Zeil

Kulinea: Welche Leckereien der Kreis Haßberge  zu bieten hat

Regionalität steht bei der Genuss- und Verbrauchermesse Kulinea im Vordergrund. Was die heimischen Erzeuger ihren Besuchern in der Halle am Zeiler Tuchanger alles anboten.
Groß war die Auswahl auch an Fleisch- und Wurstspezialitäten.
Foto: Christian Licha | Groß war die Auswahl auch an Fleisch- und Wurstspezialitäten.

Als Marktplatz regionaler Köstlichkeiten war bereits zum vierten Mal die Kulinea ein Besuchermagnet. Nicht nur aus dem Heimatlandkreis, sondern auch auch vielen anderen Regionen - wie zum Beispiel den Nachbarlandkreisen Schweinfurt, Bamberg und Coburg - kamen die Interessierten, um einen Einblick in die Vielfalt regionaler Produkte zu erhalten. Die ausstellenden Direktvermarkter und regionalen Erzeuger zeigten an drei Tagen in der Tuchangerhalle in Zeil,  was der Haßbergkreis zu bieten hat. Zugleich war die Möglichkeit gegeben, die Hersteller persönlich kennenzulernen und sich über Anbau- und Herstellungsweisen zu informieren.

Meiner einer Schar an Ehrengästen eröffnete Landrat Wilhelm Schneider am Freitag die Verbrauchermesse. Dabei zeigte er sich überzeugt, dass der Aufwand für die Planung und Organisation sich auf jeden Fall lohne, denn das Event stärke auch die heimischen Betriebe und sichere damit Arbeits- und Ausbildungsplätze. Auch helfe die Erzeugung regionaler Produkte, den Verkehr zu reduzieren und die Umwelt zu schonen.

Ein Besuchermagnet war die Kuinea in Zeil an den drei Öffnungstagen.
Foto: Christian Licha | Ein Besuchermagnet war die Kuinea in Zeil an den drei Öffnungstagen.

Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann freute sich, dass seine Stadt erneut den Zuschlag als Veranstaltungsort erhalten habe. Mit einigen Betrieben und Vermarktern stelle nämlich auch die Fachwerkstadt regionale Erzeuger, die mit ihren hervorragenden Produkten zur Nachhaltigkeit beitrügen.

So präsentierte zum Beispiel die Brauerei Göller ihr reichhaltiges Sortiment. Neben alkoholfreien Getränken ist der Familienbetrieb vor allem stolz auf seine umfangreiche Auswahl an Bierspezialitäten. Im Rahmen eines Bierkalenders erscheinen das Jahr über 13 exklusive Craftbeer-Spezialitäten, jeweils in streng limitierter Auflage. Die Bandbreite reicht dabei vom Schottischen Lager, eingebraut mit Whiskeymalz, bis hin zum 1514, ein obergäriges Bier, gebraut nach einer alten Familienrezeptur, die nun neu interpretiert wurde. Das Angebot auf der Messe ergänzte die Brauerei Beyer aus Theinheim, die neben regionalem Bier auch den  Bier-Wein-Hybrid "Vinator" sowie Liköre und Destillate aus dem Steigerwald anbot.

Natürlich durften auch die Präsentation des Abt-Degen-Weintals auf der Kulinea nicht fehlen. Die Winzer, die sich in diesem Verbund zusammengeschlossen haben, stellten ihre Weine vor und die Menschen, die dahinter stehen, mit ihrer Leidenschaft, das Beste aus Klima, Boden und Rebsorte herauszuholen. 

Andrea Rippstein stellte auf der Kulinea zum ersten Mal aus und präsentierte ihre "Von Steyn"-Produkte aus Süß- und Sauerkirschen.
Foto: Christian Licha | Andrea Rippstein stellte auf der Kulinea zum ersten Mal aus und präsentierte ihre "Von Steyn"-Produkte aus Süß- und Sauerkirschen.

