Marktheidenfeld

Der Fahrer ist der Chef: Erste Klassen lernen, wie man sich im Bus verhält

Die Schüler aus Marktheidenfeld haben beim Sicherheitstraining viel gelernt. Dazu gehörte, dass es gar nicht ungefährlich ist, ganz hinten im Bus in der Mitte zu sitzen.
Die Kinder der Klasse 1a hörten gespannt zu, wie man sich im und vor dem Bus verhalten muss.
Foto: Susanne Feistle | Die Kinder der Klasse 1a hörten gespannt zu, wie man sich im und vor dem Bus verhalten muss.

"Seh ich den Busfahrer, sieht er mich auch!", das war der wichtigste Satz beim Sicherheitstraining an der Friedrich-Fleischmann-Grundschule in Marktheidenfeld. Mit allen vier ersten Klassen absolvierte dort Turit Träger-Wiener das Bustraining. Das geschah im Auftrag des Landkreises und in Zusammenarbeit mit der Firma Grasmann sowie der Polizei.

"Busfahren soll Spaß machen und ist nur gefährlich, wenn ihr nicht wisst, wie ihr euch richtig im und vor dem Bus verhalten müsst". Nachdem die Kinder eine Schultaschenreihe gebildet hatten, lernten sie, dass der Busfahrer der Chef im Bus ist. Man grüßt ihn beim Einsteigen freundlich und was er sagt gilt. Die Erstklässler erfuhren auch, dass die Fahrer Passanten trotz ihrer großen Scheibe vorne nicht sehen können, wenn diese zu nah am Bus stehen. Die weiße Linie an der Haltestelle zeige an, wie weit man vom Bus entfernt stehen bleiben muss, damit man gesehen wird.

Tim flog durch den halben Bus

Schubsen, Rennen und Drängeln ist verboten, denn das ist gefährlich, erklärte Träger-Wiener. Außerdem betonte sie, dass das weiße Licht hinten am Bus, aber auch bei allen anderen Fahrzeugen, "absolute Gefahr" bedeutet und man sofort zur Seite gehen muss, wenn der Rückfahrscheinwerfer leuchtet.

Dass in der Klasse 1a nicht viele Buskinder sitzen, merkte man an den begeisterten Blicken und Ausrufen wie "cool" und "wow", die bei der kurzen Rundfahrt mit dem Bus zu sehen und zu hören waren. Warum der mittlere Sitz in der letzten Reihe Schleudersitz heißt, merkten die Kinder, als der Busfahrer kurz abbremste und die dort platzierte blaue Plastiktonne namens Tim durch den halben Bus flog. Tim musste auch herhalten, als demonstriert wurde, wie schnell man umfallen oder in die Nähe des Radkastens geraten kann, wenn man zu dicht an der Tür steht.

Wenn es zu laut ist, bleibt der Bus auch mal stehen 

Wie wichtig das Anschnallen ist, sagte Polizeioberkommissarin Barbara Streng: "Auch wenn andere sagen, das ist uncool. Ihr macht es, weil ihr seid cleverer als die". Außerdem wies sie die Kinder nochmal darauf hin, immer ihre reflektierenden Sicherheitskragen zu tragen und ein Kind wusste: "Genau, das ist nämlich wie eine Warnweste".

Busfahrer Dieter Jung erzählte, dass die meisten der kleinen Kinder gut hören und sitzen bleiben. "Nur die Lautstärke ist manchmal ein Problem. Aber dann bleib ich auch schon mal stehen, wenn es zu arg wird". Dabei wussten die Kinder der Klasse 1a, die mit ihrem Lehrer Thomas Reinhart da waren, schon ganz genau, dass man den Busfahrer nicht stören darf und auch nicht zu laut sein darf.

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