Schwarzach

Entlang der B 22: Radweg von Schwarzach nach Kitzingen als Vision

Optimistisch und mit Visionen blickt Volker Schmitt in die Zukunft. Sorgenfalten bereitet Schwarzachs Bürgermeister aber die anstehende Generalsanierung der Grundschule, die zehn Millionen Euro verschlingt.
Foto: Peter Pfannes | Optimistisch und mit Visionen blickt Volker Schmitt in die Zukunft. Sorgenfalten bereitet Schwarzachs Bürgermeister aber die anstehende Generalsanierung der Grundschule, die zehn Millionen Euro verschlingt.

Positive Entwicklungen in der Marktgemeinde in den vergangenen zwölf Monaten und visionäre Zukunftsgedanken kennzeichneten die Jahresabschlussrede von Schwarzachs Bürgermeister Volker Schmitt am Dienstag im Gemeinderat. Eine niedrige Pro-Kopf-Verschuldung zeugt zum Jahresende davon, dass die Gemeindeoberen sparsam gewirtschaftet haben.

Den Blick in die Zukunft richtete das Gemeindeoberhaupt gen Große Kreisstadt. Gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt Kitzingen möchte Schmitt von Hörblach einen Radweg möglichst entlang der Bundesstraße 22 nach Kitzingen bauen. "Wir haben bereits gemeinsam einen Brief an das Staatliche Bauamt verfasst", berichtete Schmitt über die gemeinsame Aktion mit Landrätin Tamara Bischof und Oberbürgermeister Stefan Güntner. Antwort aus Würzburg hat er noch nicht.

Hohe Eigenkosten 

Während Schwarzach finanziell momentan noch auf Rosen gebettet ist, wird sich die Situation in den kommenden Jahren merklich verändern. Die Generalsanierung der Grundschule Schwarzach kostet etwa zehn Millionen Euro. Ein dicker Batzen, der die Marktgemeinde an die Grenze des Stemmbaren bringt. Trotz hoher staatlicher Zuschüsse von 4,2 Millionen Euro bleibt Schwarzach nach Abzug von einer Million Fremdmittel auf Eigenkosten von 4,8 Millionen Euro sitzen. Das Projekt wirkt sich vor allem auch auf die Verschuldung je Einwohner aus. Liegt die Pro-Kopf-Verschuldung aktuell noch bei niedrigen 227 Euro, so steigt sie schon im kommenden Jahr auf 620 Euro je Einwohner.

Die Schule wird nach der Sanierung fit für die Zukunft sein. In die Digitalisierung der Grundschule hat die Gemeinde schon 26 000 Euro investiert. Darunter sind acht Beamer, ein interaktiver Großbildschirm und 18 Tablets. Auch die drei Kindergärten sind auf dem neuesten Stand und fast voll belegt. Deshalb blickt Schmitt grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. Das Wort "Nachhaltigkeit" habe das zurückliegende Jahr bei den Entscheidungen im Gemeinderat geprägt. Man habe es in diesem Jahr geschafft, der nächsten Generation eine gute Basis zu überlassen.

Ein weiterer Eckpunkt von Schmitts Bilanz war die Ortsdurchfahrt Düllstadt. Im kommenden Jahr könnte dort die Dorferneuerung geplant, ein Jahr später gebaut werden. Wäre da nicht der bevorstehende sechsspurige Ausbau der A3, der die Umleitungsstrecke wohl durch Düllstadt führen wird. Der Supermarkt von Tegut soll im April eröffnen. "Da lassen wir uns einmal überraschen", so Schmitt. Die neue Tagespflegeeinrichtung der Caritas in Gerlachshausen eröffnet im Mai.

Der Sandabbau in Hörblach werde laut LZR Ende 2025 abgeschlossen. Ideen für eine Folgenutzung sind laut Schmitt schon da. Im kommenden Jahr sollen die ersten Planungen beginnen. "Das wird eine schwere Aufgabe", sagte der Ortschef. Die Hörblacher Bevölkerung will er bei den Planungen mit ins Boot nehmen.

Belebter Mittelpunkt

Zum Abschluss freute sich Schmitt über die gelungene Ortsverschönerung am Stadtschwarzacher Marktplatz: "Wir haben hier wieder einen belebten Mittelpunkt im Ort." Thomas Weckert (CSU, Klosterliste und Düllstädter Liste) und Hartmut Ratz (FCW) dankten dem Bürgermeister, der Verwaltung und ihren Ratskollegen für das gemeinsame verantwortungsbewusste Handeln und das konstruktive Miteinander. "Gute Lösungen zum Wohl der Bürger sind uns immer gelungen", betonte Ratz.

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