Theres

Wort zum Wochenende: Himmlisch könnte es sein

Bernd Wagenhäuser.
Foto: Gudrun Wagenhäuser | Bernd Wagenhäuser.

Wir feiern an diesem Wochenende Christkönigssonntag und hören Jesu Worte: „Was ihr den geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40b). Das Sehnen der Menschen in seiner Vielfalt macht Jesus zum Anknüpfungspunkt des Handelns. Wonach sehnen sich Menschen?

Nach Nähe? „In deiner Nähe geht es mir gut“, das ist Balsam für die Seele. Du tust mir gut, auf dich kann ich mich verlassen. Du hörst zu. Du hältst meine Hand bis zum Schluss. Mit dir fühle ich mich nie allein. Aus dieser Erfahrung erwächst Kraft, Mut und Vertrauen.

Voller Sehnen ist unser Leben und kann durch so viele kleine Gesten gestillt werden. Wenn jeder von uns nur jeden Tag mindestens eine Sehnsucht eines anderen Menschen sieht und darauf reagiert, dann spüren wir den Himmel auf Erden. Dann verliert jede Distanz ihre Schrecken, weil jemand da ist, der mich sieht, weil da einer sich um mich kümmert, wenn ich Hilfe brauche. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Und wenn ich anfange, den anderen in seiner Bedürftigkeit zu sehen, entdecke ich auch meine eigene. Ich gebe meiner Sehnsucht nach Leben Raum. Ich finde heraus, anderen beizustehen, wenn sie zur Schau gestellt werden. Ich bin da, wenn Menschen sich aus den Fesseln ihres Lebens befreien wollen. Dort wo ich wahrnehme, dass jemand krank ist vor Sorge, vor Liebe, vor was auch immer, ergreife ich die Hand, die sich mir vielleicht auch nur zögerlich entgegenstreckt. Wer Fremdsein spürt, braucht jemanden, der Heimat und ein Zuhause bietet, einen Ort, wo er sich verstanden fühlt und angenommen. Der oder die könnte doch ich sein.

So kann Sehnsucht gestillt werden - die Sehnsucht der anderen und meine eigene.

Himmlisch könnte es sein – jetzt schon. Mit der Liedzeile „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde, heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er (Jesus Christus) kommt“ wird er zum Maß aller Dinge - für mich! Und auch für Sie?

Der Autor: Bernd Wagenhäuser ist Diakon der Pfarreiengemeinschaft Theres.

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