Happertshausen

Spatenstich für Millionenprojekt

Mit einem Spatenstich wurden die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Kirchplatzes mit Sanierung der ehemaligen Schule und Dorfschmiede in Happertshausen eingeleitet. Im Bild (von links): André Lohmann, Hagen Gleitz, Frank Kriebel, Stephan Knop und Kerstin Weigand (alle Planungsbüro Perleth), Jonas Kötting (Elektroplaner), Hermann Schmitt von der Baufirma Ludwig Hub (Maßbach), Pfarrer Jaroslaw Woch von der Pfarreiengemeinschaft Aidhausen-Riedbach, Bürgermeister Dieter Möhring mit zweiter Bürgermeisterin Claudia Röhner, Ingenieur Joachim Perleth (Dittelbrunn), Bauoberrat Alexander Zeller (Würzburg) und vom Gemeindebauhof Martin Kell und Harald Schneider.
Foto: Ulrich Kind | Mit einem Spatenstich wurden die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Kirchplatzes mit Sanierung der ehemaligen Schule und Dorfschmiede in Happertshausen eingeleitet.

Am Mittwoch fand am frühen Nachmittag der feierliche Spatenstich für die geplante Neugestaltung des Kirchenumfeldes mit ehemaliger Schule und für die Grundsanierung der alten Schmiede statt.

Dort, am historischen, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkgebäude, hatte kurz zuvor der Gemeindebautrupp das vor der Schmiede am Rande der Ortsdurchfahrt stehende Buswartehäuschen mit schwerem Baugerät auf einen neuen Standort umgesetzt. Das über 50 Jahre alte Betonhäuschen hat den Umzug unbeschadet überstanden.

Vor der Fachwerkkulisse der alten Dorfschmiede wurde das obligatorische Gruppenfoto mit allen am Projekt Beteiligten von Behörden und Planungsbüros gemacht. Anschließend lud die Gemeinde Aidhausen zu einem Empfang in der Mehrgenerationenwerkstatt in Aidhausen ein.

Bürgermeister Dieter Möhring erläuterte dabei den Werdegang des Projektes. Im Rahmen einer Bürgerversammlung im DJK-Heim wurde im Juli 2016 der erste grobe Rahmenplan den Einwohnern von Happertshausen vorgestellt. Im Dorf war das Interesse an der Neugestaltung des Kirchenumfeldes geweckt. Zahlreiche Ideen und Vorschläge wurden gesammelt und diskutiert. Auch die spätere Nutzungsmöglichkeit des Platzes zwischen Kirchengebäude, ehemaliger Schule und der historischen Gemeindeschmiede wurde auf den Prüfstand gestellt.

Mit diesem erarbeiteten Rahmenplan konnte Joachim Perleth vom gleichnamigen Architektur- und Ingenieurbüro in die Detailplanung einsteigen. Trotzdem war es noch ein langer Weg, bis die fertige Planung in trockenen Tüchern war. So war die Sanierung der Kirchenmauer ein vordringliches Anliegen der Gemeindeverantwortlichen. Das Wurzelwerk der beiden als Naturdenkmal eingetragenen, ortsbildprägenden alten Laubbäume, eine Roßkastanie und die sogenannte "Wittelsbacherlinde", setzte der Umfassungsmauer zu. Auch die Aktivierung eines alten Brunnens wurde in die Planung aufgenommen.

Die Sanierung der denkmalgeschützten Dorfschmiede mit ihrer Innenausstattung wird aus dem Förderprogramm "Innen statt außen" mit rund 60 Prozent bezuschusst. Das Gebäude soll später als lebendiges Handwerkermuseum mit einer Schmiedewerkstatt und einer kleinen Töpferei zum Mitmachen animieren. Weiter ist geplant, das Dachgeschoss als Herberge für Radwandergruppen anzubieten und touristisch zu erschließen. Für Kirchenbesucher sind auf der Nordseite acht Parkplätze, auch für Gehbehinderte, geplant. Der dann neu gestaltete Platz zwischen Schule und Kirche sowie bis zur Schmiede könnte auch für kleine Dorffeste, wie zum Beispiel bei der Maibaumaufstellung, genutzt werden.

Diese städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, so Bürgermeister Möhring weiter, sei im Rahmen des Städtebauförderprogrammes mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt und werde als Einzelmaßnahme mit einer Förderquote von 80 Prozent bezuschusst.

In der Gemeinderatssitzung Ende November 2019 stand die Abgabe der routinemäßigen Bedarfsmitteilung für Happertshausen bei der Regierung von Unterfranken für die zustehenden Fördermittel aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm für die kommenden Jahre von 2020 bis 2023 auf der Tagesordnung. Dem Förderantrag wurde einmütig zugestimmt.

Wie Joachim Perleth als verantwortlicher Projektplaner betonte, habe man mit viel Herzblut die Konzeptentwicklung begleitet. In weiteren Bürgerversammlungen wurden das endgültige Fördergebiet festgelegt und verschiedene kritische Punkte noch einmal zur Diskussion gestellt und nach Bedarf angepasst.    

Der zuständige Bauoberrat Alexander Zeller von der Regierung von Unterfranken hob die "super gelungene Gesamtplanung" mit Kirche, ehemaliger Schule und altem Schmiedewerk für den zentralen Bereich des Ortes hervor. Es würde dadurch ein wertvoller Raum entstehen.

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