Neubrunn

Neubrunn: Patrozinium zum Todestag des Apostels Andreas

Eine bevorzugte Stelle nimmt die Darstellung des Heiligen Andreas im Chorraum ein.
Foto: Albin Schorn | Eine bevorzugte Stelle nimmt die Darstellung des Heiligen Andreas im Chorraum ein.

Drei Skulpturen des Heiligen Andreas findet der Besucher im Gotteshaus der Gemeinde in den "Heiligen Ländern". Sie bezeugen die jahrhundertealte Wertschätzung dieses Kirchenpatrons sowie der Heiligen Katharina von Alexandrien. Die Statue des Heiligen steht in einer Nische der harmonisch gegliederten Fassade mit St. Sebastian und dem Erzengel Michael im Obergeschoss. Seine lebensgroße Darstellung findet sich auch im Chor der Kirche und ebenso unterhalb der Empore auf einer Konsole.

Unverkennbar ist der Heilige jeweils zu erkennen an einem x-förmigen Kreuz. Es verweist auf sein Märtyrium im griechischen Patras um das Jahr 60 zur Zeit der Christenverfolgung unter Nero. Diese Kreuzform trägt deshalb allgemein den Namen Andreas-Kreuz. Seit dem 4. Jahrhundert wird der 30. November als sein Todes- und Gedenktag begangen. In Neubrunn wird in diesem Jahr tags zuvor am Sonntag, dem 1. Advent, das Patrozinium gefeiert. Der feierliche Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Coronabedingt ist wegen der begrenzten Plätze im Gotteshaus eine Anmeldung im Pfarrbüro zu empfehlen.

Andreas, zu Deutsch "der Tapfere", ein Bruder von Simon Petrus, lebte als Fischer am See Genezareth, als Jesus ihn berief (Mk 1.16). Er war ein Jünger Johannes des Täufers. Im Johannes-Evangelium ist es Andreas, der Jesus bei der Erzählung von der Brotvermehrung auf einen Jungen mit Brot und Fischen hinweist (Joh 6,8f.). Ebenso wird der Apostel beim Abendmahl, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten genannt. So zählte er wohl zum engeren Kreis der Urgemeinde (Apg 1,13f.). Nach Jesu Tod ging der erste Jünger Andreas auf Missionsreisen. Er war später Bischof in Patras und erlitt dort nach der Überlieferung den Märtyrertod.

Der Heilige gilt auch als Schutzpatron zahlreicher Länder und Städte und Berufsgruppen, so der Fischer, Metzger, Bergleute und Seilmacher.

Auch Wetterregeln gelten am Andreastag: Schau in der Andreasnacht, was für Gesicht das Wetter macht: So wie es ausschaut, glaub´s fürwahr, bringt´s gutes oder schlechtes Jahr.

Lesetipp: Norbert Kandler, Kirchlauter Geschichte der Pfarrei und ihres Umfeldes bis zur Barockzeit, 1985.

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