Karlstadt

Auf der Suche nach dem Land des Friedens

Mit seiner utopischen Endzeit-Geschichte "Darklands" fesselte der Autor Fabian Lenk im Rahmen der diesjährigen "LesArt"-Aktion seine Zuhörer im "FIZ"-Fitnesszentrum.
Foto: Günter Roth | Mit seiner utopischen Endzeit-Geschichte "Darklands" fesselte der Autor Fabian Lenk im Rahmen der diesjährigen "LesArt"-Aktion seine Zuhörer im "FIZ"-Fitnesszentrum.

Gut zwei Dutzend junge Hörer und eine Handvoll Erwachsene waren im Karlstadter FiZ-Fitnessstudio dabei, als Autor Fabian Lank seinen ersten Band der "Darklands-Trilogie" vorstellte. Die Lesung war ein Teil der diesjährigen "LesArt"-Aktion.

Die Bücher sind für junge Leute ab 12 Jahren gedacht und handeln als düstere Endzeitstory von einer verwüsteten Erde, wo Jugendbanden in den Überresten von Stadtruinen ums Überleben - und vor allem gegeneinander kämpfen. Hoffnung macht allein der einzige Erwachsene Mysticon, der von dem Friedensland "Paxtonia" spricht. Die Jugendbande von Raven macht sich auf die gefährliche Suche nach dem Sehnsuchtsort. Ein absonderliches Road-Movie in Buchform beginnt.

Lenk bedient sich in seiner dystopischen Erzählung ausgiebig an Vorbildern aus Film und Literatur und baut so vorgegebene Motive beispielsweise aus "Maze Runner" neu zusammen. Der auserwählte Raven mit partieller Amnesie trägt ein Kettchen, das Gegenstück dazu seine ihm noch unbekannte Zwillingsschwester. "Starwars" lassen grüßen.

Die Halbwüchsigen in einer nahezu zerstörten Stadt verfügen über Explosionspfeile, Wurfsterne mit Sprengstoff und 500-PS-Kampfmaschinen. James Bond für Kinder? Wie im klassischen Road-Movie lauert nach bestandenem Abenteuer sofort ein neues hinter der nächsten Ecke.

Die Fronten bei den Bandenkämpfen sind klar definiert: hier die Guten, da die Bösen. Selbst die Protagonisten sind seelisch blass: echte Gefühle, Sehnsüchte bleiben außen vor. Es gibt keine Zwischentöne, keine Versuche von friedlichen Lösungen. Nur Gewalt und Hoffnung auf Paxtonia, den Frieden der von außen kommen soll. Soweit jedenfalls der Eindruck, der in der gut dreiviertelstündigen Lesung des Autors entstehen musste.

Fabian Lenk ist ein literarischer Profi, der schon 180 Bücher verfasst hat und nach eigener Information auch mal mehrere gleichzeitig schreibt. Ist das schon Fließbandarbeit? Er analysiert den Markt genau und schreibt, was ankommt.

Professionell ist auch sein Schreibstil und sein Vortrag. Der Autor weiß geschickt Spannung aufzubauen, Höhepunkte zu setzen und auf den Fortgang der Geschichte neugierig zu machen.

Das bewiesen auch die Reaktionen der jungen Zuhörer, die nach der Lesung eifrig Fragen stellten und wissen wollten, wie eine solche Story von der Idee über das Schreiben bis zum Druck entsteht und welche anderen Bücher von Lenk stammen.

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