Zell

Viel Lob für den Feldbogenparcours

33 Stationen gibt es auf dem neuen Feldbogenparcours.
Foto: FOTO Christian Licha | 33 Stationen gibt es auf dem neuen Feldbogenparcours.

Der Steigerwald ist um eine neue Attraktion reicher. Zwischen Zell am Ebersberg und Oberschleichach wurde ein Feldbogenparcours, der sich ausschließlich im Wald befindet, eröffnet.

Traditionelle Bogenschützen können ab sofort an den südöstlichen Hängen des Steigerwaldes in der Waldabteilung „Schlegel“ ihrem Sport nachgehen. Hierfür gibt es einen fünf Kilometer langen Rundweg mit 33 Stationen, an denen auf Wildtierfiguren aus Hartschaum geschossen werden kann. Von Rehen und Wildschweinen über einen großen Hirsch bis hin zu exotischen Tieren aus Afrika und sogar einem Drachen ist alles dabei. Alle Tiere sind mit GPS gesichert und können jederzeit geortet werden, so dass sich ein Diebstahl nicht lohnt. An jeder Station gibt es zwei unterschiedliche Abschussstationen für Hobbyschützen und geübtere Bogenschützen.

Die Familie Rhein aus Zell betreibt den Parcours. Ein Jahr Planung war nötig, bis alles unter Dach und Fach war. Helga Rhein bedankte sich bei der offiziellen Einweihung bei den Staatsforsten, dem Landratsamt und der Gemeinde Sand für die hervorragende Zusammenarbeit.

Gelungener Probelauf

„Vor zwei Wochen hatten wir einen Probelauf, bei dem Deutsche Meister und europaweit erfolgreiche Bogenschützen die Strecke getestet haben“, erläuterte Rhein. Die Schützen, die mit unter auch sehr weite Anreisen auf sich nehmen, würden belohnt mit einem der schönsten Parcours deutschlandweit. Das zumindest war die Meinung der Teilnehmer bei der „Generalprobe“.

Forstbetriebsleiter Ullrich Merkner von den Bayerischen Staatsforsten in Ebrach sagte, dass dieses Projekt sehr gut zu den Bemühungen der Staatsforsten passe, die Attraktivität des Steigerwalds zu steigern, bei der Naturschutz und Erholung im Vordergrund steht. „Für Spaziergänger und Wanderer besteht keine Gefahr, dass sie mit den Bogenschützen in Konflikt geraten.“, betonte Merkner. Allerdings dürfen die Waldwege nicht verlassen werden. Um dies noch einmal vor Ort zu verdeutlichen, sind auch unübersehbare Hinweisschilder aufgestellt.

Hohe Sicherheitsstandards

Der Sohn der Betreiberin, Christopher Rhein, versicherte auch, dass stets in das Waldinnere geschossen wird und keinesfalls in Richtung der Wege. Jeder Schütze hat zu jeder Zeit auf ein freies Sichtfeld zu achten, niemand darf unkontrolliert und abseits der 3D-Zielattrappen von Pfeil und Bogen Gebrauch machen. Der Bogenparcours wurde nach den sicherheitstechnischen Regeln des Deutschen Feldbogen Sportverbandes und des Deutschen Schützenbundes angelegt.

Auch Revierleiter Paul Huber wird bei seinen Rundgängen das Geschehen mit überwachen.

Am Anfang des Parcours steht ein Wagen, an dem sich jeder Schütze in ein Schießbuch eintragen muss und seinen Obolus entrichtet. Hier sind auch noch einmal alle Regeln und Sicherheitshinweise angeschlagen. Grundsätzlich darf von zwei Stunden nach Sonnenaufgang bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang geschossen werden.

Steffen Vogel, der Stimmkreisabgeordnete im Landtag und passionierter Jäger, lies es sich nicht nehmen, selbst Pfeil und Bogen in die Hand zu nehmen und auf die Ziele zu schießen.

Zielsicherer Abgeordneter

Unter fachkundiger Anleitung von Dietmar Rhein, dem Ehegatten der Betreiberin, lieferte er einen sauberen Schuss ab und traf das Ziel. Vogel freute sich auch über die Neuerung im Steigerwald. „Das ist ein perfekter Platz für die Bogenschützen, die hier Stress abbauen, Konzentration üben und sich auch erholen können.“, so der Landtagsabgeordnete.

Ohne Steuermittel investiert

Als „Hausherr“ war Sands Bürgermeister Bernhard Ruß anwesend, der erläuterte, dass der gesamte Ebersberg und somit auch das über 100 Hektar große Areal für die Bogenschützen gemeinderechtlich zu Sand gehören. Mit seinem Gemeinderat stimmte er seinerzeit für das Vorhaben. Besonders gut finden Ruß und sein Amtskollege Thomas Sechser aus Oberaurach, dass diese Aufwertung des Steigerwaldes auf einer Privatinitiative beruht und keine Steuergelder dafür verwendet werden müssen.

Christopher Rhein zeigt eines der 52 Tiere aus Hartschaum, die als Ziele aufgestellt wurden.
Foto: Christian Licha | Christopher Rhein zeigt eines der 52 Tiere aus Hartschaum, die als Ziele aufgestellt wurden.
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