Augsfeld

TV Augsfeld nutzt Leerlauf der Corona-Zeit

Sanierungsarbeiten beim TV Augsfeld.
Foto: Diethart Konrad | Sanierungsarbeiten beim TV Augsfeld.

Was macht ein ehrenamtlich geführter Sportverein in Zeiten von Corona, ohne zu wissen, wie es danach weitergeht? Rund eine Million Mitglieder, meldet der Deutsche Olympische Sportbund, seien bereits aus den Vereinen ausgetreten, einige auch beim TV Augsfeld. Das geht aus einer Pressemitteilung des TV hervor.

Bedauerlich sei, dass einige Mitglieder erst beim Einzug der Mitgliedsbeiträge bemerken würden, dass sie eine juristisch einwandfreie Kündigung zum Ende des Geschäftsjahres vergessen haben und die rechtlich vereinbarten Beiträge vertragswidrig zurückbuchen lassen. Dabei habe jeder Sportverein bereits die Versicherungs- und Verbandsbeiträge abgeführt. Hinzu komme, dass die Banken – in Unkenntnis der Vertragswidrigkeit – noch zusätzlich Gebühren von den Vereinen kassierten.

Der TV nutzt die durch Corona verordnete Pause für die Sanierung der Vereinsanlagen. Dabei stellt er fest, dass er zwar auf dem Papier Eigentümer der Anlagen sei, in  der Realität gehörten diese aber bereits der Kommune, denn bei  Auflösung des Vereins falle der gesamte Besitz an die Stadt.

Wäre der TV Augsfeld in Zeil beheimatet, bekäme er zur Sanierung Staatsmittel von 55 Prozent reiner Förderung, die Stadt wäre normalerweise derzeit mit 14 Prozent Förderung zusätzlich gebunden. In Haßfurt seien aufgrund der Finanzkraft der Kommune vom Staat nur 25 Prozent Förderung möglich, die die Stadt nicht ausgleiche.

Der TV erhalte freiwillig 14 Prozent Regelförderung von der Stadt plus freiwillig zusätzliche 13 Prozent, weitere 13 Prozent würden als zinspflichtiges Darlehen gewährt, was einer reinen Förderung von 52 Prozent aber auch 48 Prozent an Darlehen, Eigenleistung, Eigenmitteln und Spenden entspreche.

Für den TV bedeute das derzeit rund 50 000 Euro, die er ehrenamtlich aufzubringen hätte. Letzteres sei beim permanent abnehmenden ehrenamtlichen Engagement nicht mehr alleine zu bewältigen, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Der TV will seine Vorhaben dennoch gezielt durchführen. Es bliebe ihm keine Wahl, denn sonst verfalle die gesamte Anlage und niemand hätte einen Gewinn.

Der Wille die Arbeiten durchzuführen bestehe seitens des Vereins. Das sei seit Wochenbeginn zu beobachten. In Eigenleistung seien erste Arbeiten vollendet worden, so dass die dringend erforderlichen neuen umweltverträglichen Fenster eingebaut werden könnten, für die der TV vorsorglich Förderanträge gestellt habe.

Ein Antrag zum Ausgleich der Mehrkosten aufgrund der Umwelteffizienz sei gestellt worden. Als nächstes sei die Umstellung auf Stadtgas geplant. Die Anzahlung für die Neueindeckung des gesamten Komplexes sei dank der Vorfinanzierung durch die Stadt Haßfurt geleistet und werde den Schutz vor Wasser durch Regen und Schnee endlich vollenden.

Sanierungsarbeiten beim TV Augsfeld.
Foto: Diethart Konrad | Sanierungsarbeiten beim TV Augsfeld.
Sanierungsarbeiten beim TV Augsfeld.
Foto: Diethart Konrad | Sanierungsarbeiten beim TV Augsfeld.
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