Kitzingen

Die Glosse: Antreten zum Kleiderappell in Volkach

Der etwas andere Wochenrückblick: Wir lernen das Bekleidungsmanagement der Bundeswehr kennen, beerdigen den Arbeitskreis und tarnen uns im Biergarten wüstentauglich.
Bei den Kasernentagen in Volkach im Mai 2019 durfte auch ein Blick auf die Bundeswehr-Kleidung geworfen werden.
Foto: Hanns Strecker | Bei den Kasernentagen in Volkach im Mai 2019 durfte auch ein Blick auf die Bundeswehr-Kleidung geworfen werden.

Stillgestanden! Augen geradeaus. Zuhören: In der Zeitung stand, dass beim Rückkehrerappell in der Volkacher Kaserne die Soldaten in Auslands-Kampfanzug angetreten waren! Falsch! Faaalsch! Herhören: Es handelte sich natürlich um den „Feldanzug-Grundform im Wüstentarndruck“, wie er gerne in Auslandseinsätzen getragen wird. Kann doch nicht so schwer sein! Rührt Euch! Noch ein Hinweis: Kampfanzüge gibt es generell nicht – höchsten Gefechtsanzüge. Wegtreten!

Das mit der Kleiderordnung lag uns im Magen und musste dringend geklärt werden. Zumindest war das der Wunsch eines einzelnen Lesers, dem wir hiermit nachgekommen sind. Um wirkliche Experten zu werden, haben wir gleich mal nach Bundeswehr-Klamotten gegoogelt. Es gibt da, abgesehen vom „Unterhemd Original“, durchaus schöne Sachen: Vom T-Shirt Tarn über Feldhosen bis hin zur Feldbluse flecktarn, wahlweise auch wüstentarn oder tropentarn. Nicht zu vergessen das Koppeltragegestell. So geht Bekleidungsmanagement!

Gut aussehen will künftig auch die Kitzinger Stadtverwaltung. Bekleidungstechnisch sowieso, vor allem aber bei den Arbeitsstrukturen. Man hat wohl erkennen müssen, dass die rechte und die linke Hand im Rathaus mitunter nichts voneinander wussten. Das lag, so kam beim diese Woche tagenden Hauptausschuss heraus, an mangelnder Absprache. Und an den Arbeits- und Stuhlkreisen. Die haben nun ausgedient. Hinfort damit! Dafür setzt man im Rathaus auf Projektmanagement. Das ist quasi auch ein Arbeitskreis, nur besser. Also flecktarn, wüstentarn und tropentarn auf einmal. 

Vielleicht ist ja ein Ergebnis dieser Umstellung, dass nach der erfolgreichen World-Press-Schaufenstergalerie nun eine weitere Bilderausstellung in die Läden der Kitzinger Innenstadt kommt. Im Herbst werden die Unicef-Bilder des Jahres gezeigt. Eine schöne Idee. Wenn das Projektmamagement so weitermacht, werden wir Kitzingen bis zum Beginn der Ausstellung nicht wiedererkennen.

Bis dahin, seit dieser Woche glauben wir fest daran, ist hoffentlich auch die Pandemie in die Schranken gewiesen. In dieser Woche wurde im Landkreis die 30 Prozent-Marke bei den Erstimpfungen geknackt. Der kleine Virus-Drecksack hat lange genug genervt. Am Wochenende öffnen die Museen im Landkreis wieder. Und wohl auch die Biergärten, die wir schon im Museum wähnten.

Wo Sie, liebe Leserinnen und Leser, hingehen, müssen Sie alleine entscheiden. Wir können es ja so machen: Offiziell sind wir im Museum, tatsächlich aber sitzen wir mit unserer Projektmanagement-Gruppe getarnt im Feldanzug-Grundform im Wüstentarndruck beim coronakonformen Bierchen oder einer 2019er Scheurebe halbtrocken und feiern das Leben.

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