Böttigheim

50 Helfer bei Einsatz im Naturschutzgebiet

Rund 50 junge Helfer stärkten sich zunächst bei einem Frühstück, ehe sie im Naturschutzgebiet „Trockenhänge bei Böttigheim“ Hand anlegten.
Foto: Jochen Diener | Rund 50 junge Helfer stärkten sich zunächst bei einem Frühstück, ehe sie im Naturschutzgebiet „Trockenhänge bei Böttigheim“ Hand anlegten.

Berühmt für seine Orchideen-Vielfalt ist das 150 Hektar große Naturschutzgebiet „Trockenhänge bei Böttigheim“. Es handelt sich um ein NATURA 2000-Gebiet mit dem Ziel, besondere Lebensraumtypen wie den hier typischen Kalkmagerrasen zu erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mithilfe von rund 50 jungen und junggebliebenen Helfern lichteten der Bergwaldprojekt e.V.  sowie der Landschaftspflegeverband Würzburg einen Teilbereich auf, um den Bedürfnissen der sonnenliebenden Flora und Fauna gerecht zu werden. Die eintägige Aktion ist eines von mehreren sogenannten „Neihau-Feschten“ des bundesweit agierenden Vereins.

Durch das Auslichten wurde auch wieder die Möglichkeit einer temporären Beweidung mit Schafen geschaffen. Jährlich weidet eine Schäferin aus der Region mit ihrer Herde für ein bis zwei Wochen auf den mageren Flächen, um die besondere Pflanzen- und Tierwelt der Kalkmagerrasen zu erhalten.  Über die Klauen und Wolle der Tiere werden Samen verbreitet, was die genetische Vielfalt und den Austausch mit anderen Gebieten fördert. Sträucher und Büsche können von den Schafen indes nicht zurückgedrängt werden, weswegen es den Einsatz menschlicher Hände bedarf, die die Hecken herausnehmen, beziehungsweise „auf den Stock“ setzen.

Jäger aus dem Ort waren zugegen, um auf die Notwendigkeit von mehr Struktur in der Agrarlandschaft hinzuweisen. Wildäsungs-Flächen, naturnahe Waldränder, Hecken und Blühstreifen bieten Wildtieren auf vielfältige Art und Weise Nahrung und Unterschlupf. Das Naturschutzgebiet mit seinen wertvollen Orchideen-Vorkommen in eine strukturreiche Agrarlandschaft einzubetten, ist daher das Ziel aller Akteure in Böttigheim. Fördermaßnahmen über KULAP sowie FlurNatur können in Anspruch genommen werden, um Strukturen zu schaffen. Der Bergwaldprojekt e.V. sowie der Landschaftspflegeverband Würzburg bieten Interessierten ihre Unterstützung bei Beratung und Pflanzung von Hecken an.

Alt-Bürgermeister Achim Rieck freute sich über das Engagement der jungen Leute und verwies auf die Führungen durch das Naturschutzgebiet, die er und Christiane Brandt vom LPV sowie weitere geprüfte Natur- und Landschaftsführer im Frühling/Sommer regelmäßig anbieten.

Nähere Informationen zu den Terminen finden sich bald auf der Homepage des Landschaftspflegeverbands Würzburg, der Natur- und Landschaftsführer Mainfranken und unter BayernTourNatur.

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