Maroldsweisach

"Zeilberg Echo" – Nein Danke

Fast 20 000 Euro gibt die Marktgemeinde jährlich für den Druck und die Verbreitung des Zeilberg-Echos aus. Die jüngste Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit, der mit der neuen Legislaturperiode ins Leben gerufen wurde, befasste sich mit dem Amtsblatt.

"Ab sofort können Sie das Zeilberg-Echo nicht nur gedruckt genießen, sondern auch in vielen digitalen Versionen. Künftig sind alle digitalen Versionen des Zeilberg-Echo auf einer neuen Amtsblatt Homepage gebündelt." So teilt es die Marktgemeinde schon seit Februar auf seiner Homepage mit. Trotzdem wird aber unerheblich davon, ob das Angebot genutzt wird, das Amtsblatt auch in Papierform an 1451 Haushalte in der Gemeinde verteilt. Dafür zuständig ist die Firma Linus Wittich Medien, von der auch eine Vertreterin zur Ausschusssitzung am Donnerstag eingeladen war. Sie lieferte die Fakten, die Diskussionsgrundlage. So wird das Amtsblatt von 17 Zustellern verteilt. Kostenpunkt hierfür rund 7000 Euro.

Diese Kosten könnten bei einer Entnahmebox, ähnlich wie es derzeit schon häufig für die Wochenpost genutzt wird, entfallen. Mit einer Verteilung durch die Post könnten sie reduziert werden, allerdings habe man hier wenig Serviceleistung im Beschwerdefall. Außerdem seien bei der Post für die Marktgemeinde 1677 Haushalte gelistet und die würden alle ein Exemplar erhalten – noch mehr Amtsblätter, die ungelesen im Altpapier landen. Denn neben der Kosten floss auch dieser Faktor in die Diskussion mit ein.  

Das Ergebnis der Beratungen des Ausschusses war, dass nun zunächst die Haushalte, die das Zeilberg-Echo nicht weiter in gedruckter Form haben möchten, einen entsprechenden Aufkleber auf ihren Briefkasten anbringen. Damit würde sich zumindest erst einmal klären, wie viele Exemplare denn tatsächlich gebraucht werden. Über die optische Erscheinung einer derartigen Kennzeichnung wurde aber noch keine Festlegung getroffen.

Weiter befasste sich das Gremium mit der Gemeindebroschüre, die inzwischen nach sechs Jahren veraltet ist. Die Infobroschüre weist unter anderem veraltete Grundstückspreise aus. Sie konnte bisher kostenneutral durch Anzeigen aus der heimischen Wirtschaft finanziert werden. So soll es auch bei einer Neuauflage wieder gelingen.

Wie Bürgermeister Wolfram Thein erklärte, konnte in Altenstein ein Defibrillator installiert werden. Eine Spende der Raiffeisenbank. Bei einem Kostenaufwand von rund 2400 Euro könne man nicht alle Gemeindeteile damit ausrüsten. Überhaupt sei es wünschenswert, wenn sich die jeweiligen Dorfgemeinschaften, Firmen oder Vereine an den Ausgaben beteiligen.

Ein entsprechender Antrag liege aus Dippach vor. Hier ist die Dorfgemeinschaft bereit, etwas beizusteuern. Auch für Maroldsweisach wurde bereits eine Beteiligung durch die Sparkasse in Aussicht gestellt, wie Thein wissen ließ.

Zum Abschluss wurden im Gremium Themen für die Zukunft erörtert. So will man nun ausloten, wie und in welcher Form man in der Gemeinde ein "Reparatur-Café" einrichten kann. Da dies auch ein Ort des gemeinschaftlichen Austausches, der Geselligkeit sein soll, wird die Umsetzung bis nach Corona warten müssen. Auch eine Informationsveranstaltung für die Bürger, die sich mit der Energiewende im Haßbergkreis befasst, soll stattfinden, wenn dies wieder möglich ist. Ob man sich für die Zertifizierung einer Fair Trade Gemeinde bewerben will, soll sich nach dem Vortrag eines Referenten klären. Der Bürgermeister erklärte, er werde diesbezüglich jemanden einladen.

Einen letzten Diskussionspunkt lieferte die Beförderung der Schulkinder. Hier ist es derzeit möglich, auf mehr Busse zu dringen, da der Staat dies fördert, damit während der Corona Krise jedes Kind einen Sitzplatz hat. In diesem Zuge könne man vielleicht auch die Abfahrtszeiten in den einzelnen Ortschaften besser steuern.  

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