Schwarzach

Falschparkern geht's jetzt an den Geldbeutel

Marktplatz in Stadtschwarzach: Auf diesen vier Parkplätzen vor dem ehemaligen Gasthof Kleinschnitz darf künftig nur noch eine halbe Stunde mit Parkscheibe geparkt werden.
Foto: Peter Pfannes | Marktplatz in Stadtschwarzach: Auf diesen vier Parkplätzen vor dem ehemaligen Gasthof Kleinschnitz darf künftig nur noch eine halbe Stunde mit Parkscheibe geparkt werden.

Die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) der Stadt Dettelbach hat den Zuschlag erhalten, künftig das Parkverhalten in den sechs Schwarzacher Ortsteilen zu kontrollieren und bei Bedarf Knöllchen zu verteilen. In ihrer Sitzung am Dienstag im Begegnungshaus Arche vergaben die Ratsmitglieder bei einer Gegenstimme den Auftrag an den Überwachungsdienst des Nachbarstädtchens. Sie gaben Dettelbach den Vorzug gegenüber der KVÜ der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen und der KVÜ des Zweckverbands Südostbayern aus Töging am Inn. Gegen die Beauftragung stimmte Hartmut Ratz. Er ist grundsätzlich gegen eine Überwachung des ruhenden Verkehrs, da vor allem Einheimische mit Strafen rechnen müssen.

"Wir haben in den letzten Bürgerversammlungen einen klaren Auftrag unserer Bürger zur Verkehrsüberwachung erhalten", sagte Bürgermeister Volker Schmitt. Diesem Auftrag möchte die Gemeinde nachkommen. In der Begründung pro Dettelbach hieß es, dass "aufgrund der örtlichen Nähe und der flexiblen Buchungszeiten der Beitritt zur KVÜ Dettelbach sinnvoll und zielführend ist". Durch die Aufteilung des Defizits nach dem Solidarprinzip seien die finanziellen Risiken für die Gemeinde überschaubar. Die Angestellten des Dettelbacher Überwachungsdienstes sind aktuell bereits für den ruhenden Verkehr in Volkach, Gerolzhofen, Prichsenstadt und Marktbreit zuständig. Die Ordnungshüter werden in den kommenden Monaten alle Hände voll zu tun haben, wurden doch nach einem Ortstermin des Gemeinderats an mehreren Stellen Schwarzach neue Halte- und Parkverbotszonen erlassen.

Viele Kunden finden wegen Dauerparkern keinen Parkplatz

Die Neuerungen betreffen die Kitzinger Straße in Hörblach gegenüber der Aral-Tankstelle sowie gegenüber dem Gasthof "Schwarzes Roß" (eingeschränktes Halteverbot). Am Eingangsbereich zum Stadtpark in der Wiesenleite in Stadtschwarzach hat der Bauhof zwei Parkplätze mit Nägeln markiert und das Verbotsschild für die Durchfahrt entsprechend nach hinten versetzt. In der Würzburger Straße in Stadtschwarzach wurde an der Einmündung der Kolpingstraße und am Anwesen Würzburger Straße 9 (ehemals Edeka-Kieser) ein Halteverbotsbereich mit gezackten Linien angebracht. In der Schweinfurter Straße in Stadtschwarzach gegenüber dem Reitsportgeschäft Steet darf künftig nur noch ein Fahrzeug auf dem Gehweg parken. Dort wurde ein Parkplatz eingezeichnet. "Für die Markierung von zwei Stellplätzen war das erforderliche Mindestmaß nicht gegeben", bedauerte Bürgermeister Volker Schmitt.

Eine neue Parkregelung gibt es künftig auch am Marktplatz in Stadtschwarzach. Vier Kurzzeitparkplätze (Parkscheibe) werden vor dem ehemaligen Gasthof Kleinschnitz eingerichtet. Der Hintergrund: Die Ansiedlung einer Bäckerei, eines Getränkemarktes und einer Apotheke haben die Frequenz der Kundenbesuche erhöht. Viele Kunden finden wegen Dauerparkern keinen Parkplatz. Die Kurzparkzeit von höchstens 30 Minuten beschränkt sich auf die Dauer der Geschäftsöffnungszeiten von acht bis 18 Uhr von Montag bis Freitag. Johanna Sendner gab zu bedenken, dass die Kurzzeitregelung überwacht werden muss, sonst ergebe sie keinen Sinn. Thomas Weckert meinte: "Wir sollten auch an die Vernunft der Bürger appellieren."

Gottesdienste einer evangelischen Freikirche in Stadtschwarzach

Auf einem privaten Grundstück im Gewerbegebiet "Südlich der B22" in Stadtschwarzach (Gewerbering-Nord 19) will eine evangelische Freikirche "The river of joy" Gottesdienste abhalten. "Das sind immer so zehn bis 20 Leute", erläuterte Bürgermeister Schmitt und erinnerte an die Religionsfreiheit. Die Gottesdienstzeiten sind mittwochs von 18 bis 20.30 Uhr und am Sonntag um die Mittagszeit. Pater Christoph Gerhard meinte dazu: "Es gibt aktuell keinen Grund das Vorhaben abzulehnen. Erst einmal gelassen abwarten." Bis auf Maria Fieber stimmten alle Ratsmitglieder dem formlosen Antrag zu.

Der Gemeinderat hat eine Klarstellungssatzung (Teil einer Ortsabrundungssatzung) für den Bereich "Ägidiusweg" in Gerlachshausen erlassen. Die Grundstücke müssen auf eigene Kosten über die Grundstücke der Vorderlieger an der Schweinfurter Straße erschlossen werden.

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