Dimbach

Waldgang stieß auf viel Interesse

Fit für den Klimawandel: Die Mischung von alten Buchen und hochwertigen Eichen – hier bei Dimbach – ist laut Revierleiter Max Bartholl vergleichsweise resistent gegenüber den Herausforderungen der klimatischen Zukunft.
Foto: Timo Renz | Fit für den Klimawandel: Die Mischung von alten Buchen und hochwertigen Eichen – hier bei Dimbach – ist laut Revierleiter Max Bartholl vergleichsweise resistent gegenüber den Herausforderungen der ...

Auf reges Interesse der Waldbesitzer rund um Dimbach stieß vor Kurzem der Waldbegang, zu dem das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen eingeladen hatte. Es versammelten sich über 80 Teilnehmer an der Verbindungsstraße Volkach-Dimbach, um auf der gut zweistündigen Tour von Revierleiter Max Bartholl Wissenswertes zur Waldbewirtschaftung zu erfahren.

Der Förster stellte, unterstützt von seinem Kollegen Timo Renz, an drei exemplarisch ausgewählten Punkten aktuelle Herausforderungen der Waldbewirtschaftung vor, wie es in einem Presseschreiben heißt. Diese könnten nur erfolgreich angegangen werden, wenn Waldbesitzer, Jäger und Förster zusammen arbeiten.

Der erste Punkt zeigte einen vergrasten Eichenreinbestand aus Stockausschlag mit kniehoher Eichenverjüngung. Die Waldbesitzer sollten in solchen Situationen vorsorglich Baumarten wie Hainbuche und Rotbuche in Wälder einbringen, die weniger Licht durch ihre Kronen zum Boden durchlassen, um starke Unkrautbildung zu vermeiden.

Das Vorgehen zeigte Bartholl an einer von ihm angelegten Demonstrationsfläche. Auch schädlichen Insekten soll durch den Schattenwurf und die damit verbundene Abkühlung eine allzu starke Vermehrung erschwert werden. Der Revierleiter zeigte am zweiten Punkt, was passieren kann, wenn die schattenspendenden „Zauberstäbe“ unter den Kronen der Hauptbaumarten fehlen. Es waren mehrere abgestorbene Eichen und starke Verbuschung zu sehen.

Gegenmittel laut Bartholl ist die Pflanzung von schnellwüchsigen Baumarten wie Kirsche, Spitzahorn, Bergahorn, Elsbeere oder Douglasie. Die Eindämmung der Büsche stelle den Waldbesitzer in den ersten Jahren vor eine große Aufgabe. Zur Frage nach der Holzvermarktung verwies der Förster auf die Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen, die Kleinmengen bündle.

Der letzte Waldabschnitt, der besucht wurde, bestand aus alten Rotbuchen in Mischung mit qualitativ hochwertigen Eichen. Diese Mischung bewirkt nach Bartholl eine erhöhte Resistenz des Waldes im Klimawandel und gebe dem Eigentümer mehr waldbaulichen Handlungsspielraum.

An den einzelnen Punkten wurden die Fragen der Teilnehmer genauer erläutert. Bartholl verwies dem Pressetext zufolge auch auf die Möglichkeit einer kostenlosen Einzelberatung der Waldbesitzer durch die Forstverwaltung.

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Harald Meyer
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