Volkach

Feinschliff: Neue Volkacher Kirchenorgel auf der Zielgeraden

Es dauert bis eine neue Orgel klingt wie sie soll. In Volkach werden gerade 1000 Ventile aufeinander abgestimmt. Kirchenmusikdirektor Gregor Frede ist schon jetzt begeistert.
Kirchenmusikdirektor Gregor Frede von der Diözese Würzburg ist begeistert von der neuen dreimanualigen Vleugels-Orgel in der Volkacher Pfarrkirche Sankt Bartholomäus.
Foto: Peter Pfannes | Kirchenmusikdirektor Gregor Frede von der Diözese Würzburg ist begeistert von der neuen dreimanualigen Vleugels-Orgel in der Volkacher Pfarrkirche Sankt Bartholomäus.

Es sind nur noch Feinjustierungen, die die Mitarbeiter der Orgelbaufirma Vleugels zurzeit an der neuen Kirchenorgel in Volkacher Pfarrkirche Sankt Bartholomäus vornehmen. Gelegentlich können Passanten in der Altstadt schon die majestätischen Klänge der dreimanualigen Orgel hören, die durch die dicken Mauern, Fenster und verschlossenen Türen nach draußen dringen. "Zur Einweihung wird die Orgel fertig sein", versichert Kirchenmusikdirektor Gregor Frede, Leiter der Kirchenmusik in der Diözese Würzburg.

Frede ist amtlicher Sachverständiger für die neue Orgel und wird bei der Orgelweihe selbst in die Tasten greifen. Um beim Start in ein neues Klangzeitalter in dem Gotteshaus die Vielfalt und Schattierungen des Kircheninstruments zu demonstrieren, spielt Frede beim Weihgottesdienst solo und im Duett mit dem Trompeter Würzburger Stadttheater Johannes Mauer. Auch wenn die Gottesdienstbesucher wegen Corona nicht mitsingen dürfen, ist sich der Kirchenmusikdirektor sicher, dass die Orgel die verschiedensten Stimmungen verbreiten wird.

Dieser alte Windladenzettel wurde auf der Empore der Volkacher Pfarrkirche gefunden. Er ist die Visitenkarte des einstigen Orgelbauers von 1757.
Foto: Peter Pfannes | Dieser alte Windladenzettel wurde auf der Empore der Volkacher Pfarrkirche gefunden. Er ist die Visitenkarte des einstigen Orgelbauers von 1757.

Ursprünglich stand auf der Empore der Kirche eine Orgel von 1757. Erhalten blieben laut Frede die historische Vorderfront des Gehäuses, das dortige Pfeifenmaterial und ein Windladenzettel. "Das ist quasi die Visitenkarte des damaligen Orgelbauers", erklärt der Sachverständige. Weiterhin zu sehen sind alte Registerschilder von einer Nachfolgeorgel um 1900. Die ursprüngliche Orgel war also um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) ersetzt worden, wobei bei allen Umbauarbeiten die Front und die Pfeifen erhalten blieben.

Der Feinschliff von 1000 Ventilen

Nach dem Zweiten Weltkrieg ersetzte eine Nachkriegsorgel aus minderwertigem Material aber mit hochwertiger Handwerksleistung das bisherige Instrument, blickt Frede zurück. Mit der neuen Orgel, die Fachleute der Orgelmanufactur Vleugels aus Hardheim für eine halbe Million Euro installieren, wurde nun hinter der wertvollen historischen Front ein technischer Neubau erstellt. Neu sind Gerüst und Lagerwerk, Wind- und Ventiltechnik, Lagerungen, Pfeifenmaterial und Spieltisch.

"Es ist alles fertig, jetzt kommen noch der Feinschliff und Justierungen von tausend Ventilen", zieht Frede Bilanz. Gespielt hat er die neue Vleugels-Orgel mit drei Manualen und 29 Registern auch schon. "Super schön" lautet sein erster Eindruck. Am vierten Adventssonntag werden sich die Kirchenbesucher vom feinen Klang der Orgelpfeifen überzeugen können. Um zehn Uhr beginnt der Weihgottesdienst mit Weihbischof Ulrich Boom und Pfarrer Johannes Hofmann. Wer den Auftakt miterleben möchte, muss sich wegen den Corona-Vorschriften bei der Kirchenverwaltung unter 09381/2476 anmelden.

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