Kitzingen

Kitzinger Stadtrat stimmt für Ausbau des Bleichwasen-Parkplatzes

Kitzingen will 2021 ein Innenstadt-Konzept erarbeiten. Dazu gehört, am Rande der Innenstadt attraktive Parkplätze zu schaffen. Der Bleichwasen spielt dabei eine wichtige Rolle.
So könnte der Parkplatz am Bleichwasen in Kitzingen-Etwashausen künftig aussehen. Die provisorische Schotterfläche soll in Zukunft ausgebaut werden.
Foto: Stadtverwaltung Kitzingen | So könnte der Parkplatz am Bleichwasen in Kitzingen-Etwashausen künftig aussehen. Die provisorische Schotterfläche soll in Zukunft ausgebaut werden.

Der Schotterparkplatz auf dem Kitzinger Bleichwasen im Stadtteil Etwashausen ist kein Schmuckstück: bei Trockenheit staubig, bei Regen gibt es Pfützen, nachts wenig Licht. Die Parkfläche unterhalb der Gaststätte "Walfisch" in Richtung Main gelegen ist für die Kleine Landesgartenschau 2011 provisorisch hergerichtet worden. Seitdem liegt sie im Dornröschenschlaf. Das soll sich ändern. Die Frage ist nur: wann?

Nach mehreren vergeblichen Anläufen in den vergangenen Jahren schaffte es das Thema nun wieder auf die Tagesordnung des Stadtrats. Das Bauamt hatte dafür einen Plan erstellt, den Hilmar Hein den Räten erläuterte. Aus Sicht der Stadtverwaltung müssen zwei benachbarte Gewächshäuser abgebrochen werden, um mehr Platz zu schaffen. 

179 Parkplätze möglich

Auf der vergrößerten Fläche wären dann 179 Parkplätze möglich. Dazu kämen vier Stellplätze für Behinderte und sieben für Busse. Dafür soll der Busparkplatz neben der Feuerwehr-Zufahrt an der Konrad-Adenauer-Brücke aufgegeben werden.

Die Haupterschließung des ausgebauten Parkplatzes soll von der Nordtangente aus möglich sein. Die Straße Bleichwasen soll einen zusätzlichen Gehweg erhalten, was die Fahrbahnbreite zwar auf 4,90 Meter verengen würde, aber ausreichend für Begegnungsverkehr wäre. Außerdem kann sich die Stadtverwaltung einen neuen Geh- und Radweg in Richtung Gaststätte "Walfisch", Schwarzacher Straße, vorstellen.

Im Zuge des Ausbaus ist auch an eine öffentliche Toilettenanlage gedacht, heutzutage behindertengerecht. Ladesäulen für E-Bikes samt Gepäck-Safe sollen das Angebot abrunden. Bei dieser Gelegenheit könnte auch gleich der Containerstellplatz neu geordnet werden. Im Gegensatz zur heutigen grauen Schotterfläche will die Stadtverwaltung die Parkplätze künftig mit 150 Hochstämmen begrünen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Fläche im Hochwassergebiet liegt, ein wichtiges Thema für die möglichen elektrischen Ladesäulen.  

Parkplatz könnte auch Festplatz sein

Aus Sicht der Verwaltung könnte die Fläche auch als Festplatz genutzt werden. Eine entsprechende Infrastruktur ließe sich berücksichtigen. Laut Hein sei für den Ausbau der Parkplätze mit Kosten von etwa 1,85 Millionen Euro zu rechnen. Trotzdem ist nicht daran gedacht, künftig Gebühren zu verlangen. Die Bauzeit würde acht Monate betragen, hat das Bauamt überschlagen. Ein möglicher Baubeginn wäre im Herbst 2021, wenn der Stadtrat die Gelder bewilligt.

Diese Frage tauchte tatsächlich in der Diskussion im Gremium auf. Während Oberbürgermeister Stefan Güntner und Stadtentwicklungsreferent Thomas Rank (beide CSU) dringenden Handlungsbedarf sahen, stellte Klaus Heisel (SPD) angesichts der durch Corona-Folgen knappen Kassen eine Investition von fast zwei Millionen Euro in Frage. Der Parkplatz würde dadurch zwar schöner, aber es gebe keine wesentliche Mehrung an Stellflächen für die Fahrzeuge. OB Güntner wandte ein, dass die Stadt mit einer 60-prozentigen Förderung rechnen könne. Und Bauamtsleiter Oliver Graumann sieht in der Anlage attraktiver Parkplätze rund um die Innenstadt eine Voraussetzung für das künftige Innenstadtkonzept. 

Große Mehrheit für Ausbau

Grundsätzlich ließ sich im Rat viel Sympathie für die Planung des Bauamts erkennen. Auch hatten noch einige Mitglieder Ergänzungs- oder Veränderungsvorschläge. Doch diese würden sowieso erst dann einfließen, wenn der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsverhandlungen fürs nächste Jahr Prioritäten setzt und der Parkplatz tatsächlich berücksichtigt würde. Das Gremium stimmte bei einer Gegenstimme von Klaus Christof (KIK) dafür, den Ausbau der Parkplätze in den Haushalt einzuplanen. Ob das Projekt im Zuge der wohl noch nötigen Sparmaßnahmen dann auch tatsächlich angegangen wird, werden die nächsten Monate zeigen.

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