Schaippach

Das Schaippacher Postkartenmotiv soll saniert werden

Die Stadt Gemünden will die alte Sinnbrücke vor dem Verfall bewahren.
St. Nepomuk wacht über die alte Sinnbrücke in Schaippach.
Foto: Rainer Knoblach | St. Nepomuk wacht über die alte Sinnbrücke in Schaippach.

Die Sandsteinbrücke über die Sinn in Schaippach ist ein gern genommenes Fotomotiv. Der Spruch, der am Sockel des Brückenheiligen Johannes Nepomuk steht, passt auch gut in unsere Zeit: "Hl. Johannes nimb an unser Flehen, in Nöten uns beystehe, Schand und Groll auch von uns wende; und nach diesem Jammertal, zum Himmel sende!" Aber die denkmalgeschützte Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert bröckelt seit Jahrzehnten vor sich hin, das große Hochwasser 2003 und wuchernde Pflanzen haben ihr Übriges getan. Nun soll etwas gegen den Verfall unternommen werden.

Inzwischen wurde ein Tragwerksgutachten erstellt, und im Investitionsprogramm der Stadt sind für die nächsten Jahre insgesamt 1,2 Millionen Euro für die Sanierung der Sinnbrücke eingestellt. Am Montag beschloss der Stadtrat einstimmig einen Antrag auf Förderung durch ein Bundesförderprogramm für Denkmalschutz.

Aber bei der Beauftragung eines Gutachters im Mai 2019 hatte Bürgermeister Jürgen Lippert schon die Marschrichtung vorgegeben: Auch künftig soll kein Kraftverkehr mehr über die Brücke fahren. Wegen der hohen Kosten einer Ertüchtigung soll der bloße Erhalt der Bausubstanz angestrebt werden, wobei der historische Flussübergang weiterhin ein Fuß- und Radweg bleiben soll. Denn die linke Sinnseite soll künftig auch nach dem Abriss der Behelfsbrücke mit Fahrzeugen erreichbar sein – durch den Bau der Umgehungsstraße.

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