Esselbach

Bürgerversammlung: Zahlreiche Baustellen in Esselbach

Bürgermeister Richard Roos stellte bei der Bürgerversammlung in Esselbach die wichtigsten Projekte aus den Jahren 2020 und 2021 vor. Außerdem gab er einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben.
Foto: Tabea Goppelt | Bürgermeister Richard Roos stellte bei der Bürgerversammlung in Esselbach die wichtigsten Projekte aus den Jahren 2020 und 2021 vor. Außerdem gab er einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben.

"Wir haben den kleinen Slot zwischen dritter Welle und Delta-Variante genutzt, um die Bürgerversammlung durchzuführen." So beginnt Bürgermeister Richard Roos am vergangenen Dienstagabend seinen Vortrag. Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger und der Gemeinderat haben dafür in der Spessarthalle zusammengefunden – durchlüftet, mit ausreichend Abstand und einem begrenzten Zeitfenster, wie Roos betont. 

Als Großprojekte stellte der Bürgermeister die abgeschlossene Sanierung der Alten Schule in Kredenbach und die Bauarbeiten zum Dorfplatz und Dorfgemeinschaftshaus in Esselbach vor. Die Schule soll noch in diesem Jahr eingeweiht werden; beim Dorfplatz würden derzeit die Skelettfunde hin und wieder Baustopps und Umplanungen verursachen. Das Kriegerdenkmal und Stellplätze für Autos soll es aber geben, darunter auch zwei Parkplätze mit E-Auto-Ladestationen. Die ersten Ladestationen der Gemeinde werfen laut Roos mittlerweile schon Gewinn ab. Ein weiteres Großprojekt sei der Anbau des Feuerwehrhauses in Esselbach gewesen, der mittlerweile vollendet ist. Im Jahr 2022 sollen dort zwei neue Feuerwehrautos einziehen. 

Haushalt: Schulden weiter reduziert

Die Sanierungskosten der Alten Schule Kredenbach werden laut Roos etwa 15 Prozent über der geschätzten Summe liegen, da unter anderem an der Fassade und den Decken mehr renoviert werden musste als gedacht. Doch Roos erklärt für den gesamten Haushalt: "Wir konnten die Schulden nach und nach zurückfahren." Im Vergleich: Stand 2013 betrugen die Schulden in Esselbach 609 478 Euro, Stand Ende 2020 waren es 194 833 Euro. Zu beachten ist allerdings, dass ebenfalls ein zinsfreies Darlehen in Höhe von 400 000 Euro läuft, das die Baustellen zwischenfinanzieren soll, bis die Fördergelder eintreffen. 

"Im Gemeindewald waren wir weiterhin mit den Borkenkäferfichten beschäftigt", erklärt Roos. Die Verluste daraus könnten nur durch staatliche Zuschüsse für den Umbau zum Laubmischwald ausgeglichen werden. Esselbach zeigte im vergangenen Jahr einen Bevölkerungszuwachs, den Roos mit dem Neubaugebiet Schülersgut begründete. Außerdem seien viele Baulücken in den letzten zwei bis drei Jahren geschlossen wurden. Es hätte laut Roos auch sehr viele junge Leute gegeben, die das Grundstück der Eltern oder der Großeltern teilten. 

Kleinere Projekte aus 2020 und 2021

Die Erdaushub- und Bauschuttdeponie wurde wiedereröffnet und zahlreiche Neugestaltungen und Pflasterarbeiten wurden vorgenommen. Die Freileitungen von Steinmark nach Bischbrunn konnten abgebaut werden, das Rathaus in Esselbach hat jetzt sanierte Fenster und der Bauhof wurde abgedichtet und neu angestrichen. Auch ein Archiv wurde gestartet, das die Unterlagen der Gemeinde aus den letzten 200 Jahren sammeln soll. 

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Die Turnhalle brauchte eine Entrauchungsanlage und neue Fenster, weshalb der Boden aus finanziellen Gründen wieder einmal nicht ausgetauscht werden konnte. Der Gemeinderat habe laut Roos zwar in der Vergangenheit jedes Jahr 50 000 Euro dafür eingestellt, aber bisher mussten sie mit den Mitteln immer etwas anderes in der Halle angehen. Im Bereich der Vereine erhielt die Feuerwehr neue Ausstattung; alle Vereine bekamen aufgrund der Pandemie einmalig die doppelte Förderung durch die Gemeinde.

Ausblick auf die zukünftigen Projekte

Auch der weitere Glasfaserausbau wurde beschlossen. Laut Bürgermeister wird das etwa vier bis fünf Millionen Euro kosten; 90 Prozent davon werde der Freistaat Bayern übernehmen. Aus rechtlichen Gründen müsse die Gemeinde außerdem eine neue Straße zur Festhalle bauen sowie das Neubaugebiet Am Trieb durch Bauplätze an den Altort anbinden. Weiter erklärt Bürgermeister Roos: "Wir werden die Brunnenstraße in Steinmark neu bauen und von der Espenstraße zur Hauptstraße werden wir eine Brücke bauen."

Am Ende der Versammlung blieb Zeit für Diskussion. Themen waren Falsch- und Dauerparker sowie Lärmbelästigung durch den Verkehr. Die kommunale Verkehrsüberwachung in Esselbach soll sich in Zukunft auf eine Stunde im Monat beschränken, da sich laut Bürgermeister Roos Besserung beim Parken vor Feuer- und Grundstückseinfahrten zeigte. Diskutiert wurde außerdem die Verschmutzung des Baches durch Müll, die Roos im Gemeindeblatt thematisieren will. 

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