Kitzingen

Weichhans Wochenrückblick: Warum Kitzingen schon wieder ein heißes Pflaster ist

Satire am Samstag: Ein bisschen "Verstehen Sie Spaß?". Drei Briten auf den Spuren von James Bond. Ein Carsten-Witz. Und warum in Kitzingen 48-Stunden-Deos nichts bringen.
Weichhans Wochenrückblick: Warum Kitzingen schon wieder ein heißes Pflaster ist
Foto: MP, Angie Wolf, Montage: Biscan

Spritziger, rötlicher, natürlicher. Damit könnte der neue Nachbar von schräg gegenüber gemeint sein. Oder eine neue Apfelsorte. Meinetwegen auch diese Kolumne. Tatsächlich aber geht es um die aktuellen Wein-Trends. Lässt uns der Fränkische Weinbauverband wissen. Schwer angesagt sei zudem "Slow Wine". Was logisch ist nach Slow Food, noch mehr Slow Motion und ganz viel Slow Down. Wenn Sie also jemand fragt, ob's ein spritzig-rötlich-natürlicher Langsam-Wein sein darf, muss es nicht zwangsläufig  die versteckte Kamera von "Verstehen Sie Spaß?" sein.

Alles andere als langsam war, was sich auf der A 3 bei Geiselwind zutrug. Dort veranstalteten drei Briten ein Autorennen. Über alle Fahrstreifen samt Standspur. Weil es sich nicht um Dreharbeiten für den neuen James Bond handelte, sind nun die Führerscheine weg. Und wir können unseren aktuellen Briten-Lieblingswitz loswerden: Wie heißt ein Engländer mit zehn Autos? Carsten.

Kitzingen hält schon wieder einen Hitzerekord in Bayern

Was das Treiben der drei Engländer besonders verwerflich machte: Durch den schönsten Landkreis der Welt rast man nicht hindurch. Hier bleibt man. Genießt Langsam-Wein. Sieht nach nur einem Glas einen schiefen Turm. Und freut sich, wie warm es ist. Unglaublich warm. Bayernweit-einmalig-warm nämlich. Um genau zu sein: 29,2 Grad wurden am Mittwoch gemessen. Da konnte nichts und niemand mithalten. Schon einen Tag zuvor war es in Kitzingen mit 26,7 Grad am wärmsten in Bayern gewesen, fanden die Wetterfrösche des BR heraus.

"The hottest town in Germany" war Kitzingen ja bereits im August 2015 mit 40,3 Grad gewesen. Jetzt also Bavarias heißestes Pflaster. Hot, hotter, Kitzingen. Nirgendwo sonst geht es hitziger zu – und wir mittendrin, als heißeste Redaktion im Freistaat. Was auch ein Versprechen ist: Uns ist kein Eisen zu heiß. Morgens Hitzingen, abends Schwitzingen. Nur bei uns finden solche Gespräche statt: "Kann es sein, dass dein Deo versagt?" – "Welches Deo?" Hier sind 48-Stunden-Deos lächerlich, unter 72 Stunden fangen wir erst gar nicht an.

Die Stadt hat ein Problem mit der Frischluft-Zufuhr

Die Hitze-Diskussion zeigte auch: Kitzingen hat nicht nur an allen Enden, sondern auch an allen Ecken Probleme. Meint ein Professor für Klimatologie an der Universität Würzburg. Meist kommt die kühlende Frischluft aus dem Westen. Genau dort steht jedoch eine große Kaserne, die heute ein Gewerbepark ist. Ein Hindernis für die Luftzufuhr. Kitzingen hat ein Frischluftschneise-Problem. Aber bitte: Einen Preis muss man zahlen, wenn die Stadt der Ort sein will mit der größten Dichte an heißen Fegern.

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