Volkach

Mainschleifenbahn mit begrenztem Platzangebot unterwegs

Bis auf weiteres ist der Motorwagen des Triebwagen-Oldtimers alleine auf der Nebenbahn unterwegs, Fahrräder können nicht mitgenommen werden.
Foto: Gerhard Bauer | Bis auf weiteres ist der Motorwagen des Triebwagen-Oldtimers alleine auf der Nebenbahn unterwegs, Fahrräder können nicht mitgenommen werden.

Der Förderverein Mainschleifenbahn (MSB) wählte im Schelfenhaus in Volkach eine neue Vorstandsmannschaft.

Unter der Wahlleitung von Konrad Schliephake bestätigten die 22 Stimmberechtigten Christian Oßwald als Vorsitzenden. Er wird zukünftig von Karl Heinz Sauer vertreten. Wieder gewählt wurden Schatzmeister Bernd Obergruber und Schriftführer Marcel Skirde. Im Beirat sitzen Thomas Benz und Wolfgang Schramm, die Kasse prüfen Jens Kastner und Elke Oßwald.

Aus dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden wurde eine von Corona geprägte Saison ersichtlich, die erst im September begann und Mitte Oktober endet.

Nikolausfahrten fallen aus

Da sich der Steuerwagen mit Fahrradabteil noch in der Revision in Zell befindet und erst kommendes Jahr fertiggestellt werden kann verkehrt der Motorwagen vorläufig alleine. Schweren Herzens muss das Personal immer wieder Fahrradtouristen abweisen, da keine Transportmöglichkeit besteht. "Wichtig ist, dass wir überhaupt fahren", unterstrich Oßwald, dass die Pandemie den Verein nicht umhauen werde. Allerdings werde es weiterhin keine Platzreservierungen geben und selbst die beliebten Nikolausfahrten fallen aus. In der vergangenen Saison beförderte die MSB rund 11000 Fahrgäste.

Den Förderverein Mainschleifenbahn führen (von links): Marcel Skirde, Christian Oßwald, Karl Heinz Sauer und Bernd Obergruber.
Foto: Gerhard Bauer | Den Förderverein Mainschleifenbahn führen (von links): Marcel Skirde, Christian Oßwald, Karl Heinz Sauer und Bernd Obergruber.

Zur Reaktivierung der Nebenbahn erklärte Wolfgang Schramm, dass dieses Vorhaben dank des Fachgutachtens Schliephake ins Rollen gekommen sei. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) sei bei der Überprüfung des Gutachtens auf die gleichen Werte gekommen wie Schliephake.

Neue Betriebsgesellschaft

Nun gründe sich eine neue Betriebsgesellschaft mit den Landkreisen Kitzingen und Würzburg an führender Stelle, daran beteiligt die anliegenden Gemeinden und der MSB als Mitgesellschafter. Schramm rechnet mit etwa fünf Jahren Laufzeit bis zum Wiederaufbau der Weiche in Seligenstadt und der Betriebseröffnung. Zunächst aber müsse die BEG grünes Licht geben.

Die neue Gesellschaft mit einem Stammkapital von 100 000 Euro wird die Betriebsleitung übernehmen, wie Oßwald erklärte, damit gehe das Inselbahndasein zu Ende. Der touristische Betrieb mit der Triebwagengarnitur obliege dann der MSB-Betriebsgesellschaft, die ihre Bahnstrecke an die neue Gesellschaft verpachtet und sich mit ihrem Gelegenheitsverkehr mit dem öffentlichen Bahnverkehr abstimmen muss.

Die Haltepunkte sowie deren Verkehrsanbindung ist Sache der Kommunen Stadt Volkach, Markt Eisenheim und Prosselsheim, deren Investitionen wie das Einrichten von P+R-Flächen und Wegen jedoch förderfähig sind. Normgerechte Bahnsteige sind Sache der Infrastrukturgesellschaft.

Die Mitglieder stimmten dem Beitritt zur neuen Betriebsgesellschaft einstimmig zu.

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