Kitzingen

Warum die Freibäder trotz kurzer Saison zufrieden sind

Nur halb so viele Gäste wie im Vorjahr, viele Auflagen und trotzdem eine erfolgreiche Saison. Die Freibäder im Landkreis sind geschlossen und ziehen ein Fazit.
Im Kitzinger Freibad gab es dieses Jahr nur eine verkürzte Corona-Saison.
Foto: Berthold Diem | Im Kitzinger Freibad gab es dieses Jahr nur eine verkürzte Corona-Saison.

Besser spät als nie, dachten sich wohl die drei Freibäder, die im Landkreis Mitte Juni wegen der Corona-Pandemie etwas verspätet die Saison eröffneten. Und trotz der verspäteten Eröffnung ziehen die Freibäder in Abtswind, Markt Einersheim und Kitzingen eine positive Bilanz. Zwar gingen die Besucherzahlen im Corona-Jahr stark zurück, doch mit den Auflagen gab es keine Probleme. Die Registrierung der Gäste und die Einhaltung der Abstandsregeln funktionierten, berichten die Bäder übereinstimmend.

Am Sonntag war der letzte Badetag im Kitzinger Freibad auf der Mondinsel und zum Ende der Saison lässt sich feststellen: Es waren deutlich weniger Gäste als im vergangenen Jahr; wie viele letztlich kamen, konnte das Bad am Montag noch nicht sagen. 2019 waren es knapp 60 000 Badende. Doch die Gäste, die kamen, waren sehr dankbar für die Öffnung des Freibads. "Für die Mitarbeiter in der Aufsicht war die Saison von sehr viel positivem Feedback geprägt", berichtet Betriebsleiter Peter Zimmermann.

Nur vereinzelt Beschwerden

Nach der Eröffnung des Freibads am 19. Juni registrierten sich etwa die Hälfte der Gäste vor Ort, die andere Hälfte nutzte die Reservierungsfunktion über das Internet. Da beide Möglichkeiten von Anfang an zur Verfügung standen, habe dies gut funktioniert, so Zimmermann. Besonders stolz ist man in Kitzingen auf die unfallfreie Saison und die beinahe problemlose Einhaltung der Corona-Regeln: "Natürlich waren nicht alle über die Einschränkungen erfreut, jedoch gab es nur vereinzelt Beschwerden", so Zimmermann.

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Das Terassenbad in Markt Einersheim öffnete dieses Jahr am 22. Juni die Pforten und schloss zum Ende der Sommerferien am 6. September. Nachdem die Verantwortlichen sich vor der Öffnung durch die vielen Verordnungen und Anforderungen gekämpft hatten, lief die Badesaison dann reibungslos. "Aufgrund der Corona-Pandemie war ein sehr hoher Organisationsaufwand notwendig", erklärt Bürgermeister Herbert Volkamer.

Etwa die Hälfte der Besucher in Markt Einersheim

Ungefähr 10 000 Besucher kamen 2020 ins Terassenbad, im Vergleich zu 2019 etwa die Hälfte der Gäste. Besonders besucherstark war der 21. August mit 525 Besuchern an einem Tag. Insgesamt zieht auch Volkamer ein positives Fazit der Badesaison. Sowohl das Registrierungssystem als auch das gut durchdachte und umgesetzte Hygienekonzept habe viel Lob und Zuspruch erhalten. "Unsere Besucher waren sehr dankbar, dass wir das Terassenbad geöffnet haben", so Volkamer, der auch berichtete, dass es keinen einzige Badeunfall in der verkürzten Saison gab.

Knapp 10 000 Besucher kamen 2020 ins Terasssenbad in Markt Einersheim.
Foto: Berthold Diem | Knapp 10 000 Besucher kamen 2020 ins Terasssenbad in Markt Einersheim.

Das Freibad in Abtswind kam laut Bürgermeister Jürgen Schulz dieses Jahr auf etwa 30 bis 40 Prozent der Gäste des Vorjahrs. Das liege laut Schulz an der kürzeren Öffnungszeit. Wie in den anderen beiden Freibädern begann der Badebetrieb in Abtswind ebenfalls erst Mitte Juni, lief dann jedoch problemlos. "Es hat alles geklappt und wir mussten keine Gäste abweisen", so der Abtswinder Bürgermeister. Schulz rechnet durch die gesunkenen Gästezahlen mit Mindereinnahmen von um die 10 000 Euro. Doch auch in Nicht-Corona-Jahren sei das Freibad für die Gemeinde ein Minus-Geschäft.

Das Freibad in Volkach hatte 2020 aufgrund von geplanten Umbauarbeiten nicht geöffnet und in Gnötzheim hatte sich die Gemeinde Martinsheim entschieden, dieses Jahr nicht zu öffnen.

Im Freibad in Abtswind lief der Betrieb trotz Corona problemlos, auch wenn die Gemeinde die verkürzte Saison finanziell bemerken wird.
Foto: Berthold Diem | Im Freibad in Abtswind lief der Betrieb trotz Corona problemlos, auch wenn die Gemeinde die verkürzte Saison finanziell bemerken wird.
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