Trum, Annette Marquardt, Helene Rümer und Reiner Sidon. Es fehlt Eva-Maria Schwach.
Foto: Christian Licha | Bürgermeister Günther Werner (rechts) verabschiedete die ausscheidenden Stadträte (von links) Dr. Joachim Schwach, Michael Weber, Stefanie Schilling, Georg Hiernickel, Günther Trum, Annette Marquardt, Helene Rümer ...

Im großen Saal der alten Mainmühle, dem Domizil des Volksbildungswerks, kam der Haßfurter Stadtrat zu seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode zusammen. Die Verabschiedung von elf Stadträten stand im Mittelpunkt der Abschlusssitzung.

"Wir danken den ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen für die Freizeit, die sie eingebracht haben, für die Übernahme der Verantwortung und für den Mut, sich als Repräsentant der Bürger zwangsläufig auch Kritik auszusetzen", sagte Bürgermeister Günther Werner.

Helene Rümer war 28 Jahre lang im Stadtrat

Die Tätigkeit eines Stadtrats beruhe nicht nur auf der Teilnahme an rund zehn Sitzungen im Jahr, auch regelmäßige Ausschüsse und Fraktionsbesprechungen würden viel Zeit erfordern. Werner schätzte, dass im Schnitt jedes Stadtratsmitglied in der vergangenen Amtsperiode zwischen 200 bis 300 Stunden seiner Freizeit dafür aufgebracht habe. 

Dazu komme der Kontakt mit dem Bürger, wie die Teilnahme an Bürgerversammlungen und Diskussionen, die eine Abwägung unterschiedlicher Interessen erst möglich mache.

Seit Mai 1992, also 28 Jahre lang, war Helene Rümer für die Partei "Die Grünen/Liste für die alternativen Umweltschutz" zuerst als Vorsitzende der Ausschussgemeinschaft und zuletzt als Fraktionsvorsitzende im Stadtrat tätig. 

Eva-Maria Schwach bleibt Seniorenbeirat erhalten

Sie war kommunale Jugendbeauftragte, im Verwaltungsausschuss, im Werkausschuss sowie Aufsichtsrätin der Städtische Betriebe GmbH, Stadtwerk Haßfurt GmbH und Schnell im Netz GmbH. Kultur und Bildung lagen ihr am Herzen. Auch ihre beruflichen Erfahrungen als biologisch-technische Assistentin brachte sie ein. An vielen Beschlüssen zum Schutz der Umwelt habe Rümer sachlich und fundiert mitgewirkt, erklärte Werner.

Fast ebenso lang, mit zwei kleinen Unterbrechungen, saß Eva-Maria Schwach für die CSU im Stadtrat. Von 1990 bis 2008 gehörte sie ununterbrochen dem Gremium an. Nach einer kurzen Pause rückte sie von 2009 bis 2014 für den ausgeschiedenen Stadtrat Uwe Stubenrauch nach und wurde erneut ab 2017 aktiv, da Karl-Heinz Eppelein aus dem Amt schied.

Schwach deckte bei ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit ein breites Spektrum ab. So war sie in vielen wichtigen Ausschüssen vertreten und auch zeitweise die Fraktionsvorsitzende der CSU. Seit 2011 ist Schwach die Vorsitzende des Seniorenbeirats, dem sie nach den Worten des Bürgermeisters auch weiterhin zur Verfügung stehe.

Rainer Sidon war Ansprechpartner für Sylbach

Mehr als 15 Jahre, mit nur einer Unterbrechung, gehört Rainer Sidon dem Stadtrat an. Für die Wählergemeinschaft rückte er 1998 als Nachfolger von Herbert Dressel nach und war bis 2002 im Gremium, ehe er 2008 erneut in den Rat wurde. Vor allem für seinen Wohnort Sylbach sei er ein kompetenter Ansprechpartner der Bürger gewesen, sagte Werner.

Zwölf Jahre im Stadtrat waren Annette Marquardt für die Partei "Die Grünen/Liste für die alternativen Umweltschutz" sowie Georg Hiernickel und Michael Weber für die CSU. Stefanie Schilling und Dr. Joachim Schwarz (beide CSU) schieden nach sechs Jahren Amtszeit aus dem Gremium aus, ebenso wie Günther Trum (Wählergemeinschaft), der als Nachrücker für Reiner Schuster erst seit sechs Monaten im Amt war.

Im Hinblick auf den neuen Stadtrat sagte Werner: "Was ich mir für die nächsten sechs Jahre wünsche, ist gegenseitige Wertschätzung im Gremium. Sachliche Diskussionen müssen geführt werden, aber bitte mit dem nötigen Respekt."

TV Augsfeld erhält 3000 Euro aus Vereinsförderung

Mit der letzten Änderung der Richtlinien zur Förderung der Vereine im Jahr 2017 hatte die Stadt Haßfurt eine zusätzliche Förderung für gemeinnützige Vereine eingeführt, bei denen mindestens 100 Kinder und Jugendliche Mitglied sind. Der TV Augsfeld beantragte am 21. Februar den Zuschuss von 3000 Euro, den der Stadtrat einstimmig bewilligte.

Werner wies im Zusammenhang mit der Corona-Krise auf die Internetseite "hassfurt-bringts.de" hin, in der alle Anbieter sämtlicher Branchen aufgelistet seien. Zudem erklärte er, dass auch die Firma Finn Comfort ab sofort Mund-Nasen-Masken fertige, die bei den Vertriebspartnern des Schuhherstellers erhältlich seien.

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