Kitzingen

Landkreis Kitzingen sammelt Verpackungen

Auch in diesem Herbst sammelt der Landkreis Kitzingen wieder Agrarfolien und Kunststoff-Pflanzenschutzverpackungen. Die Aktion findet vom 3. bis 5. November im Kompostwerk Klosterforst statt und richtet sich ausschließlich an landwirtschaftliche Betriebe. Annahmezeiten sind von 9 bis 17 Uhr, teilt das Kitzinger Landratsamt mit.

Erntekunststoffe (Agrarfolien) können in drei Fraktionen abgegeben werden. Dabei zählen Silo-Folien und -schläuche zur ersten Fraktion. Zu einer weiteren Fraktion werden Stretch- beziehungsweise Wickel- und Netzersatzfolien von Silageballen gezählt. Neu ist, dass nun als dritte Fraktion auch Ballennetze abgegeben werden können. Die Ballennetze sind bereits an der Betriebsstätte in separaten Säcken zu erfassen. Diese drei Fraktionen müssen getrennt voneinander besenrein und frei von Fremdstoffen sein. Außerdem dürfen sie nicht länger als drei Meter am Stück sein und müssen fest gebündelt angeliefert werden.

Nicht angenommen werden verschmutzte Folien, Mischfolien sowie Mulch-, Spargel- und Erdbeerlochfolien. Auch Folien, die mit Eisen, Holz oder Reifen vermischt sind, sämtliche Verpackungsfolien, Big-Bags, Planen mit Faserstruktur sowie Luftpolsterfolien müssen abgewiesen werden.

Freimenge von 250 Kilogramm

Der erste Kubikmeter (entsprechend 250 Kilogramm) kann kostenfrei abgegeben werden (Freimenge). Für größere Mengen wird – nach Abzug der Freimenge – eine Gebühr von 92,60 Euro/Tonne erhoben. Gewogen wird am Kompostwerk. Gezahlt werden kann laut Pressemitteilung sofort oder per Überweisung.

Schließen sich mehrere Abfallerzeuger zu einer gemeinsamen Lieferung zusammen, so kann die Freimenge von 250 Kilogramm je Erzeuger abgezogen werden. Voraussetzung ist eine von allen Abfallerzeugern ausgefüllte und unterschriebene Anlieferliste. Diese Liste gibt es zum Herunterladen unter www.abfallwelt.de/abfaelle/kunststoffabfaelle/folien-und-hohlkoerper/

Damit das Rücknahmesystem Pamira eine sichere und umweltgerechte Entsorgung und Wiederverwertung der zurückgenommenen Pflanzenschutzmittelverpackungen gewährleisten kann, sind bei der Abgabe einige Dinge zu beachten: Alle Verpackungen für Pflanzenschutzmittel müssen bei der Abgabe restentleert, sorgfältig ausgespült, offen, trocken und innen und außen sauber sein. Die Verschlussdeckel werden separat angenommen. Behälter mit einem Volumen von über 50 Liter müssen mittig durchtrennt sein. Es werden auch von Pamira lizensierte, volumenflexible Verpackungen wie Säcke, Beutel und Schachteln aus Kunststoff und Papier angenommen. Die Annahme dieser Verpackungen ist mengenunabhängig und kostenfrei.

Keine Kanister oder Fässer für Motorenöl

Nicht angenommen werden Kanister und Fässer für Motorenöl, Lebensmittel oder sonstige, nicht lizensierte Verpackungen. Bei der Anlieferung werden die Verpackungen durch geschultes Personal geprüft. Sollten die Annahmebedingungen nicht erfüllt sein, müssen Anlieferungen zurückgewiesen werden.

Hartkunststoffabfälle, wie beispielsweise leere (Bau-)Eimer, Kisten, Wassertonnen, Haushaltswannen, Wäschekörbe, Gießkannen, Gartenmöbel und Spielsachen, können dagegen ganzjährig und kostenfrei am Wertstoffhof des Landkreises im Technologiepark conneKT angeliefert werden. Kanister für Stallreiniger oder ähnliche gewerbliche Anwendungen sind hingegen kein Fall für den Wertstoffhof. Diese entsorgt man fachgerecht über das jeweilige Lizenzsystem (Entsorgungspartner) des Herstellers.

Auch der Landkreis Kitzingen möchte vermeiden, dass das Serviceangebot an seinen Entsorgungsanlagen aufgrund von Infektionen oder Quarantänemaßnahmen des Personals eingeschränkt werden muss. Aus diesem Grund sind zum Schutz vor dem Coronavirus an den Entsorgungsanlagen Kompostwerk Klosterforst, Wertstoffhof Kitzingen und Bauschuttdeponien Iphofen und Effeldorf die aktuellen Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln konsequent einzuhalten.

Weitere Informationen zu dieser Sammlung sowie zu den Annahmebedingungen gibt es für die Erntekunststoffe unter www.erde-recycling.de sowie für Pflanzenschutzverpackungen unter www.pamira.de. Darüber hinaus hilft auch der Abfallberater am Landratsamt Kitzingen unter Tel.: (09321) 9281234 oder per E-Mail an: abfall@kitzingen.de weiter.

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