Mainbernheim

Bebauungsplan für neuen Lebensmittelmarkt steht

Die Norma kann ihren Markt an der Bundesstraße 8 vor den Toren Mainbernheims bauen.
Foto: Gerhard Krämer | Die Norma kann ihren Markt an der Bundesstraße 8 vor den Toren Mainbernheims bauen.

Jetzt ist die Norma am Zug. Der Mainbernheimer Stadtrat hat am Donnerstag den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Lebensmittelmarkt an der B8" als Satzung beschlossen. In seiner jüngsten Sitzung musste der Stadtrat nur noch die Einwendungen des Landratsamtes abwägen.

Im September hatte das Gremium bereits die Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung behandelt. Bei den Einwendungen des Landratsamtes hatten aber noch die Beurteilungen des Planungsbüros beziehungsweise der Norma gefehlt.

Dem Wunsch des Kreisbaumeisters, auf Werbeanlagen auf dem Dach zu verzichten, wurde entsprochen. Um die Begrünung ging es der Unteren Naturschutzbehörde. In der Abwägung wurde darauf hingewiesen, dass das Regenrückhaltebecken in naturnaher Bauweise mit begrünten Böschungen als Wiesenmulde gebaut wird. Dazu wird ein bestehender Acker in eine Wiesenfläche umgewandelt. Dies sei deswegen nicht als Eingriff zu werten.

Einstimmig beschloss der Stadtrat den vorhabenbezogenen Bebauungsplan als Satzung. Es folgen nun die formellen Schritte, damit dieser in Kraft treten kann.

Erneut beschäftigte sich der Stadtrat mit der Nutzungsänderung einer bestehenden Lagerhalle im Bereich Gartenweg. Dort soll ein Kosmetikstudio eingerichtet werden. Anstelle der zweiten Lagerhalle will der Bauwerber, der in der Ratssitzung einige Punkte klarstellte, ein Ferienhaus errichten.

Moniert hatte der Stadtrat, dass die zeichnerische Darstellung der bestehenden Lagerhalle nicht mit dem tatsächlichen Bestand übereinstimme. Dies sei bei einer Nutzungsänderung auch nicht notwendig, erklärte der Bauwerber, der Rücksprache mit dem Landratsamt gehalten habe.

Ein Dorn im Auge sind Bürgermeister Peter Kraus die verschiedenen Dachneigungen. Diese soll beim Neubau angepasst werden. Dann, so signalisierte es auch der Stadtrat, könnte Einvernehmen erteilt werden.

Für Stadtrat Eugen Reifenscheid ist es wichtig, Haltung zu zeigen. Der Stadtrat bestimme die Gestaltung der Stadt. "Das dürfen wir uns nicht aus der Hand nehmen lassen." Gebaut werden müsse grundsätzlich nach einem genehmigten Plan. Wenn das Landratsamt anders entscheide, dann sei das eben so. Dass man vom Landratsamt hier wohl überstimmt werde, ärgerte auch Stadtrat Norbert Ebner.

Sein Kollege Martin Reinhart betonte, dass man sich auf das, was man ausgemacht habe, auch verlassen könne. Denn der Neubau sollte das dahinterliegende anthrazitfarbene Dach eigentlich verdecken. Herbert Friederich wunderte sich über die Großzügigkeit des Landratsamtes in dieser Angelegenheit. Sicher sei das gut für den Bauwerber, er jedenfalls verstehe das nicht. Schließlich sei von anderen Bürgern auch verlang worden, dass sie sich an die Vorgaben hielten.

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