Projekt Radweg geht voran

Maroldsweisach Der Bau des Radwegs und die Kosten für das Projekt Herrenstraße waren Themen im Bauausschuss der Marktgemeinde.
Hedwig Renz, die sich in ihrer Zeit als Gemeinderätin immer für den Radwegebau eingesetzt hatte, dürfte sich gefreut haben, stand doch die Vergabe des dritten Bauabschnittes für den Radweg Ebern/Maroldsweisach auf der Tagesordnung. Bei den Ausschreibungen habe sich herausgestellt, dass man für den Abschnitt Voccawind/Maroldsweisach wesentlich unter den angenommenen Kostenschätzungen bleibe, teilte Bürgermeister Wilhelm Schneider mit. War man ursprünglich von Kosten in Höhe von 160 000 Euro ausgegangen, so belaufen die sich nur auf 114 281 Euro. Somit sinkt natürlich auch der Gemeindeanteil, der mit 62 000 Euro veranschlagt war, auf 39 000 Euro.

Die Brücke über die Weisach soll aus Fertigbetonteilen erstellt werden, so Schneider. Herbert Baum fragte nach, warum man überhaupt eine neue Brücke brauche. Die bestehende Brücke habe die Züge problemlos ausgehalten - warum nicht die Radler. Schneider erklärte, dass man einen Belag brauche, es würde sich jetzt nur um eine Stahlbrücke handeln, auf der die Schienen verlegt worden seien. Zudem brauche man wohl ein Geländer. Bei zwei Gegenstimmen wurde die Vergabe des dritten Bauabschnittes beschlossen.

Bezüglich der Herrenstraße wurde kein Beschluss gefällt. Bürgermeister Schneider machte das Gremium jedoch darauf aufmerksam, dass man nun nicht mehr viel Zeit verstreichen lassen dürfe, da die bereits bewilligten Fördergelder in Höhe von 330 000 Euro bis Oktober nächsten Jahres verbaut sein müssten. 2006 laufe das Programm aus.

Die Kostenschätzung für das Projekt belaufe sich auf 575 000 Euro. Hinzu kommen noch etwa 15 Prozent Nebenkosten für Honorare, Grunderwerb und dergleichen. Die Gemeinde habe etwa 400 000 Euro selbst zu tragen. Die förderfähigen Kosten werden mit 50 Prozent bezuschusst. Kurz stellte Schneider nochmal den letzten Stand der Planung vor, wies dabei aber darauf hin, dass man nun nicht mehr viel Zeit und Kosten für Umplanungen aufwenden könne.

Wenn natürlich noch jemand eine geniale Idee habe, solle er die schnell vorbringen. In einer der kommenden Sitzungen müsse eine endgültige Entscheidung gefällt werden.

Das Wochenende und die Ferien fernab von hektischer Betriebsamkeit, mitten im Grünen - dafür sollten sich Interessenten finden lassen. Davon geht jedenfalls Josef Merkel aus, der in Hafenpreppach eine Ferien- und Wochenendhaus-Siedlung errichten möchte. Aus naturschutzrechtlicher Sicht sei ein solches Unterfangen vertretbar, habe die Untere Naturschutzbehörde bei einem Ortstermin festgestellt, wie Bürgermeister Wilhelm Schneider erklärte. Nun soll für das zwei Hektar große Grundstück ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dem wollten die Räte jedoch nur zustimmen, wenn im Vorfeld geklärt würde, dass auf die Gemeinde keine Kosten - auch keine Folgekosten - zukommen.

Wie das Gemeindeoberhaupt erläuterte, werde diesbezüglich ein Vertrag abgeschlossen. Man habe in der Gemeinde keine Erfahrung mit derlei Projekten. So habe man einen Mustervertrag geordert, der aber noch nicht da sei. Merkel übernehme jedoch alle Planungs- und Erschließungskosten. Außerdem sollen die Häuser schlüsselfertig verkauft werden.

Hier sahen einige Räte den Knackpunkt. Man habe es dann mit lauter verschiedenen Ansprechpartnern zu tun. Wie wird es in einigen Jahren aussehen, wenn am Kanal, der Wasserleitung Schäden auftreten, fragten sie. Derlei soll alles vertraglich festgeschrieben werden, versicherte das Gemeindeoberhaupt. Auch die Vertragsinhalte würden im Gremium besprochen. Trotzdem waren nicht alle Räte überzeugt. Zwei von ihnen stimmten gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Zum geplanten Baugebiet in Voccawind verlas Michael Rahn die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Die Räte stimmten der Abwägungsempfehlung der Gemeinde zu. Ebenso der öffentlichen Auslegung des geänderten Planes. Änderungen gab es vor allem bezüglich der geforderten Ausgleichsfläche. Sie sollte sich an das Baugebiet anschließen. Der Eigentümer ist jedoch nicht zum Verkauf bereit, da er den Grund noch landwirtschaftlich nutzen möchte. Nun soll die Ausgleichsfläche in Form einer Streuobstwiese in Gückelhirn geschaffen werden.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Haßberge und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!