Arnstein

Arnstein verpflichtet sich: Innenentwicklung hat Vorrang

Ortsschild Arnstein
Foto: Björn Kohlhepp | Ortsschild Arnstein

Mit einem Selbstbindungsbeschluss bekräftigt die Stadt Arnstein, künftig vorrangig Innenentwicklung zu betreiben, indem bestehende Bausubstanz genutzt oder umgenutzt wird. Auch soll die vorrangige Nutzung innerörtlicher Brachflächen und Gebäudeleerstände angestrebt werden.

Um das Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung für den städtebaulichen Umbau "Innen statt Außen" nutzen zu können, war diese Selbstverpflichtung nötig gewesen. Das Programm sieht die Förderung entsprechender Maßnahmen mit einem Satz von höchstens 80 Prozent vor, gemessen an der Finanzkraft der Stadt. Die Innenentwicklung wird bereits im Rahmen der Dorferneuerung und der Städtebauförderung unterstützt. Im Rahmen der Inkerkommunalen Allianz "ILE Main-Werntal" soll die Auflage eines weiteren Förderprogramms erfolgen. Dabei gilt die Rangordnung von Leerständen, Nachverdichtungen am Ortsrand und dann die Siedlungsbereiche.

Stadtrat entschied einstimmig

Der Beschluss entsprechende Beschluss des Stadtrats erfolgte einstimmig. Der Reuchelheimer Bernd Kröner forderte, jetzt konkret in die Ortsteile hineinzugehen und Baumaßnahmen zu unterstützen, die den jeweiligen Ortskern prägen. Auch sollte die Sanierungsberatung für Privatleute intensiviert werden.

Bei der Erneuerung des Konzessionsvertrags über die Bereitstellung des Netztes und die Nutzung öffentlicher Verkehrswege zur Versorgung mit Gas zwischen der Gasversorgung Unterfranken (Gasuf) lässt sich die Stadt Arnstein auf eine Abmachung ein: Grundsätzlich trägt der Energieversorger Folgekosten bei Änderung von Versorgungsanlagen, beispielsweise Tiefbauarbeiten, zu 80 Prozent, während die Kommune 20 Prozent aufbringen muss. In Arnstein aber übernimmt die Gasuf 90 Prozent. Im Gegenzug wird die Vertragsdauer von 15 auf 20 Jahre ausgedehnt. Dadurch erhofft sich das Unternehmen eine bessere Wirtschaftlichkeit.

Die Konzessionsabgabe wird durch die staatliche Verordnung (KAV) geregelt und beläuft sich bei der Belieferung von Tarifkunden (ausschließlich für Kochen und Warmwasser) auf 0,51 Cent pro Kilowattstunde, bei sonstigen Tarifkunden 0,22 Cent und bei Sondervertragskunden 0,03 Cent.

Stadtrat Martin Fischer bemängelte, dass bei allen Versammlungen und Ortsterminen auf den Dörfern die dort ansässigen Stadträte eingeladen würden, nicht aber für Termine in der Kernstadt.

Brunnen wieder herstellen oder aufgeben?

Zweiter Bürgermeister Josef Grodel wies auf den Zustand der "Neuen Luitpoldhöhe" hin. Dort sollte der Bauhof die noch bestehenden und neugepflanzten Bäume überprüfen. Außerdem forderte er Überlegungen anzustellen, ob der Brunnen zwischen der Eisdiele und dem Spielplatz wieder hergestellt oder aufgegeben werden solle.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Spessart und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Arnstein
Günter Roth
Brunnen
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Energiewirtschaftsunternehmen
Gasversorgung Unterfranken
Konzessionsverträge
Martin Fischer
Ortstermine
Reuchelheim
Staaten
Stadträte und Gemeinderäte
Städte
Vertragslaufzeiten
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!