Haßfurt

Schauspieler bringen den NSU in Haßfurt auf die Bühne

Schauspieler bringen den NSU in Haßfurt auf die Bühne       -  Seit einigen Jahren tritt das Theater im Gärtnerviertel in Bamberg (TiG) immer wieder an ungewohnten Orten im Stadtbereich auf. Nina Lorenz, die Regisseurin des TiG, hat dazu Stücke so bearbeitet, dass sie gut zum Ort passen und eine ganz andere Atmosphäre als auf einer üblichen Bühne entsteht, schreibt das Kulturforum Haßfurt in einer Pressemitteilung und will dieses Modell zusammen mit dem TiG nun auch in Haßfurt auf die Beine stellen. Ein erstes Gastspiel wird das Ensemble am Dienstag, 24. September, ab 20 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes am Herrenhof anbieten. Mit dem Stück von Olivia Wenzel „Weißes Mäuschen warme Pistole“ bringen Nina Lorenz und die Darsteller ein brisantes Thema auf die Bühne, heißt es in der Ankündigung. Rund zehn Jahre hatten die Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe unentdeckt in Zwickau gelebt und eine Mordserie geplant und ausgeführt: Acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer wurden zwischen September 2000 und April 2006 umgebracht. Die in den Schlagzeilen als „Döner-Morde“ bezeichneten Taten wurden zunächst nicht aufgeklärt. Die Berliner Autorin Olivia Wenzel beleuchte in dem Stück das Leben von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den Gründern des „nationalsozialistischen Untergrunds“, des NSU. Um der Mythenbildung entgegenzuwirken, suche die Autorin das Trio in seinem Zwickauer Wohnzimmer auf, wo auf der braunen Couch die rechte Revolution geplant werde. Es spielen Stephan Bach, Benjamin Bochmann und Ursula Gumbsch. Die Inszenierung, die Dramaturgie und die Ausstattung hat Heidi Lehnert erarbeitet. Die Bauten stammen von Benjamin Bochmann. Einlass zu der Aufführung ist um 19.30 Uhr am Haupteingang des Landratsamtes in Haßfurt. Die Vorstellung dauert ohne Pause etwa 65 Minuten. Im Anschluss gibt es laut der Ankündigung eine Diskussionsrunde mit der Regisseurin und mit den Darstellern. Karten für die Aufführung gibt es beim Kulturamt der Stadt Haßfurt, bei der Buchhandlung Glückstein und im Bibliotheks- und Informationszentrum am Marktplatz in Haßfurt. (em)
Foto: Werner Lorenz | Seit einigen Jahren tritt das Theater im Gärtnerviertel in Bamberg (TiG) immer wieder an ungewohnten Orten im Stadtbereich auf.
Seit einigen Jahren tritt das Theater im Gärtnerviertel in Bamberg (TiG) immer wieder an ungewohnten Orten im Stadtbereich auf. Nina Lorenz, die Regisseurin des TiG, hat dazu Stücke so bearbeitet, dass sie gut zum Ort passen und eine ganz andere Atmosphäre als auf einer üblichen Bühne entsteht, schreibt das Kulturforum Haßfurt in einer Pressemitteilung und will dieses Modell zusammen mit dem TiG nun auch in Haßfurt auf die Beine stellen. Ein erstes Gastspiel wird das Ensemble am Dienstag, 24. September, ab 20 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamtes am Herrenhof anbieten. Mit dem Stück von Olivia Wenzel „Weißes Mäuschen warme Pistole“ bringen Nina Lorenz und die Darsteller ein brisantes Thema auf die Bühne, heißt es in der Ankündigung. Rund zehn Jahre hatten die Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe unentdeckt in Zwickau gelebt und eine Mordserie geplant und ausgeführt: Acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer wurden zwischen September 2000 und April 2006 umgebracht. Die in den Schlagzeilen als „Döner-Morde“ bezeichneten Taten wurden zunächst nicht aufgeklärt. Die Berliner Autorin Olivia Wenzel beleuchte in dem Stück das Leben von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den Gründern des „nationalsozialistischen Untergrunds“, des NSU. Um der Mythenbildung entgegenzuwirken, suche die Autorin das Trio in seinem Zwickauer Wohnzimmer auf, wo auf der braunen Couch die rechte Revolution geplant werde. Es spielen Stephan Bach, Benjamin Bochmann und Ursula Gumbsch. Die Inszenierung, die Dramaturgie und die Ausstattung hat Heidi Lehnert erarbeitet. Die Bauten stammen von Benjamin Bochmann. Einlass zu der Aufführung ist um 19.30 Uhr am Haupteingang des Landratsamtes in Haßfurt. Die Vorstellung dauert ohne Pause etwa 65 Minuten. Im Anschluss gibt es laut der Ankündigung eine Diskussionsrunde mit der Regisseurin und mit den Darstellern. Karten für die Aufführung gibt es beim Kulturamt der Stadt Haßfurt, bei der Buchhandlung Glückstein und im Bibliotheks- und Informationszentrum am Marktplatz in Haßfurt. (em)
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