Kitzingen

Satirischer Wochenrückblick: Impfen? – Aua, das tut weh!

Ein kleiner Piks für einen Menschen, aber ein großer Fortschritt für die Menschheit! Rauf-, Runter- und Quergedanken zum Impfstart sind das Thema unserer Glosse "Die Woche".
Zwei Mal ein Piks in den Oberarm: Das war's mit der Schutzimpfung gegen Corona.
Foto: Patrick Pleul, dpa | Zwei Mal ein Piks in den Oberarm: Das war's mit der Schutzimpfung gegen Corona.

Zugegeben: Es tut einen kleinen Moment lang weh, wenn man die Nadel in den Oberarm gedrückt bekommt. Aber der kleine Piks für einen Menschen ist ein großer Fortschritt für die Menschheit. Nicht nur, dass wir hoffen können, mit dem Piks (und einer Wiederholung nach drei Wochen) das Coronavirus aus unserem Leben verbannen zu können. Nein, wir werden auch all die anderen Krankheiten und Gebrechen los, mit denen wir uns in den vergangenen Monaten herumschlagen mussten und die uns sehr viel Aua bereitet haben:

Schulen und Lehrer müssen nicht mehr befürchten, dass ihre mangelhaften Digitalfähigkeiten länger öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Ministerpräsidenten der Länder brauchen nicht mehr tagelang zu diskutieren, ohne sich auf gemeinsame Regeln einigen zu können. Das bayerische Gesundheitsministerium wird nicht mehr gefragt, warum es nicht in der Lage ist, einen Impfstart so zu organisieren, dass alle Beteiligten rechtzeitig Bescheid wissen, was wann wie auf sie zukommt. Und ganz viele Menschen müssen nicht mehr unendlich viele Dokumente lesen!

Alle Schwächen werden weggeimpft

Ja, überhaupt werden sich all unsere menschlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten nach der Impfung in Luft auflösen. Das ist eine der bisher nicht ausgiebig erforschten Nebenwirkungen. Ist Corona erst einmal weggeimpft, verschwinden auch diese Leute wie von selbst: Wogegen sollen sich Querdenker dann noch querstellen?

Blicke in heimische Wohn-, manchmal sogar Schlafzimmer bleiben uns dann erspart, weil es keine Videokonferenzen mehr gibt. Und damit auch die Kinder, Hunde und Katzen, die immer mal ungefragt durchs Kamerabild spaziert sind.

Am Ende wird die Impfung auch ein anderes schweres Leiden bekämpfen, das vielen große Schmerzen verursacht: das Fernweh. Ist schon ein echtes Wundermittel, dieses neue Comirnaty, wie Biontech/Pfizer ihren Impfstoff BNT162b2 neuerdings nennen. Der Name ist die zusammengequetschte Abkürzung von Covid-19, mRNA, Community (Gemeinschaft) und Immunity (Immunität).

Klingt kompliziert? – Merken Sie sich einfach: Komm-mir-nah-Du! Nach dem Piks ist das nämlich bald wieder erlaubt. Und das sollte uns ein kleines Aua wert sein!

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Kitzingen und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Kitzingen
Andreas Brachs
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit
Covid-19
Glosse Kitzingen
Impfstoffe
Impfungen
Menschheit
Schmerzen und Schmerzmedizin
Öffentlichkeit
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!