Urspringen

Beitragserhöhung für Kindergarten abgemildert

Der Kindergarten "Löwenzahn" in Urspringen hat im vergangenen Jahr ein Defizit von 48 000 Euro erzielt, deshalb hat die Gemeinde eine Beitragserhöhung beschlossen. Diese fällt nun in einer abgeschwächten Form aus, nachdem der Elternbeirat eine Stellungnahme zur geplanten Erhöhung abgab. Außerdem wird die Erhöhung erst zum neuen Kindergartenjahr im September und nicht zu Jahresbeginn greifen. Zu diesem Ergebnis kam der Gemeinderat Urspringen in seiner jüngsten Sitzung, in der rege über die "abgeschwächte" Form diskutiert wurde.

Zunächst stellte Martina Greger, Sachbearbeiterin der Verwaltungsgemeinschaft, die Bedarfsermittlung bezüglich der Krippenplätze vor, die derzeit bei 23 Plätzen liegt. Da das "Einstiegsalter" in die Krippe mittlerweile unter das erste Lebensjahr sinkt, baut die Gemeinde eine neue Kinderkrippe für 30 Plätze und hat derzeit nur eine vorläufige Betriebserlaubnis bis zur Fertigstellung des Anbaus. Mit dem Bau soll im nächsten Jahr begonnen werden.

Seit der letzten Gemeinderatssitzung, in der die Erhöhung der Gebühren und neue Öffnungszeiten beschlossen wurden, hat sich die Situation aktuell im Kindergarten geändert. Am 21. Oktober musste die Einrichtung wegen positiven Corona Fällen bis 6. November schließen. Seit dem 9. November findet derzeit nur ein eingeschränkter Betrieb mit verkürzten Öffnungszeiten statt. Eine erneute Abfrage bei den Eltern über den tatsächlichen Bedarf an Öffnungszeiten ergab, dass nur drei Kinder eine längere und fünf eine frühere Öffnungszeit ab 7 Uhr bräuchten. Somit wäre vorerst kein Bedarf an geänderten Öffnungszeiten.

Zum Thema Erhöhung äußerten die Eltern den Wunsch, die Erhöhung nur schrittweise und nicht in dem geplanten Ausmaß vorzunehmen. Zudem fallen die Angebote Turnen, Basteln und Waldtag aus. Zur Zeit stehen nicht alle Räume in der Einrichtung zur Verfügung. Außerdem sollte die Mehrbelastung der Eltern durch die Corona-Pandemie berücksichtigt werden. Die Erhöhung der Beiträge sollte nach ihrer Meinung erst nach Fertigstellung des Neubaus erfolgen.

Die Sacharbeiterin stellte dem Gremium anschließend eine abgeänderte Variante zur letzten Sitzung vor: Demnach kosten drei bis vier Stunden 85 Euro (geplant waren 100 Euro) für Regelkinder und 104,50 (geplant waren 120 Euro) für Krippenkinder. Die Hauptbuchungszeit, die zwischen sieben und acht Stunden liegt, sollen zukünftig für Regelkinder 119 Euro (geplant waren 140 Euro) und für Krippenkinder 142,50 Euro (geplant 160 waren Euro) Gebühren anfallen. Derzeit erhalten Eltern vom Freistaat einen monatlichen Zuschuss von 100 Euro Zuschuss für die Kindergartengebühr.

Bürgermeister Volker Hemrich betonte am Ende der Diskussion, vor allem die sozialen Aspekte zu berücksichtigen. Am Ende sprach sich der Rat mehrheitlich für  die abgemilderte Erhöhung aus, die ab September 2021 zum Tragen kommt, obwohl einige Räte die Erhöhung bereits zum 1. April forderten.

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