Wüstenzell

61 Jahre lang Mesner mit Leib und Seele

Über 61 Jahre Mesnerdienst in der Pfarrkirche St. Johnnes d.Täufer in Wüstenzell übte Winfried Kohlhepp aus. Dabei wurde er unterstützt von seinem Bruder Norbert Kohlhepp. Von links: Pfarrer Stefan Vuletic, Winfried Kohlhepp und Norbert Kohlhepp.
Foto: Ernst Pscheidl | Über 61 Jahre Mesnerdienst in der Pfarrkirche St. Johnnes d.Täufer in Wüstenzell übte Winfried Kohlhepp aus. Dabei wurde er unterstützt von seinem Bruder Norbert Kohlhepp.

61 Jahre lang stellte sich Winfried Kohlhepp in den Dienst der Kirche St. Johannes d. Täufer in Wüstenzell. Im Januar 1959 wurde ihm das Mesneramt als Nachfolger von Gottfried Schwab von dem damaligen Pfarrer Heinrich Bäuml übertragen. Dabei wurde er in der Anfangszeit seines Wirkens von seinem Vater Georg Kohlhepp unterstützt. "Winfried Kohlhepp hat das Ehrenamt mit viel Liebe, Eifer und Hingabe erfüllt", so Pfarrer Stefan Vuletic. Am Schluss des Sonntagsgottesdienstes würdigte die Pfarrgemeinde die großen Verdienste des scheidenden Mesners.

Als Küster hat er auch die Altar- und Ewiglicht-Kerzen,Weihrauch, Hostien und den Messwein besorgt. Und er war zusammen mit seiner Ehefrau Maria zuständig für die Kirchenwäsche und Messgewänder, dies alles ehrenamtlich und ohne Bezahlung.

Pfarrgemeinderat und Lektor

"Winfried Kohlhepp war nicht nur mit Leib und Seele ein Mesner, sondern er war auch der erste Ansprechpartner bei Anmeldungen zur Taufe, Hochzeit, Jubiläum und besonders bei Todesfällen", so Pfarrer Don Stefan. Er schrieb mit seiner Frau Maria die Gottesdienstordnung und nahm die Bestellungen von Gottesdiensten entgegen. Zwei Wahlperioden lang war er Mitglied im Pfarrgemeinderat und von 1976 an war er Vorbeter bei den Anbetungsstunden. Seit Einführung des Lektorendienstes in den 1970er Jahren war er als Lektor tätig und von 2001 bis 2019 Wallfahrtsführer nach Retzbach. "Dies alles konnte Winfried – trotz seiner auch beruflichen großen Anforderungen - durch so viele Jahre tun, weil seine Frau Maria und seine Familie dahinter standen und ihn dabei unterstützten", sagte Pfarrer Vuletic.

Mit der Kirchengemeinde Wüstenzell freute sich auch Bischof Franz Jung, der an Winfried Kohlhepp die höchste Auszeichnung der Diözese für ehrenamtliche Tätigkeiten, die Ehrennadel des Bistums, verlieh. Für die Kirchengemeinde sprach Pfarrer Stefan Vuletic berührende Abschiedsworte an einen "langjährigen und guten Mesner, an den man sich immer wenden konnte und der immer ein offenes Ohr und ein offenes Herz für die verschiedenen Anliegen der Wüstenzeller hatte und mir als Pfarrer ein lieber Mitarbeiter in der Kirche Gottes in Erinnerung bleiben wird".

Eine Ehrung, mit Dankesurkunde und Präsent verbunden, wurde auch Norbert Kohlhepp zuteil. Dieser war all die Jahre Stellvertreter seines Bruders Winfried und wird auch in Zukunft aushelfen, wenn Not am Mann ist. Anschließend stellte Pfarrer Stefan Vuletic zwei neue Mesnerinnen, Annemarie Niedermeyer und Irene Englert, vor. 

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