Trotz der Zuschüsse bleiben hohen Kosten

Maroldsweisach (bra) Trotz zu erwartender Zuschüsse ist für die Sanierung der "Alten Schule" in Altenstein mit erheblichen Kosten zu rechnen. Genaue Zahlen hat man zwar derzeit noch keine, aber die Kreis-Kulturbeauftragte Sibylle Kneuer hatte schon mal einiges zusammengestellt - allerdings fehlte hier ein Teil der Kosten, stellte Bürgermeister Wilhelm Schneider im Gemeinderat fest.

Interessiert wäre der Landkreis daran, dass der Gemeinderaum saniert und dort ein Informationsraum zur Burgruine eingerichtet wird. Außerdem sollen für die Besucher Toiletten zur Verfügung gestellt werden. Etwa 62 000 Euro kann die Angelegenheit kosten, so das Gemeindeoberhaupt. Am ebenfalls in dem Gebäude untergebrachten Jugendraum soll nichts gemacht werden, betonte er. Leider habe man auf den Vorschlag, das Haus dem Landkreis zu überlassen, bisher keine Antwort erhalten.

Im Falle eines negativen Bescheides müssen auf jeden Fall genauere Kosten- beziehungsweise Zuschussangaben vorliegen, bevor der Gemeinderat das weitere Vorgehen beschließen kann.

Nicht unerheblich sind auch die Kosten, die für den Radweg von Oberelldorf bis zur Altensteiner Kreuzung auf die Gemeinde zukommen. Eine Besprechung mit dem Straßenbauamt habe ergeben, so Schneider, dass der Radweg zunächst bis Hafenpreppach an der B  303 entlang führen soll. Ab dem "Goldhügel" will man den Weg auf der alten Straße am Wasserhochbehälter vorbei bis zur Abfahrt nach Altenstein führen.

Bis zum "Goldhügel" soll der Weg auch für die Land- und Forstwirtschaft nutzbar sein, muss somit in einer Breite von drei Metern gebaut werden. Die Kosten für die Verbreiterung von einem halben Meter muss die Gemeinde übernehmen. Insgesamt sieht das Gemeindeoberhaupt etwa 20 000 Euro an Kosten auf die Gemeinde zukommen. Da ist jedoch weder die Mehrwertsteuer noch die für den letzten Abschnitt erforderliche Ausgleichsfläche enthalten, betonte der Bürgermeister.

Im weiteren teilte er mit, dass das Straßenbauamt dafür plädiert, dass die Radfahrer die Kreisstraße nach Altenstein nutzen, um von dort in den Weisachgrund zu gelangen. Der Markt spricht sich jedoch für eine Wegführung bis Pfaffendorf entlang der B  303 aus. Eine Alternative böte sich durch den Ausbau eines Erdweges. Hier ist jedoch Freiherr Wolfram von Rotenhan der Eigentümer und dieser verwehrt sich dagegen.

Weiter war der Radweg auf der stillgelegten Bahnstrecke Maroldsweisach-Ebern Thema. Zwischen Pfaffendorf und Voccawind kann man mit einer Förderung von 100 Prozent rechnen, so Schneider. Die Gemeinde soll zwar später für den Unterhalt aufkommen, die Bauträgerschaft übernimmt der Landkreis. Von Voccawind bis Maroldsweisach ist der Zuschuss ungewiss, da bereits ein Radweg existiert. Bevor in dieser Frage keine Klarheit herrsche, könne man darüber nicht beschließen, so der Bürgermeister. Dem Landkreis die Bauträgerschaft zu überlassen fand breite Zustimmung im Gremium.

Ein weiteres Thema: Die Ortsumgehung. Ein Gespräch im Verkehrsministerium brachte lediglich Klarheit - und das sei auch schon was, so Bürgermeister Wilhelm Schneider. Dass die Umgehungsstraße in den vordringlichen Bedarf komme, konnte leider nicht erreicht werden. Ein Verkehrsaufkommen von mindestens 10 000 Fahrzeugen sei unter anderem hierfür nötig. Maroldsweisach liegt jedoch gerade bei 4 800 Fahrzeugen.

Trotzdem soll nun zumindest einmal eine Planung erstellt werden. Damit vergrößere sich die Chance in etwaigen Förderprogrammen aufgenommen zu werden, so Schneider. Ein Großteil der Räte zweifelte jedoch an, dass man die Planung in Kürze in Angriff nehmen würde. Dies sei schon zu oft versprochen worden, merkte Herbert Baum an.

Erfreuliches hingegen wusste der Bürgermeister über die Bezuschussung von kleinen Hauskläranlagen zu berichten. Lang habe man auf neue Richtlinien gewartet, "nun sind sie da", freute er sich. Dies bedeute, dass kleine Dörfer bis rückwirkend zum ersten Januar eine Förderung erhalten. Alle Kommunen sind aufgefordert, diesbezüglich Studien zu erstellen. Die Marktgemeinde hat bereits eine Studie erstellt - es müssen nur noch die Richtwerte des Ministeriums einfließen, erklärte Schneider. Was Dippach, Dürrenried und Todtenweisach betreffe, so laufen hier bereits Förderprogramme, da geplant ist sie an eine zentrale Anlage anzuschließen.

Ab vier Einwohner wird für eine Hauskläranlage ein Zuschuss von 1 500 Euro ausgeschüttet, wusste der Bürgermeister.

Positiv wertete er die Nachricht, dass sich ein Investor für eine Sommerrodelbahn in Altenstein gefunden hat. Ob aus dem Unterfangen (wir berichteten) tatsächlich etwas wird ist jedoch noch ungewiss. Sollte dieses Mosaiksteinchen zur Burgruine und zum Schwimmbad dazukommen, wäre dies sicherlich ein Gewinn für die Marktgemeinde und es müsse über die Schaffung von Parkplätzen nachgedacht werden.

Ist es noch unsicher ob die Rodelbahn kommt - so ist es Gewissheit, dass die Postfiliale noch in diesem Jahr verschwindet. Wie der Gemeinde mitgeteilt wurde, wird sie dann als Agentur über einen Partner laufen, "was durchaus vorteilhaft sein kann", so Schneider, da, in einem Ladengeschäft untergebracht, sich die Öffnungszeiten verlängern würden. Der Zustelldienst sei hiervon nicht betroffen, versicherte das Gemeindeoberhaupt.

Auch Bauanträge wurden auf der Sitzung behandelt: Arno Wunderlich plant einen Kälberstallanbau in Eckartshausen. Nicht nur alle Nachbarn, sondern auch der Gemeinderat erklärte hierzu ihr Einverständnis.

Die Zustimmung zum Bauantrag von Matthias Post in Dippach eine Garage zu bauen, wurde mit dem Hinweis versehen, dass sehr dicht an die Straße gebaut werde und kein Stauraum mehr vorhanden sei. Die Zufahrt müsse also über die Straße erfolgen.

Carola und Harald Häfner wollen in Hafenpreppach ein Einfamilienwohnhaus bauen. Dem stimmte das Gremium zu.

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