Zellingen

Bau eines Appartementhauses abgelehnt

Ein Schmuckstück in idyllischer Lage: Gerade das macht die Erweiterung des „Retz“ in Retzbach als Betrieb mit Partyservice und Eventgastronomie schwierig. Weil die ehemalige Mühle im Außenbereich liegt, lehnte der Gemeinderat eine Bauvoranfrage für ein Appartementhaus als Aufstockung des kleinen Anbaus (rechts im Bild) ab. 
Foto: Jürgen Kamm | Ein Schmuckstück in idyllischer Lage: Gerade das macht die Erweiterung des „Retz“ in Retzbach als Betrieb mit Partyservice und Eventgastronomie schwierig.

Obwohl manche Gemeinderäte die Idee gut fanden, das „Retz“ in Retzbach um ein Appartementhaus für Gäste zu erweitern, fand die Bauvoranfrage der Firma Amrhein-Events keine einzige Fürstimme im Gremium. Die Verwaltung beurteilte das Vorhaben als nicht grundsätzlich genehmigungsfähig.

Beim „Retz“ handelt es sich um die frühere Kümmetsmühle, die der Inhaber Thomas Amrhein erwarb und umbaute. In den ersten Jahren nach der Eröffnung im Jahr 2013 war es ein idyllisches Ausflugslokal mit Biergarten. Inzwischen betreibt er dort mit seinem Team zusätzlich zum Partyservice für Feiern ab 40 Personen eine Eventgastronomie mit Festsaal und Biergarten für bis zu 800 Personen. Zudem bietet er Kochkurse an. Das Konzept geht offenbar auf, laut Website stehen sind in der Sommersaison bis Oktober alle Samstage ausgebucht. Immer mehr Veranstaltungsgäste fragen aber auch Übernachtungsmöglichkeiten nach.

Die Bauvoranfrage des Unternehmens sah vor, das bestehende Nebengebäude mit Toiletten auf einem alten Gewölbekeller um ein Stockwerk sowie ein Dachgeschoss aufzustocken. Darin sollten einzelne Schlafzimmer, Gemeinschaftsbäder sowie ein großer Aufenthaltsraum mit Küche entstehen.

Rechtlich gesehen liegt die ehemalige Mühle im Außenbereich. Der Gastronomiebetrieb hat aber keine Privilegierung wie etwa ein Landwirt. Damit gilt das Appartementhaus als sonstiges Vorhaben, das im Verhältnis zum Gebäudebestand und Betrieb beurteilt werden muss. Laut Stellungnahme der Verwaltung geht es also um die entstehende zusätzliche Fläche und die betrieblichen Erfordernisse, konkret der Aufrechterhaltung des gewerblichen Betriebs im Außenbereich. Sie kam zu nach eingehender Prüfung zum Ergebnis, das das Vorhaben nicht angemessen ist, den Erfordernissen des derzeitigen Betriebs nicht entspricht und zur Aufrechterhaltung des derzeitigen Betriebs nicht nötig ist. Zudem würden öffentliche Belange in Hinblick auf den Brandschutz und die Löschwasserversorgung beeinträchtigt.

Die einstimmige Zustimmung des Gemeinderates erhielten drei private Bauvorhaben: Im Schleifweg 29 in Retzbach wird eine neue Garage für zwei Autos und einen Traktor entstehen. Eine Fertiggarage möchte der Eigentümer des Lindenweg 8 in Zellingen aufstellen. Weil sie direkt an den Lindenweg angrenzen soll, musste er dafür eine isolierte Abweichung beantragen. Da es keinen Stauraum vor der Garage geben wird, vorgeschrieben sind eigentlich drei Meter, muss ein Sektionaltor mit Motorantrieb (automatische Toröffnungs- und schließanlage) eingebaut werden.

Das Haus in der oberen Bachgasse 10 in Zellingen erhält einen Windfang und einen Balkon.

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