Rothenfels

Bildstock in der Rothenfelser Hauptstraße wird restauriert

Der Bildstock in der Rothenfelser Hauptstraße wird restauriert.
Foto: Susanne Feistle | Der Bildstock in der Rothenfelser Hauptstraße wird restauriert.

Die Stadtratssitzung der Stadt Rothenfels begann am Mittwochabend mit einer Gedenkminute an die Opfer der Corona-Pandemie.

Für die Restaurierung des Bildstocks in Höhe des Anwesens in der Hauptstraße 77 in Rothenfels wurden drei Firmen aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Davon reichten zwei eines ein. Der Auftrag geht an die Firma Umscheid aus Dorfprozelten für rund 2000 Euro.

In der Sitzung folgten zahlreiche weitere Beschlüsse, Informationen und Diskussionen:  

Überschwemmungsgebiet: Der Rat hatte keine Einwände gegen die geplante Neufestsetzung des Überschwemmungsgebietes des Mains. Als Träger öffentlicher Belange werden keine Stellungnahmen vorgebracht.

Straßenreinigung: Der neuen Fassung der "Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter" stimmte der Rat zu. Es gab nur ein paar kleine Änderungen zur alten Fassung. Beispielsweise heißt es jetzt, dass die Reinigungsarbeiten nur bei Bedarf durchgeführt werden müssen. Die vorherige Regelung "regelmäßig, aber mindestens einmal im Monat an einem Samstag" ist entfallen.

Brunnenbohrantrag abgelehnt

Brunnen: Von Seiten des Landratsamtes Main-Spessart wird die Stadt Rothenfels hinsichtlich einer Bohranzeige für einen Brauchwasserbrunnen auf einem Grundstück in Rothenfels beteiligt. Als Nutzungszweck wurde von Seiten des Antragsstellers die Bewässerung des Grundstücks sowie Putzwasser angegeben.

Das Vorhabengrundstück befindet sich allerdings im Außenbereich und zudem ist jede Entnahme von Grundwasser kritisch zu sehen. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass der Verwaltung für die Bestandsgebäude auf dem Grundstück keine Baugenehmigung vorliegt. Außerdem würde die Billigung eines Brunnens die Splittersiedlung verfestigen.

Von Seiten des Rates gab es Spekulationen und Fragen. "Da tut sich schon länger irgendwas" und "Wo haben die denn bisher Wasser her und wieso brauchen die jetzt mehr"? Bürgermeister Michael Gram beruhigte die Situation: "Wenn da Sanierungsarbeiten stattfinden und für das Grundstück wirklich keine Baugenehmigung vorliegt, kümmert sich die Bauaufsicht schon drum". Das Gremium lehnte das geplante Vorhaben einstimmig ab.

Drei Wochen Bauzeit am Radweg

Erdverkabelung: Bürgermeister Gram teilte mit, dass es bezüglich der Erdverkabelung aktuell zwei Baustellen gibt. Die Verbindung vom Stromverteiler am Friedhof Rothenfels entlang des Radweges Richtung Paidi Werk wird gerade verlegt. Die Bauzeit soll rund drei Wochen betragen. Der Radweg bleibt, soweit möglich, frei, aber an der Baustelle soll das Fahrrad geschoben werden. In Rothenfels selbst werden noch Kabel eingezogen, dann geht es vom Rathaus Richtung Bayer weiter. Nach Beendigung der Umleitung werden die Schilder und Markierungen für die Verlängerung der Spielstraße in der Mainstraße angebracht.

Kindergarten: Nachdem immer wieder die Frage nach einem Bauzeitenplan für den Umbau des ehemaligen Raiffeisenbankgebäudes in eine Kindertagesstätte aufkam, teilte Gram mit, dass der Baubeginn auf Anfang September terminiert ist und die Bauzeit circa 16 Monate betragen soll. Vorausgesetzt, dass die Unterlegen der Regierung zeitnah fertig gestellt und zurückgeschickt werden.

E-Tankstelle: Auch das Thema E-Tankstelle in der Stadt war bereits mehrfach Thema im Stadtrat. Gram teilte mit, dass die Anschaffung zwischen 7000 Tausend und 17 000 Tausend Euro, abhängig vom Standort, abzüglich einer eventuellen Förderung kostet. Für den Betrieb der Ladesäule fallen jährliche Kosten von ungefähr 700 Euro an. Dem Entgegen stehen Einnahmen in Höhe von 80 Euro. Zudem müssen ein bis zwei Parkplätze von der Stadt künftig für E-Autos freigehalten werden.

Online-Sitzung: In einer Bürgermeisterrunde wurde das Thema Online-Sitzungen diskutiert. Hierbei stellte sich heraus, dass dies technisch nicht so einfach möglich ist, da sicher gestellt sein muss, dass jede Wortmeldung im Gremium auch jedem übertragen wird.

Schulbetrieb: Gram dankte der Rektorin und seinem Bürgermeisterkollegen Thorsten Schwab, die in Sachen Schulbetrieb in Hafenlohr durch die Auslagerung einiger Klassen (wir berichteten) eine sehr gute Lösung gefunden haben.

Hitzige Diskussion entfacht

Spielplätze: Die städtischen Spielplätze wurden inspiziert. Die Hängebrücke in Rothenfels muss im Laufe des Jahres erneuert werden. Da es diese so aber nicht mehr gibt, holt Gram Angebote für Alternativen ein. Ansonsten gab es nur kleine Beanstandungen, die entsprechend behoben werden.

Bauen im Außenbereich: Eine kurze, aber ungewöhnlich hitzige Diskussion entbrannte, als Sebastian Greß noch einmal auf das Thema Bauen im Außenbereich und speziell auf das Grundstück, auf dem der Bau der Mini-Häuser abgelehnt wurde, zu sprechen kam. Er sei mehrfach gefragt worden, ob man darauf bauen darf, wenn man als Privatmann das Grundstück kauft. Dies verneinte Gram und wies darauf hin, dass das in den letzten beiden Sitzungen ausgiebig diskutiert worden sei. Auch andere Ratsmitglieder fragten nach, ob er in der letzten Sitzung nicht zugehört hätte und erklärten nochmal, dass doch nicht jeder auf seiner Wiese im Außenbereich irgendwas bauen kann. Aber Greß hielt vehement daran fest, dass er den Grund nicht verstehe und keine richtigen Antworten bekäme. Gram versuchte noch einmal zu erklären, dass einfach mehr dagegen als dafür spricht, aber Greß hatte kein Einsehen und wird "da weiter dran bleiben".

Gemeindeblatt: Im Gemeindeblatt möchte Kornelia Heßdörfer einen Hinweis, dass die Besitzer ihren Esel- und Pferdedreck auch wieder von den Straßen entfernen sollen und Sebastian Greß genauere Abstimmungsergebnisse aus dem Stadtrat.

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