Bereits seit 20 Jahren besteht mit "Christines Hofladen" der Familienbetrieb Hetterich in Zeil. Im eigenen Hofladen werden Fleisch- und Wurstprodukte eigener Tiere angeboten, die auch auf der Kulinea den Besuchern zur Verkostung angeboten wurden. Tobias Hetterich freute sich besonders, mit seiner neuen Mettwurst im Geleemantel und der Chilli-Salami den Geschmack der Verbraucher getroffen zu haben.

Auf zwei verantwortungsvoll geführten Bauernhöfen in den Haßbergen produziert Auenland Beef der Familie Eller aus Hofheim. In Freilandhaltung, die mit offener Stallhaltung kombiniert ist, werden Tiere der weltweit hochgeschätzten Fleischrasse Blonde d’Aquitaine gehalten. Neben geräucherten Rindsknackern, Rindersalami, Rinderschinken, und Pulled Beef erwartete die Messebesucher auch die Spezialität Pastarami, ein geräuchertes und pikant-aromatisch gewürztes Stück Rindfleisch, das in dünnen Scheiben als Brot- oder Sandwichbelag bestens geeignet ist.

Zum ersten Mal auf der Kulinea vertreten waren Andrea und Udo Rippstein aus Sand unter ihrem Markennamen "Von Steyn". Das Ehepaar besitzt einen Kirschenhain unterhalb der Burgruine Altenstein, in der Nähe von Rabelsdorf. Hier wachsen auf 10 000 Quadratmetern die Zutaten für eine umfangreiche Palette an Eigenprodukten. Besondere Aufmerksamkeit zogen Kirsch-Ketchup und Kirsch-Whisky-Ketchup auf sich. "Das ist nicht nur in unserer Region etwas Neues, so etwas gibt es eigentlich nicht zu kaufen", beschrieb Andrea Rippstein ihren Renner auf der Kulinea. Die Überraschung war bei so manchem Besucher groß beim probieren, weil sie bei "Ketchup" ein anderes Bild im Kopf haben.

Natur Pur seit 1871 bietet die Naturbäckerei Oppel aus Untersteinbach an. Besonders stolz zeigte sich Inhaber Michael Oppel über die höchste Auszeichnung, die ein Bäcker in Bayern bekommen kann. Im Dezember bekam er aus den Händen von Staatsministerin Michaela Kaniber den Staatsehrenpreis des Freistaats Bayern überricht. Mit ausschließlich natürlichem, ungekreuztem Saatgut, das ein Bauer in der Region anbaut, kreiert der Bäckermeister seine Brot- und Backwaren-Spezialitäten. Extra für die Messe hatte Oppel auch ein überdimensionales Hausbrot gebacken, von dem die Besucher im Rahmen eines Gewinnspiels das Gewicht schätzen konnten.

Auch Institutionen wie zum Beispiel der Bayerische Bauernverband mit Kreisobmann Klaus Merkel oder das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus Schweinfurt waren vertreten, um dem Verbraucher den landwirtschaftlichen Produktionsweg und eine gesunde Ernährung näher zu bringen.

Auch die Brauerei Göller präsentierte ihr großes Sortiment an Bierspezialitäten.
Foto: Christian Licha | Auch die Brauerei Göller präsentierte ihr großes Sortiment an Bierspezialitäten.
Neben kulinarischen Köstlichkeiten gab es auch schöne Dekoartikel auf der Kulinea zu sehen.
Foto: Christian Licha | Neben kulinarischen Köstlichkeiten gab es auch schöne Dekoartikel auf der Kulinea zu sehen.
Auch der Bayerische Bauernverband mit Kreisobmann Klaus Merkel (rechts) informierte die Besucher.
Foto: Christian Licha | Auch der Bayerische Bauernverband mit Kreisobmann Klaus Merkel (rechts) informierte die Besucher.
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