Zellingen

Drei-Millionen-Euro Etat für die Verwaltungsgemeinschaft

Zwei Räte und zwei Stellvertreter wurden aus der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen verabschiedet. Wie in der Sitzung wurde auch beim Gruppenfoto auf den Corona-Sicherheitsabstand geachtet. Stehend von links die beiden Räte: Uwe Menth (Himmelstadt), Leonhard Rauff (Retzstadt) und die Stellvertreter Franz-Josef Vorwerk und Barbara Gehrig aus Zellingen. 
Foto: Jürgen Kamm | Zwei Räte und zwei Stellvertreter wurden aus der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen verabschiedet. Wie in der Sitzung wurde auch beim Gruppenfoto auf den Corona-Sicherheitsabstand geachtet.

 Nur geringfügig steigt die Umlage der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen je Bürger. Die Gemeinden Himmelstadt, Retzstadt sowie die Märkte Thüngen und Zellingen müssen im Jahr 2020 je Bürger 209,62 Euro bezahlen, das sind 1,16 Euro mehr gegenüber dem Vorjahr.

Der von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossene Haushalt sieht im Verwaltungshaushalt 2,81 Millionen Euro (160 000 Euro mehr als 2019) und im Vermögenshaushalt 123 200 Euro (26 000 Euro mehr) Einnahmen und Ausgaben vor. Bestimmt wird der Verwaltungshaushalt vor allem von den Personalkosten. Sie machen hier 85 Prozent der Ausgaben aus. Im Stellenplan gibt es mit elf Beamten und 32 Angestellten einen Beamten mehr und einen Angestellten weniger als im Vorjahr. Zu den zwei Auszubildenden soll zum 1. September eine Dritte kommen.

Die Verbandsversammlung tagte wegen der Corona-Krise nicht wie üblich im Zellinger Rathaus, sondern aus Platzgründen in der Friedrich-Günther-Halle.

Fast 42 000 Euro wurden für die Kommunalwahlen im März aufgewendet. Wegen dem generellen Trend zu mehr Briefwahl und der Organisation der Stichwahl ausschließlich per Briefwahl wurden 15 000 Euro an Portogebühren fällig, die Wahlunterlagen kosteten 12 500 Euro. Weitere 10 000 Euro waren für Schulungen, Miete der Wahllokale, Büromaterial bei der Auszählung und das Computerprogramm der AKDB zu Wahl nötig. Die Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Wahlhelfer sind nicht Teil des VG-Haushalts, sie muss jede Gemeinde selbst leisten. Im Gegenzug kamen 27 500 Euro an Erstattung vom Bund und den Gemeinden als Einnahmen.

Wichtigste Einnahme im Verwaltungshaushalt nach der Verwaltungsumlage ist die Zuweisung nach dem Finanzausgleichsgesetz von knapp 200 000 Euro (1350 Euro mehr als im Vorjahr). Der ungedeckte Bedarf von 2,28 Millionen Euro wird über die Verwaltungsumlage finanziert und auf 10 853 Einwohner verteilt. An Verwaltungsumlage bezahlen Zellingen (6377 Einwohner) 1 336 743 Euro, Himmelstadt (1581) 331 408 Euro, Retzstadt (1555) 325 958 Euro und Thüngen (1340) 280 890 Euro.

Der Vermögenshaushalt sieht im Bereich Information und Kommunikation insgesamt 8000 Euro vor, davon allein 6000 Euro für Software. Die Schließanlage soll für 5000 Euro mit Transpondern nachgerüstet werden. Für Büroausstattung sind heuer 7500 Euro vorgesehen, im Jahr 2021 wegen des Wiedereinzugs der Bauabteilung ins sanierte Rathaus dann 20 000 Euro.

Wie aus dem von Retzstadts Bürgermeister Karl Gerhard als Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses vorgetragenen Prüfungsbericht zum Haushalt 2018 hervorgeht, stieg das Haushaltsvolumen der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen in den letzten zwei Jahren um rund 42 000 Euro an. Damals waren es 2,89 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt 2,72 Millionen Euro, Vermögenshaushalt 118 000 Euro), in diesem Jahr sind es 2,94 Millionen Euro. Die Rechnungsprüfer lobten die mit dem Markt Zellingen getroffene Vereinbarung, dass die Miete für das Rathaus trotz der beginnenden energetischen Gebäudesanierung bis zum Jahresende 2022 nicht erhöht wird. Die Innenraumuntersuchungen im Bauamt (auf Schimmel) schlugen vor zwei Jahren mit 25 000 Euro zu Buche, so dass der Ansatz nicht reichte. Auch der Ansatz von 30 000 für das gemeindliche Mitteilungsblatt reichte nicht. Er wurde inzwischen auf 34000 Euro erhöht. Zellingens Bürgermeister Wieland Gsell erklärte als VG-Vorsitzender dazu, dass er die Mitteilungen der Vereine und vor allem der Kirchen immer kürzen müsse, damit die vereinbarte maximale Seitenzahlen eingehalten werden können.

Zwei Verbandsräte und zwei Stellvertreter, die der künftigen VG-Versammlung nicht mehr angehören werden, verabschiedete Wieland Gsell. Das waren Himmelstadts Zweiter Bürgermeister Uwe Menth und Leonhard Rauff aus Retzstadt sowie die Stellvertreter Franz-Josef Vorwerk und Barbara Gehrig aus Zellingen. Der Vorsitzender schilderte sie überwiegend als überlegt und souverän agierende Gremiumsmitglieder. Auch die Verbandsräte Wolfgang Rupp und Ulrich Schlosser werden die Versammlung verlassen.

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