Steinbach

Steinbach: Dachstuhlbrand mit drei Vermissten im Jugendhaus

Von mehreren Seiten wurde der „Brand“ im Außenangriff bekämpft.
Foto: Christian Licha | Von mehreren Seiten wurde der „Brand“ im Außenangriff bekämpft.

„Dachstuhlbrand im Jugendhaus Steinbach. Drei vermisste Personen“. So lautete die Alarmierung zur Großübung beim Gemeindefeuerwehrtag Ebelsbach, der am Samstag in Steinbach stattfand.

Mit einem großen Aufgebot an Einsatzfahrzeugen rückten die rund 50 Feuerwehrleute aus Ebelsbach, Schönbach, Rudendorf und Schönbrunn an. Zunächst galt es für Einsatzleiter Sascha Schöpplein, Zweiten Kommandant der Feuerwehr Ebelsbach, die Lage im alten Pfarrhaus zu erkunden. Da dieses für die kirchliche Jugendarbeit genutzt wird, übernachten dort oft zahlreiche Personen.

Gleichzeitig baute die Feuerwehr Schönbrunn eine Wasserversorgung vom angestauten Steinbach in der Ortsmitte auf, während die Feuerwehr Rudendorf den Unterflurhydranten bei der Kirche anzapfte. Die Kameraden aus Schönbach sperrten die Straße und übernahmen die Verkehrsregelung.

Großangriff von mehreren Seiten

Unter schwerem Atemschutz machte sich ein Trupp der Ebelsbacher Feuerwehr auf den Weg in das Innere des Hauses, um die Vermissten zu suchen. Gleichzeitig wurde im Außenangriff von mehreren Seiten gelöscht. Mit Hilfe der großen Drehleiter wurden schließlich die drei jungen Mädchen aus einem Fenster im oberen Stockwerk gerettet. Weitere Kameraden standen schon bereit, um die Verletzten zum Sammelpunkt für die Erstversorgung zu bringen. Nach rund 20 Minuten konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Mit einem Hochdrucklüfter wurde abschließend das Jugendhaus belüftet.

Die Mannschaft der Steinbacher Feuerwehr um Kommandant Michael Schneider lud nach den Aufräumarbeiten zu einem geselligen Beisammensein im Dorfzentrum ein, bei dem jede Menge Fachwissen ausgetauscht wurde.

Kreisbrandmeister Martin Horn war gleich in mehrfacher Funktion vor Ort. Er vertrat Kreisbrandrat Ralf Dressel, Kreisbrandinspektor Peter Pfaff und in seiner Eigenschaft als Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Ebelsbach auch deren Gemeindeoberhaupt Walter Ziegler. „Das war eine perfekte Übung, bei der jeder Einzelne an seinem Platz volle Leistung gebracht hat“, lobte Horn alle Beteiligten. Ebelsbachs Kommandant Christian Glückert war ebenfalls Beobachter und war überzeugt davon, dass auch im Ernstfall alle Wehren hervorragend zusammenarbeiten. Begeistert von der Übung in seinem Heimatort war auch der sechsjährige Nuno Virnekäs. Ausgrüstet mit Helm und Strahlrohr verfolgte der junge Mann alle Tätigkeiten der „Großen“. Seine Mutter erzählte, dass Nuno von allem begeistert sei, das ein Blaulicht auf dem Dach habe. Nach momentanen Bekundungen möchte ihr Sohn später der Jugendfeuerwehr beitreten.

Ein besonderes Augenmerk der vielen Zuschauer galt der Ebelsbacher Drehleiter, die vor einiger Zeit generalüberholt wurde. Die „DLK 23/12“, wie ihre offizielle Bezeichnung lautet, wird am Sonntag, 8. September, um 14 Uhr bei einem „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr Ebelsbach kirchlich gesegnet und offiziell wieder in Dienst gestellt. An diesem Tag können sich die Besucher rund um alle Themenbereiche der Feuerwehr informieren lassen, alle Einsatzfahrzeuge besichtigen sowie die Drehleiter bei einer Vorführung erleben.

Besonders von der Drehleiter waren die Zuschauer begeistert.
Foto: Christian Licha | Besonders von der Drehleiter waren die Zuschauer begeistert.
Drei Mädchen werden im Korb der Drehleiter in Sicherheit gebracht.
Foto: Christian Licha | Drei Mädchen werden im Korb der Drehleiter in Sicherheit gebracht.
Unter schwerem Atemschutz wurde das „brennende“ Haus erkundet.
Foto: Christian Licha | Unter schwerem Atemschutz wurde das „brennende“ Haus erkundet.
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