Karbach

Ein Kinderbuch als Beitrag zur Integration

Sein erstes Kinderbuch: der Karbacher Schriftsteller Andreas Herteux mit seinem Werk „Das Sternenkind und der Rabe“.
Foto: Timo Geiger | Sein erstes Kinderbuch: der Karbacher Schriftsteller Andreas Herteux mit seinem Werk „Das Sternenkind und der Rabe“.

Bisher hat der Karbacher Schriftsteller Andreas Herteux unter anderem Werke aus den Bereichen Philosophie und Unterhaltung veröffentlicht. Im Oktober erschien nun sein erstes Kinderbuch: Es heißt „Das Sternenkind und der Rabe“.

„Die Geschichte hatte ich schon länger im Kopf, jetzt war es an der Zeit, sie zu veröffentlichen“ sagt Herteux. Das Buch handelt von einem kleinen Mädchen, dem Sternenkind Sara, das aus seiner Welt herausgerissen wird und auf der Erde landet. Dort trifft es auf den Raben Albrecht, der eigentlich keine Menschen versteht. Mit Sara jedoch kann er sprechen. Die beiden „Außenseiter“ machen sich gemeinsam auf die Suche nach der Liebe. Dabei lernen sie viel über die Menschen, das Leben, Toleranz und Freundschaft.

„Das Buch ist auf zwei Ebenen zu verstehen. Einmal auf der Ebene der Kleinen, es soll unterhalten und den Kindern Spaß bereiten. Auf der zweiten Ebene spricht es Erwachsene an. Hier geht es auch in die Tiefe und bietet eine Konfrontation aus Liebe und Freundschaft. So soll es den Leser zum Nachdenken anregen“, sagt der Autor.

Seit 9. Oktober läuft ein sogenanntes Crowdfunding-Projekt. Es zielt darauf ab, eine arabische Übersetzung des Kinderbuches anzufertigen. Crowdfunding ist eine Möglichkeit, eine Menge an Leuten (crowd) dazu zu bewegen, Geld für ein Projekt zu spenden (funding). Dies läuft meist über eine Internetplattform. Im Falle von Herteux' Werk haben die potenziellen Geldgeber bis 9. Januar Zeit, einen beliebigen Betrag für die arabische Version zu geben. Um die Kosten für Herstellung und Versand zu decken, benötigt Herteux rund 5000 Euro. Das Honorar der Übersetzerin ist in diesem Betrag enthalten.

Von Beginn an hatte Herteux den Plan, eine arabische Übersetzung des Kinderbuches anfertigen zu lassen, um es hierzulande zur Wertevermittlung einzusetzen. Denn: „Je früher diese stattfindet, desto besser“, sagt der Karbacher. Bei der Übersetzung wird der Autor, der selbst nur ein paar Brocken Arabisch spricht, von der 23-jährigen Tunesierin Irada Babby unterstützt. Sie hat in ihrem Heimatland Germanistik studiert und sei somit bestens geeignet, das Kinderbuch zu übersetzen, sagt Herteux. Falls das Projekt erfolgreich ist, denkt der 35-jährige Autor darüber nach, das Buch auch in andere Sprachen übersetzen zu lassen.

Herteux' Wunsch ist, dass Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen das Buch in der deutschen und der arabischen Version in ihren Bestand aufnehmen. So könne ein kleiner Beitrag zur Integration arabischsprachiger Kinder und Jugendlicher geleistet werden.

Die Bilder zur Geschichte entstanden zunächst im Kopf des Autors, die er dann in Skizzen an die Illustratoren Timo Mülbert und Jana Gragert weitergegeben hat. Mit der Umsetzung und dem Ergebnis ist er mehr als zufrieden. So wurde das Buch erst zu einem „richtigen Kinderbuch“.

„Das Sternenkind und der Rabe“ ist im Buchhandel erhältlich. Unterstützen kann man das Crowdfunding-Projekt „Kinderhilfe – arabische Version eines Kinderbuches“ im Internet unter www.startnext.com/ dassternenkindundderrabe

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