Mönchsondheim

Zweckverband führt Kirchenburgmuseum Mönchsondheim

Das bisher vom Verein Fränkisches Bauern- und Handwerkermuseum Mönchsondheim getragene Kirchenburgmuseum wird zukünftig von einem Zweckverband mit den Verbandsmitgliedern Stadt Iphofen und Landkreis Kitzingen geführt.

Der bisherige Trägerverein löst sich zum 31. Dezember auf und gründet sich als zukünftiger Förderverein Kirchenburgmuseum Mönchsondheim zum 1. Januar 2020 neu. Dies beschloss eine außerordentliche Mitgliederversammlung im ehemaligen Rathaus des Iphöfer Stadtteils.

Verein wurde 1975 gegründet

Wie Vorsitzender und Museumsleiter Reinhard Hüßner erinnerte, wurde der Verein 1975 gegründet und bekommt nun eine neue Rechtsform. Bereits bei der Gründung habe Otto Beck als einer der Initiatoren gefordert, dass das Museum einen Träger brauche. Ein 2006 vorgestelltes Gutachten unterstrich diese Auffassung: ein Zweckverband sei die ideale Form für den Betrieb des Museums.

Ein anderes Gutachten 2015 bestätigte, dass ein Zweckverband für eine langfristig angelegte Museumsarbeit und zur dauerhaften Sicherung der Bestände die beste Lösung sei. Zu Beginn des Jahres 2017 regte Landrätin Tamara Bischof eine Überprüfung der Umgestaltung an. Im gleichen Jahr wurden entsprechende Verträge vorgelegt, die im Stadtrat Iphofen und im Kreistag Kitzingen beraten und verabschiedet wurden.

Neue Satzung vorgestellt

Nun lag den 25 stimmberechtigten Mitgliedern eine neue Satzung vor, die von der Regierung von Unterfranken sowie der Finanzbehörde bereits abgesegnet ist. Damit obliegt die Führung des Museums ab dem Jahreswechsel dem Zweckverband, der vom Förderverein als Zusammenschluss Kunst interessierter und Heimat liebender Personen beim Ausbau und bei der Ausgestaltung des Museums unterstützt wird, die Ausrichtung von Veranstaltungen und Festen eingeschlossen.

Geführt wird der Förderverein von einem auf drei Jahre gewählten fünfköpfigen Vorstand, der in der Jahreshauptversammlung im Frühjahr gewählt werden soll, wenn die Jahresendrechnung 2019 vorliegt.

Jährliche Kosten: 140 000 Euro

Die Verbandsmitglieder Stadt Iphofen und Landkreis Kitzingen teilen sich die Kosten des Museums mit jeweils 140 000 Euro jährlich. Der Bezirk Unterfranken beteiligt sich mit einem auf zehn Jahre ausgelegten Zuschuss. Bei Auflösung des Vereins gehen die Gebäude an die jeweiligen Eigentümer zurück, vereinseigene Gebäude gehen an die Stadt Iphofen. Die Mitgliederversammlung stimmte der neuen Satzung einstimmig zu.

Landrat Paul Streng bezeichnete die Umwandlung zum Förderverein als richtigen Schritt, da sich das Kirchenburgmuseum in den Jahren in eine ganz andere Liga entwickelt habe, die ein Trägerverein nicht mehr steuern könne. Im Kulturlandkreis Kitzingen sei das Museum dank der Antriebskraft seines Leiters Reinhard Hüßner zu einem wichtigen Bestandteil geworden. Die Umgestaltung biete mit dem vom Bezirk geforderten pädagogischen Museumskonzept weitere Möglichkeiten der Fortentwicklung.

Die Mitgliederversammlung bestimmte Karl Volland und Christa Kern zu Verbandsräten, die den Förderverein in der Zweckverbandsversammlung vertreten. Die Stadt Iphofen wird dort von Bürgermeister Josef Mend und den Stadträten Gerhard Heubach und Udo Schumann vertreten.

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