Kitzingen

Aktueller Stand: Montessori Kitzingen stellt Schulprojekt vor

Der Verein Montessori Kitzingen stellt bei einer digitalen Infoveranstaltung sein Schulprojekt vor. Wann und wo kann mit einer Schulöffnung gerechnet werden?
Am 30. April fand ein digitaler Infoveranstaltung des Vereins Montessori Kitzingen statt. Der Plan ist, eine Grundschule zu eröffnen (Symbolbild).
Foto: Bodo Schackow, dpa | Am 30. April fand ein digitaler Infoveranstaltung des Vereins Montessori Kitzingen statt. Der Plan ist, eine Grundschule zu eröffnen (Symbolbild).

Fast zwei Stunde dauerte die digitale Veranstaltung am Freitagnachmittag via Zoom. Der Verein Montessori Kitzingen stellte vor fast 100 Teilnehmern sein Projekt zur Eröffnung einer Grundschule vor. Die erwartete Teilnehmerzahl wurde damit deutlich übertroffen. Auch Monika Ullmann, Vorstand des Montessori Landesverband Bayern, war dabei und stellte die Schulform genauer vor. Wie kommt die Idee bei den Interessenten an? Und wie weit ist die Planung und Umsetzung des Projekts?

Eva Köpf, Annika Reith-Herrmann und Carina Oelschläger führten durch den Abend. Sie sind Mitglieder der Gründungsinitiative. Köpf zeigte sich zuversichtlich, dass die geplante Schulöffnung im September 2022 umsetzbar sei. In diesem Jahr solle das Konzept für die Finanzierung stehen.

Großer Zuspruch vom Vorstand des Landesverbandes

Außerdem habe der Verein bereits mögliche Immobilien im Stadtbereich Kitzingen besichtigt und sich nach Lehrpersonal umgeschaut. Bis Anfang kommenden Jahres solle der Regierung das ausgearbeitete Schulkonzept vorgelegt werden. 

Ullmann sprach für diesen Einsatz großen Respekt aus: "Die Konzepte neuer Montessori-Schulen müssen ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, damit sie genehmigt werden. Da Bedarf es viel Kreativität und Arbeit bei der Erstellung." Hier sei vor allem den Eltern zu danken, denn in 99 Prozent der Fälle gehe eine Schulgründung von ihren Initiativen aus.

"Über eine weiterführende Schule können wir eventuell in zwei Jahren nachdenken."
Annika Reith-Hermann, Montessori Verein Kitzingen

Die Vorständin erklärte bei der Veranstaltung die Grundzüge der Montessori-Pädagogik. Zusätzlich gab sie einen Überblick der aktuellen Schullandschaft. "Unter dem Verband gibt es in Bayern ungefähr 80 Montessori-Schulen", sagt sie. In Kitzingen sehe auch sie noch Bedarf. Würzburg habe bereits ein Montessori-Bildungszentrum. "Wenn es mit der weiterführenden Schule in Kitzingen nicht so schnell geht, könnten Kinder auch dort den Montessori-Weg weitergehen", merkte sie an. 

Denn momentan arbeite der Verein nur am Grundschulprojekt. "Über eine weiterführende Schule können wir eventuell in zwei Jahren nachdenken", sagt Reith-Herrmann. Die Teilnehmer stellten im Chat der Videoplattform einige Fragen. Unter anderem waren die Schulkosten und Nachmittagsbetreuung Themen von Interesse. Genaue Antworten konnte jedoch noch nicht gegeben werden. "Die genauen Kosten können wir erst nach Erstellung des Finanzierungsplans benennen", erklärt sie.

Via Videokonferenz wurde der aktuelle Stand des Montessori-Projekts präsentiert. Im Bild von oben nach unten: Annika Reith-Herrmann, Eva Köpf, Monika Ullmann und Carina Oelschläger.
Foto: Maria Faiß | Via Videokonferenz wurde der aktuelle Stand des Montessori-Projekts präsentiert. Im Bild von oben nach unten: Annika Reith-Herrmann, Eva Köpf, Monika Ullmann und Carina Oelschläger.

Eine Voranmeldung ist jetzt schon möglich

Zunächst müsse auch die Zahl der potenzielle Schülerschaft festgestellt werden. Davon hänge ab, wie viele Plätze angeboten werden. Fest stehe, dass es jedem Kind möglich sein soll, die Schule zu besuchen. Es stehe also auch eine Förderung für einkommensschwächere Familien im Raum. Ähnlich sehe die Situation bei der Nachmittagsbetreuung aus. Diese sei zwar geplant, das genaue Angebot richte sich aber auch hier nach der Nachfrage. Um all dies besser kalkulieren und planen zu können, gibt es auf der Internetseite des Vereins ein unverbindliches Anmeldeformular. 

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Für das pädagogische Konzept der neuen Montessori-Grundschule ist vor allem Oelschläger verantwortlich. Sie ist Lehrerin und interessiert sich sehr für die Montessori-Pädagogik. Auch über dieses entscheidet die Regierung im kommenden Jahr. Oelschläger sieht der Prüfung optimistisch entgegen: "Wir werden ein so rundes Konzept erarbeiten, dass die Regierung es genehmigen muss."

Von Seiten des Landkreises Kitzingen habe es bereits positive Rückmeldungen zum Projekt gegeben: "Der Bedarf einer weiteren Schule für den Landkreis wird auch dort gesehen", merkt Reith-Herrmann an. Die Entscheidung der Regierung erwarte der Verein spätestens im Sommer 2022.

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite www.montessori-Kitzingen.de. Außerdem ist der Verein per Mail und Telefon erreichbar: webmaster@montessori-kitzingen.de, 0170 448 40 97.

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