Wer schon immer mal den Frühschoppen bis abends um zehn ausdehnen und dabei eine waschechte Weißwurst-Sau füttern wollte, der sollte Mitglied beim Wanderverein Eichelsdorf werden. Denn dies – so wurde es während der Jahreshauptversammlung am Samstag deutlich – ist dort möglich.
Damit wir uns richtig verstehen: Gewandert wird natürlich auch. Aber Gaudi und Geselligkeit sind mindestens ebenso wichtig. Was eine Weißwurst-Sau ist? Dazu später.
Zunächst zum Jahresrückblick des alten und neuen Vorsitzenden Claus Haßfurter: Stolze 183 Mitglieder zählt der Verein derzeit, denen bei einem moderaten Jahresbeitrag von 18 Euro Einiges geboten wird.
Los ging?s im vergangenen Jahr mit einem Preisschafkopf am 6. Januar im Vereinsheim. Am 28. Februar wurde der renovierte Miniaturnachbau des Aussichtsturms in der Dorfmitte aufgestellt. Haßfurter dankte Alfons Mock, der die Renovierungsarbeiten ausgeführt hatte.
Am 14. März fand die Jahreshauptversammlung statt, gefolgt von der Frühjahrswanderung zum Kloster Banz am 29. März mit 34 Teilnehmern. Die Maibaumaufstellung mit Festbetrieb am 30. April war gut besucht. Am 16. Mai ging?s mit neun Personen zum Namensvetter, nämlich ins hessische Eichelsdorf, wo das Backhausfest der Freiwilligen Feuerwehr anstand.
75 Spargelliebhaber füllten das Vereinsheim am 30. Mai bis auf den letzten Platz. 100 Pfund Spargel und 26 Kilogramm Kartoffeln fanden ihre Abnehmer. Das Johannisfeuer am 20. Juni war „vom Winde verweht“. Es folgten das Country-Fest im Juli und das Gassenfest im August, bevor am 23. August die Sommerwanderung nach Aub führte. 34 Wanderer nahmen teil. Letzter Gast war „Malattich“ (Werner Krug), nachdem er wieder einmal eine „Abkürzung“ gewählt hatte. Im Schlepptau hatte er noch drei Personen.
Gelungene Integration
An der Herbstwanderung im Oktober nach Rügheim nahmen wegen des schlechten Wetters nur 17 Leute teil. Am 7. November rockten die „Sinners & Saints“ das Vereinsheim. Auch den Asylbewerbern im Ort gefiel die Musik, die Integration klappte gut.
Die Adventswanderung am 30. November führte rund um Eichelsdorf mit anschließendem Grillen am Vereinsheim. Der Silvester-Frühschoppen war zunächst nicht geplant, da nur wenig Geld in der Trinkgeldkasse, genannt „Weißwurst-Sau“, war. Doch plötzlich kamen Hofheimer und Reckertshäuser dazu, und der Frühschoppen mutierte zum Dämmerschoppen. Die letzten gingen um 22 Uhr heim.
Wünschenswert wäre, so Haßfurter, ein stärkerer Besuch der Vereinsabende am Freitag, um die laufenden Kosten decken zu können.
Termine 2016
Im Jahr 2016 sind folgende Veranstaltungen geplant: die Maibaumaufstellung am 30. April, das Spargelessen am 21. Mai, das Johannisfeuer am 25. Juni, das Gassenfest am 13. August, die Nachkirchweih mit Knöchla-Essen am 12. November, eine Weinprobe bei Getränke Beyer voraussichtlich am 23. April um 18 Uhr, die „Four Roses“-Nacht (Termin steht noch nicht fest) und ein Abend mit „Sinners & Saints“ am 5. November. Auch Quartalswanderungen und die Adventswanderung sollen wieder stattfinden, ebenso die Teilnahme an der 50. Kegel-Stadtmeisterschaft und eventuell eine Fahrt nach Eichelsdorf in Hessen am 7. Mai.
Bei den Neuwahlen wurde der alte Vorstand im Amt bestätigt – bis auf den neuen Gerätewart Klaus Herrmann, der Stefan Renninger ablöst.

Geehrt wurden: Markus Stühler und Peter Raab (beide 25 Jahre Mitglied), Irene Schumm, Rainer Schumm, Klaus Klopf, Ulla Klopf, Richard Klopf, Carmen Klopf und Dirk Bürkner (alle 20), Lothar Leidner, Patrick Valtenmeier und Alexander Bergmann (zehn Jahre).