Volkach

Heiko Bäuerlein ist Volkachs neuer Bürgermeister

Es war ein enges Rennen in Volkach, das Heiko Bäuerlein für sich entschieden hat. Der Mann von der CSU setzte sich gegen Udo Gebert (FWG) durch. Er unterbricht eine Serie.
Heiko Bäuerlein hat die Stichwahl in Volkach knapp gewonnen. Der CSU-Kandidat unterbricht damit die Vorherrschaft der Freien Wähler in Volkachs Bürgermeisteramt.
Foto: Ilona Müller, IM-Foto | Heiko Bäuerlein hat die Stichwahl in Volkach knapp gewonnen. Der CSU-Kandidat unterbricht damit die Vorherrschaft der Freien Wähler in Volkachs Bürgermeisteramt.

Die Volkacher haben es am Sonntagabend besonders spannend gemacht, bis in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt um 20.30 Uhr der letzte von vier Stimmbezirken ausgezählt war: Heiko Bäuerlein (CSU) heißt Volkachs neuer Bürgermeister. Er erreichte 2820 Stimmen (50,7 Prozent) und setzte sich mit nur 74 Stimmen mehr gegen Udo Gebert (49,3 Prozent, FWG) durch. 5606 von 7215 wahlberechtigeten Volkachern nahmen an der Stichwahl teil, das entspricht einer Quote von 77,7 Prozent.

Passender Kugelschreiber: Volkachs neuer Bürgermeister Heiko Bäuerlein (CSU) hat noch am Sonntagabend der Stichwahl unterschrieben, dass er die Wahl annimmt.
Foto: Heiko Bäuerlein | Passender Kugelschreiber: Volkachs neuer Bürgermeister Heiko Bäuerlein (CSU) hat noch am Sonntagabend der Stichwahl unterschrieben, dass er die Wahl annimmt.

Volkachs neuer Bürgermeister freute sich über den knappen Wahlsieg, schob am Telefon aber gleich hinterher: "Wir haben wahnsinnige Aufgaben vor uns." Zudem sei er angesichts der Corona-Krise derzeit recht demütig; das dämpfe die Freude. Zu dem Zeitpunkt hatte der 46-Jährige soeben im Rathaus unterschrieben, dass er die Wahl annimmt. Damit unterbricht Bäuerlein die Reihe der FWG-Bürgermeister, die Volkach seit Kriegsende führten.

Volkachs neuer Bürgermeister Heiko Bäuerlein (CSU) schaute am Wahlabend kurz im Rathaus vorbei und unterschrieb dort, dass er die Wahl annimmt.
Foto: Katja Eden | Volkachs neuer Bürgermeister Heiko Bäuerlein (CSU) schaute am Wahlabend kurz im Rathaus vorbei und unterschrieb dort, dass er die Wahl annimmt.

Zum Wahlausgang sagte er: "Ich hatte damit gerechnet, dass es eine enge Kiste wird." Bis zum Endergebnis hatte sein Konkurrent Gebert die Nase vorn gehabt. Erst mit der Auszählung des letzten Stimmbezirks schob sich der CSU-Kandidat nach vorne. Den Abend hatte der Polizeiamtsrat mit seiner Familie verbracht. Dann folgte ein kurzer Abstecher ins Volkacher Rathaus. "Wenn Feiern wieder möglich ist, wird das nachgeholt."

Gebert nimmt Ergebnis gefasst auf

Der unterlegene Kandidat Gebert nahm das Ergebnis enttäuscht, aber gefasst auf: "Das Leben geht weiter." Er hätte nicht gedacht, dass es so knapp ausgeht. "Das hätte in beide Richtungen gehen können." Nun werde er ein Glas Wein trinken mit seiner Frau und erst einmal alles sacken lassen.

Udo Gebert (FWG) unterlag seinem bisherigen Stadtratskollegen Heiko Bäuerlein denkbar knapp.
Foto: Barbara Herrmann | Udo Gebert (FWG) unterlag seinem bisherigen Stadtratskollegen Heiko Bäuerlein denkbar knapp.

In einem Punkt sind sich die beiden Stichwahl-Kandidaten jedenfalls einig: Im Volkacher Stadtrat hat sich viel verändert, das wird eine Herausforderung. Zehn neue Mitglieder seien es, sagte Gebert. "Wir müssen schauen, wie sich das alles harmonisiert."

Ferienausschuss diskutiert über den Haushalt

Noch unter alter Führung von Peter Kornell wird sich diese Woche der Volkacher Ferienausschuss treffen, um unter anderem den Haushalt zu besprechen. "Am Donnerstag geht die Arbeit weiter", betonte darum auch Bäuerlein. "Wir müssen jetzt zusammenarbeiten, das wird sehr, sehr spannend." Bäuerlein und Gebert haben – wenn auch in anderen Rollen – darin schon Übung: Der CSU-Fraktionsvorsitzende saß bereits drei Perioden im Stadtrat, sein Kollege von den Freien Wählern seit zwei Perioden.

Der neue Bürgermeister hat in Volkach einige Großprojekte zu stemmen: Das bekannteste ist wohl die dringend notwendige Sanierung des Freibads, aber auch die Reaktivierung der Mainschleifenbahn und die Schaffung von neuem Wohnraum dürften ganz oben auf der Agenda stehen.

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