Esselbach

Bald Akrobatik auf höchstem Niveau in der Esselbacher Turnhalle

Die Dankurkunde für verdiente ehrenamtliche Kommunalpolitiker überreichte Bürgermeister Richard Roos (rechts) für 18-jährige Tätigkeit im Gemeinderat an zweiten Bürgermeister Reiner Väth.
Foto: Joachim Spies | Die Dankurkunde für verdiente ehrenamtliche Kommunalpolitiker überreichte Bürgermeister Richard Roos (rechts) für 18-jährige Tätigkeit im Gemeinderat an zweiten Bürgermeister Reiner Väth.

Zweimal stand der Nachwuchs in Esselbach am Dienstagabend auf der Tagesordnung des Gemeinderates und in beiden Fällen gab es Positives zu berichten. Zum einen informierte Bürgermeister Richard Roos, dass an der Schule in Oberndorf die Aula und die Mehrzweckräume für Unterrichtszwecke umgestaltet wurden und somit Präsenzunterricht für beide dritten und vierten Klassen möglich ist. Von den Räumen und vom Personal her wäre das für die anderen Klassen auch möglich, doch hier fehle es an Gerätschaft und Technik. 

Zum anderen lag ein Antrag des FSV Esselbach auf dem Tisch, der vor zwei Jahren die Abteilung Sportakrobatik ins Leben rief. 46 Mädchen machen inzwischen mit, wusste Karl-Heinz Hübner zu berichten. Laut Antragsteller Steffen Grün soll nun leistungsbezogen Wettkampfsport betrieben werden, wofür in der Turnhalle eine Deckenlonge eingebaut werden müsste. Kosten der  Beckengurt- und Leinensicherung, wie sie etwa für Saltos und Sprünge benötigt wird: 3078 Euro. Der FSV bat um Zustimmung zum Einbau und einen Zuschuss. 

Gemeinde übernimmt die kompletten Kosten

Gegen den Einbau hatte niemand etwas. Jan Eichner schlug vor, sich an der prozentualen Förderung zu orientieren, wie sie die anderen Vereine auch bekommen. Schließlich fielen auch Folgekosten für Wartung und TÜV an, die die Gemeinde tragen müsse, da ihr das Gerät als fester Einbau dann gehöre. Werner Bachmann beantragte dagegen, die Gemeinde solle die Kosten komplett übernehmen. Dem stimmten bis auf Eichner und Kerstin Beeger alle zu, Hübner als FSV-Ehrenvorsitzender stimmte nicht mit ab.

Drei Dankurkunden für langjährige, verdiente Kommunalpolitiker im Ehrenamt wollte Bürgermeister Roos dann eigentlich überreichen. Alle drei waren 18 Jahre im Gemeinderat aktiv: Reinhold Grün, Stefan Roos und Reiner Väth. Da aber nur Väth zur Sitzung kommen konnte, blieb es beim Geschenkkorb an ihn und einem herzlichen Dank für sein Engagement als zweiter Bürgermeister.

BN sieht Artenschutz am Trieb für nicht ausreichend an

Viele Seiten vorlesen musste der Bürgermeister dann bei der Behandlung der Einwendungen zur zweiten Auslegung des Flächennutzungsplans "Am Trieb". 27 Träger öffentlicher Belange hatten keine Hinweise oder meldeten sich nicht. Dafür war die Stellungnahme des Bund Naturschutz umso umfangreicher. Der Artenschutzbeauftragte des BN stelle die Arbeit der von der Gemeinde beauftragten Biologin und der Unteren Naturschutzbehörde infrage, fasste Bürgermeister Roos zusammen. Ob Haselmaus, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Zauneidechse oder Schlingnatter – die getroffenen oder beabsichtigten Schutzmaßnahmen seien unzureichend, teilweise sogar kontraproduktiv und bräuchten zeitlich weit mehr Vorlauf als geplant. 

Der Bund Naturschutz erwarte, dass seine Forderungen aufgegriffen und "entsprechend dem Artenschutz fachlich sauber und rechtskonform" abgearbeitet würden. Der Bürgermeister hat sich deshalb am 9. April noch einmal vor Ort mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und insbesondere hinsichtlich des Ameisenbläulings eine weitergehende Prüfung vereinbart. Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan "Am Trieb III" fiel anschließend gegen die Stimme von Jan Eichner .

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