Oberschwappach

Hoffnung für Oberschwappacher Schlosskonzerte

Das Neujahrskonzert im Januar vor einem Jahr war das letzte Konzert der Oberschwappacher Schlosskonzerte im Spiegelsaal.
Foto: Christiane Reuther | Das Neujahrskonzert im Januar vor einem Jahr war das letzte Konzert der Oberschwappacher Schlosskonzerte im Spiegelsaal.

Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Wunden im Kulturleben des Landes. Nicht nur in den großen Städten sind die Orchester und Opernhäuser für Besucher geschlossen. Auch in den kleinen und wichtigen Musikzentren sind öffentliche Konzerte verboten. So war das letzte Konzert der Oberschwappacher Schlosskonzerte das Neujahrskonzert im Januar 2020. Obwohl alle Konzerttermine für die restliche Spielzeit 2020/2021 feststanden, konnten das Frühlings-, Sommer- und Mozartkonzert wegen Corona nicht mehr veranstaltet werden.

"Noch gibt es Hoffnung, dass ab Mai im Innenhof des Schlosses Konzerte möglich sein könnten", äußert sich Organisator Julian Roth. Geplant waren drei Frühjahrskonzerte am 20. und 21. März im Spiegelsaal des Schlosses. Sollten diese zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden, könnte alternativ das Frühlingskonzert am 2. Mai um 18 Uhr im Schlosshof aufgeführt werden. Sollte jedoch zu diesem Zeitpunkt die gängigen Hygienevorschriften und Abstandsregeln noch gelten, dann müssen sowohl das verschobene Frühlingskonzert als auch die beiden geplanten Open-Air-Konzerte am 20. Juni und am 4. Juli ausfallen.

Bis zu 500 Besucher bei den Open-Air-Konzerten

Die allzeit beliebten Klassik-Konzerte mit dem Bamberger Streichquartett mit dem Cellisten Karlheinz Busch als Moderator, werden von Musikliebhabern aus Unter- und Oberfranken, sogar aus dem mittelfränkischen Raum, von zahlreichen Zuhörern besucht. Im barocken Spiegelsaal im Schloss Oberschwappach stehen 150 Plätze zur Verfügung. Dort werden das Herbst-, Neujahrs- und Frühlingskonzert jeweils dreimal aufgeführt. Die Open-Air-Konzerte im Schlosshof besuchen bisher oft bis zu 500 Zuhörer. Die Sommer- und Mozartkonzerte sind stets gesellschaftliche und kulturelle Höhepunkte der Spielzeit. Bei ungünstiger Witterung steht hier als Ausweichort die Marienkirche im Knetzgauer Gemeindeteil Zell am Ebersberg zu Verfügung.

Die Konzertreihen im Schloss Oberschwappach begannen bereits 1992. Seitdem widmete sich Julian Roth mit Geschick und großer Hingabe dieser Aufgabe. Als "quartet in residence" lud Roth schon damals das Bamberger Streichquartett ein. Musik vom Barock über Klassik bis zur Romantik reicht das Repertoire dieses renommierten Ensembles mit Musikern aus den Reihen der Bamberger Symphoniker. Herausragende Solisten des Orchesters bereichern seitdem die Programme. So wurden die Oberschwappacher Schlosskonzerte zu einem wichtigen Kulturbaustein der Region und zu einem kulturellen Höhepunkt der gesamten Region.

Organisator Julian Roth und Karlheinz Busch planen nun die nächste Spielsaison 2021/2022, wieder mit insgesamt elf Konzerten. Beide hoffen natürlich, dass die Pandemie endlich verschwindet, und die Besucher unbeschwert und frohen Sinns wieder Musik genießen können. Die Gemeinde Knetzgau wird rechtzeitig in der Presse über die kommende Konzertvorschau berichten. Die Abonnenten werden von Roth über die Programme und Tickets rechtzeitig informiert. Es werden auch Karten im freien Verkauf angeboten.

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