Hofheim

Tourismus in den Haßbergen: Zuversicht trotz Corona

Das Interesse an der Region Haßberge ist in Corona-Zeiten stark angestiegen. Hier ein Bild aus dem Landschaftspark Bettenburg in Hofheim.
Foto: Andrea Gaspar-Klein | Das Interesse an der Region Haßberge ist in Corona-Zeiten stark angestiegen. Hier ein Bild aus dem Landschaftspark Bettenburg in Hofheim.

Auf der jährlichen Mitgliederversammlung zeigte sich der Verein Haßberge Tourismus e.V. besonders in Bezug auf das Freizeitangebot für Einheimische und Gäste zuversichtlich, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir mit unserem kompakten Maßnahmenplan zur freizeittouristischen Entwicklung in unserer Region die Weichen richtig gestellt haben“, sagte der Vorsitzende, Landrat Wilhelm Schneider, in Hofheim. Diese Freizeitangebote dienten vor allem der Bevölkerung und Gästen aus nah und fern.

„Genau das hat sich als richtiger Schachzug erwiesen, denn die Freizeit- und Urlaubsgestaltung hat sich in diesem Jahr stark in die eigene Heimat verlagert“, so Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin von Haßberge Tourismus e.V. Besonders nachgefragt wurden ihren Angaben zufolge Angebote zum Radfahren, für Wanderungen und Sehenswürdigkeiten. Somit biete das im Februar neu erstellte Tourenportal des Haßberge Tourismus e.V. mit ausführlichen Tour-Informationen zu Rad-, Wander- und Laufwegen sowie Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten eine ideale Plattform.

Ziel: Einheimische und Auswärtige ansprechen

Dies zeigten auch die stark gestiegenen Zugriffszahlen auf die Website www.hassberge-tourismus.de, besonders aus der näheren Umgebung. Während in den vergangenen Jahren der Großteil der Website-Zugriffe aus Ballungsgebieten wie München, Frankfurt und Baden-Württemberg zu verzeichnen war, kommen diese seit Corona vorwiegend aus dem Umkreis von 100 Kilometern. Genau diese Entwicklung sieht das Lebensraumkonzept von Haßberge Tourismus e.V. vor: Es soll Einheimische und Gäste von außerhalb ansprechen.

Die Freizeit- und Tourismusbranche leidet wie viele andere Wirtschaftszweige stark unter Corona. Dies wurde auf der Mitgliederversammlung bei Betrachtung der statistischen Kennzahlen in den Haßbergen mehr als deutlich. Durch Reiseverbote und freizeittechnische Einschränkungen brachen die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwischen Januar und August im Durchschnitt um etwa 50 Prozent ein.

Urlauber suchen in Krisenzeiten nach Geheimtipps

Eine Besserung war jedoch zügig in Sicht. „Anhand der Anrufe, der bestellten Broschüren und Website-Zugriffe konnten wir bereits gegen Ende des Lockdowns nachvollziehen, dass sich die Menschen in ganz Deutschland nach einem Tapetenwechsel sehnen und vor allem auch nach Regionen abseits der großen Besucherströme suchen. Von Mai bis Juni haben wir teilweise viermal so viele Gastgeberverzeichnisse sowie Rad- und Wanderbroschüren verschickt wie im letzten Jahr und auch die direkte Beratung am Telefon hat entschieden zugenommen“, berichtete Volkheimer.

Von dieser Sehnsucht haben besonders private Unterkünfte wie Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie die Betriebe, die online buchbar sind, profitiert. Zum einen wurde diese Beherbergungsform offensichtlich als „sicherer“ empfunden, zum anderen hat Corona die Digitalisierung im Tourismus noch einmal beschleunigt. So wurden im Juni beinahe doppelt so viele Übernachtungen online gebucht wie noch ein Jahr zuvor. Dieser Trend hält bis heute an.

Zuletzt wurde auf der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Hier in der Übersicht:

Vorsitzender: Wilhelm Schneider, Landrat Haßberge;

stellvertretender Vorsitzender: Thomas Habermann, Landrat Rhön-Grabfeld;

erweiterter Vorstand: Landrat Florian Töpper (Schweinfurt), Landrat Johann Kalb (Bamberg), Werner Angermüller (Bad Königshofen), Wolfgang Borst (Hofheim), Friedel Heckenlauer (Stadtlauringen), Tobias Roppelt (Baunach);

sowie die weiteren Mitglieder: Thomas Stadelmann (Zeil am Main), Jürgen Hennemann (Ebern), Jürgen Heusinger (Sulzfeld), Günther Werner (Haßfurt), Claus Bittenbrünn (Königsberg), Helmut Dietz (Untermerzbach) und Wolfram Thein (Maroldsweisach).

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