Mainbernheim

Das Vieramt ist wieder komplett

Die Siebener in Mainbernheim sind wieder komplett. Das Bild zeigt (von links) Matthias Dürr, Karl Kramer, Bürgermeister Peter Kraus und Johannes Zäh.
Foto: Gerhard Krämer | Die Siebener in Mainbernheim sind wieder komplett. Das Bild zeigt (von links) Matthias Dürr, Karl Kramer, Bürgermeister Peter Kraus und Johannes Zäh.

Matthias Dürr und Johannes Zäh sind die beiden neuen Siebener. Sie komplettieren das Vieramt, denn in Mainbernheim gibt es lediglich vier Feldgeschworene, während in anderen Orten es meist sieben gibt. Verabschiedet wurde auch der stellvertretende Obmann Karl Kramer, der in das Ehrenamt im Jahr 1975 berufen worden war.

Ein trauriges Ereignis sei der Grund dafür, dass zu Beginn der Stadtratssitzung neue Siebener vereidigt werden müssten, sagte Bürgermeister Peter Kraus. Denn unerwartet sei am 1. Januar der Feldgeschworenenobmann Hans Friedrich Dürr im Alter von 71 Jahren gestorben. Dürr war über 20 Jahre Feldgeschworener und stand dem Vieramt in Mainbernheim laut Kraus seit 2008 als Obmann vor.

Einen zweiten neuen Siebener galt es zu wählen, weil der stellvertretende Obmann Karl Kramer mitgeteilt hatte, dass er die Gelegenheit wahrnehmen wolle, sich bei der Neubesetzung des Vieramtes von seinen Siebenerpflichten entbinden zu lassen. Diesem Wunsch kam der Stadtrat nach. Bürgermeister Peter Kraus vereidiget die beiden Jungsiebener Matthias Dürr und Johannes Zäh. Sie bilden nun zusammen mit Walter Müller und Eugen Reifenscheid das Vieramt.

Mindestens vier, höchstens sieben

Kraus erläuterte, dass man in Mainbernheim von Siebenern spreche, auch wenn nur vier Feldgeschworene eingesetzt sind. Die Bezeichnungen seien historischen Ursprungs und könnten von Region zu Region oder auch von Gemeinde zu Gemeinde voneinander abweichen. Im Abmarkungsgesetz selbst sei festgelegt, dass mindestens vier und grundsätzlich höchstens sieben Feldgeschworene bestellt werden.

Dieses Amt sei aber auch insbesondere der Kritik derer ausgesetzt, die in diesem Amt eine ungerechtfertigte Überwachung sehen. Kraus erinnerte an eine "unschöne Auseinandersetzung" vor mehr als zehn Jahren. Aber nur das sichtbare Grenzzeichen gebe auch "dem Normalbürger Auskunft über den wahren Grenzverlauf".

Kraus würdigte in der Sitzung die Verdienste von Karl Kramer im Feldgeschworenenamt, in das er 1975 berufen worden sei. Über viele Jahre hinweg sei er stellvertretender Obmann gewesen. Umfangreiche Abmarkungsarbeiten seien in seine Amtszeit gefallen. Darunter seien mehrere Baugebiete gewesen, wo die Siebener tagelang eingesetzt gewesen seien und zum Teil Knochenarbeit beim Ausheben der Löcher und Setzen der Grenzsteine geleistet hätten.

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