Helmstadt

Elisabethenverein schreibt 2020 schwarze Zahlen

Der Waldkindergarten ist eine der beiden vom Elisabethenverein Helmstadt getragenen Einrichtungen für Kinder. Er wurde am 12. Oktober 2019 eröffnet.
Foto: Mechtild Buck | Der Waldkindergarten ist eine der beiden vom Elisabethenverein Helmstadt getragenen Einrichtungen für Kinder. Er wurde am 12. Oktober 2019 eröffnet.

Die Vorsitzende des Helmstadter Elisabethenvereins, Anja Schildbach, informierte die Gemeinderatsmitglieder in der Sitzung am 13. Januar über den aktuellen Sachstand bei den Kindergärten. Der Elisabethenverein ist der Träger der beiden getrennt geführten Helmstadter Einrichtungen Kindervilla und Waldkindergarten.

Der Elisabethenverein hat acht Vorstandsmitglieder, die sich die umfangreiche Organisation für die beiden Einrichtungen teilen. Der Mitarbeiterstamm setzt sich zusammen aus einer freigestellten Kindergartenleitung, die für die Kindergarten- und für den Waldkindergartengruppen verantwortlich ist. Außerdem arbeiten in der Kindervilla 18 und im Waldkindergarten sechs Mitarbeiter (inklusive Praktikanten und Reinigungskräften).  

Plätze für 139 Kinder in sieben Gruppen

Insgesamt bestehen aktuell zwei Kleinkindgruppen zu je zwölf Plätzen für Krippenkinder ab dem Alter von einem Jahr, eine Kleinkind-Übergangsgruppe mit 15 Plätzen für Kinder zwischen zwei und vier Jahren und vier Kindergartengruppen für Kinder ab drei Jahren (inklusive der Waldkindergartengruppe). In den vier Kindergartengruppen gibt es insgesamt 100 Plätze, davon zwei für Kinder mit Förderbedarf.

Am 1. Januar waren die Gruppen mit 127 Kindern belegt, zum 1. Mai werde sich die Belegung voraussichtlich auf 132 Kinder erhöhen. Die Leitung gehe davon aus, dass 2021/22 alle angemeldeten Kinder aufgenommen werden können. Alle Kinder stammen aus Helmstadt.

Insgesamt bewegten sich die beiden Einrichtungen, trotz des Defizits beim Waldkindergarten, das aufgrund der Neueröffnung im Oktober 2019 entstanden ist, finanziell im grünen Bereich. Das habe der Elisabethenverein, wie Schildknecht betonte, der großzügigen Hilfe und Unterstützung durch Gemeinde und Bauhof zu verdanken. Ursprünglich hatte der Elisabethenverein mit einem Minus im Jahr 2020 gerechnet, konnte dieses aber knapp vermeiden. Es müsse kein Defizitantrag gestellt werden.

Gemeinderat ermöglicht vorzeitige Auszahlung von Abschlägen

Um den finanziellen Spielraum des Kindergartens auf Dauer etwas zu verbessern und einen eventuell in der Zukunft auftretenden Liquiditätsengpass zu entschärfen, beschloss der Gemeinderat, dass die Auszahlung des zweiten und vierten jährlichen Abschlags für die kindbezogene Frühförderung bei Bedarf vorgezogen und zusammen mit der Zahlung des ersten und dritten Abschlags erfolgen kann. Zur Orientierung: Im Jahr 2020 lagen die Abschläge für die zweite Auszahlung bei 118 732 Euro und für die vierte Auszahlung bei 160 034 Euro. Für den Waldkindergarten gibt es noch keine Referenzwerte, da dieser erst im Oktober 2019 eröffnet wurde.

Auf die Frage eines Gemeinderatsmitglieds, ob es möglich wäre, eine zweite Waldkindergartengruppe einzurichten, erläuterte Schildbach, dass das Landratsamt Würzburg das nicht zulasse. Ein zweiter Waldkindergarten als einzelne Einrichtung wäre aber möglich.

Helmstadt will Gemeinde-App einführen

Die Firma P-Serv.de aus Burgsinn bietet eine "Gemeinde-App" an, mit deren Hilfe die Informationen für die Bürger, die aktuell im Mitteilungsblatt und auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht werden, ebenfalls zugänglich gemacht werden können. Die App kann kostenlos aus den App-Stores heruntergeladen werden. Sie ist variabel erweiterbar. Inhalte könnten vom Bürgermeisteramt aktualisiert werden und müssten nicht erst über die VG laufen. Es wären unter anderem Info-Kanäle für Main-Post-Artikel und Pressemeldungen der Polizei Unterfranken verfügbar.

Die Kosten liegen bei ungefähr 2500 Euro, die sich die vier VG-Gemeinden zusammen mit dem Markt Neubrunn teilen würden, das heißt die Kosten liegen bei rund 500 Euro pro Gemeinde. Nachdem der Helmstadter Gemeinderat die Entscheidung in der Sitzung am 16. Dezember vertagt hatte, entschieden sich die Räte nun für die Einführung der App. Es soll außerdem geprüft werden, ob man die Buchung der Hans-Böhm-Halle über diese App abwickeln kann.

Bürgerentscheid über Deponie als Briefwahl

Ein Gemeinderat fragte bei Bürgermeister Tobias Klembt nach, welche Kosten aufgrund des bevorstehenden Bürgerentscheides zur DK1-Deponie auf die Gemeinde zukommen. Klembt gab die geschätzten Kosten, die von der VG Verwaltung genannt worden waren mit 30 000 bis 35 000 Euro an. Voraussichtlich werde der Entscheid aufgrund der Corona-Lage als Briefwahl durchgeführt.

Neben der Leitung der beiden Kindergärten arbeiten in der Kindervilla in Helmstadt 18 Mitarbeiter.
Foto: Mechtild Buck | Neben der Leitung der beiden Kindergärten arbeiten in der Kindervilla in Helmstadt 18 Mitarbeiter.
In der Kindervilla in Helmstadt werden Kinder in sechs Gruppen betreut.
Foto: Mechtild Buck | In der Kindervilla in Helmstadt werden Kinder in sechs Gruppen betreut.
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