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Albertshofen: Obere Sandäcker könnten Wohnbebauung bekommen

Mit Urkunden für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ehrte Bürgermeister Horst Reuther (Mitte) die Gemeinderäte Frank Sattes und Barbara Hügelschäffer, es fehlt der frühere Gemeinderat Lorenz Hofmann.
Foto: Gerhard Bauer | Mit Urkunden für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ehrte Bürgermeister Horst Reuther (Mitte) die Gemeinderäte Frank Sattes und Barbara Hügelschäffer, es fehlt der frühere Gemeinderat Lorenz Hofmann.

Bürgermeister Horst Reuther begann die Sitzung des Gemeinderates in der Gartenlandhalle in Albertshofen mit der Verleihung von Urkunden für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung. Er nahm die Verleihung im Auftrag von Landrätin Tamara Bischof vor und übergab die Urkunden an Barbara Hügelschäffer und Frank Sattes. Lorenz Hofmann bekommt die Urkunde nachgereicht.

Reuther unterstrich, dass alle Geehrten mehr als 18 Jahre dem Gemeinderat angehören, Hofmann, der auch das Archiv führte, ist inzwischen ausgeschieden. In zahlreichen Ausschüssen und als Beauftragte hätten sie jeweils ihre Meinungen eingebracht und so Entscheidungen zum Wohl der Gemeinde beeinflusst.  

Bebauungsplan soll geändert werden

Die Gemeinde will den Bebauungsplan Obere Sandäcker so abändern, dass auch eine Wohnbebauung möglich wird. Bürgermeister Reuther führte dazu aus, dass Änderungen ein neues Planverfahren nach sich ziehe. Damit könnten Grundstücke, die derzeit als Gewerbeflächen ausgewiesen sind, als Mischgebiet eine Wohnbebauung ermöglichen.

Zwei dort ansässige Betriebe könnten auf Bestandsschutz vertrauen. Unternehme die Gemeinde nichts, bleibe es bei einem Gewerbegebiet und vorliegende Bauvoranfragen könnten nicht genehmigt werden. Zunächst holt die Gemeinde Angebote ein, dann wird ein Planungsauftrag dazu vergeben.

Durch Nachtdimmung könnte eine moderne Straßenbeleuchtung Energie einsparen und Lichtverschmutzung vermindern. Einem Vorschlag des Versorgers N-Ergie zufolge könnte die Umrüstungskosten der 236 Lampen im Zuge anstehender Wartungsarbeiten efolgen und Licht dann stufenweise auf 35 Prozent heruntergeregelt werden. 14 ältere Peitschenlampen können nicht umgerüstet werden.

Die Kosten liegen bei 14 135 Euro, die jährliche Energieeinsparung bei 1700 Euro, so dass sich die Kosten nach 8,3 Jahren amortisierten.

Die Leuchten werden dem Beschluss zufolge aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen erst nach Ablauf ihrer Betriebszeit ausgetauscht. Im Zuge der Straßensanierung in der Friedrich-Hiller-Straße sollen die dortigen Lampen durch moderne Lampen ersetzt werden.

Weitere Themen aus der Ratsrunde

- Da die Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug erhält, beschloss der Gemeinderat das vorhandene LF8 für den Erstangriff umzurüsten und den Anhänger auszumustern. Wie Reuther unterstrich, ist das alte Löschfahrzeug wegen fehlendem Tank nur schwer verkäuflich.  

- Einem Antrag aus dem Gemeinderat folgend wird die Pflanzinsel am Steinbühl/Felsenkeller angepflanzt und zugunsten eines besseren Gesamteindruckes hergerichtet. Eine Bepflanzung mit Büschen und Stauden soll aber erst nach Fertigstellung der Bebauung erfolgen. Zunächst wird eine Blühmischung ausgebracht. Von einer Baumpflanzung riet Reuther ab, jedoch wird die Kastanienallee ergänzt.

- Zum Dorfplatz regte das Amt für Ländliche Entwicklung die historische Raumkante (Andeutung früherer Bausubstanz) durch ein Backhaus, einen Parkplatz in Form einer Parkscheune und andere ortstypische Merkmale zu gestalten. Zunächst sollen Bürger im Umfeld über Flyer informiert und die Bürger insgesamt beteiligt werden.

- Der Förderbescheid für Glasfaser-Breitband an der Schule weist einen Förderbetrag von 45 828 Euro aus.

- Die Fähre ChrisTina ist wieder in Betrieb. Über veränderte Gebühren liegen Bürgermeister Reuther keine Informationen vor.

- Nachdem Wahlen derzeit nicht stattfinden können, bleiben der Kommandant der Feuerwehr und sein Stellvertreter bis zur Neuwahl im Amt.

- Ab 2025 besteht ein Rechtsanspruch auf Mittagsbetreuung. Dazu ist ein Umbau erforderlich, der mit 70 Prozent, mindestens aber 10 000 Euro gefördert wird. Reuther denkt an eine Industriespülmaschine und eine neue Küchenzeile. Zunächst werden Angebote eingeholt, um einen Antrag stellen zu können. Sobald der Zuschlag vorliegt, entscheidet der Gemeinderat über den Umfang der Arbeiten.

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