Lengfurt

Trauer um Bernhard Kohlhepp: ein Musiker mit Leib und Seele

Bernhard Kohlhepp war ein engagierter Musiker.
Foto: G. Götzner | Bernhard Kohlhepp war ein engagierter Musiker.

In einer würdevollen Beisetzungsfeier nahm am Mittwoch auf dem Friedhof in Lengfurt eine große Trauergemeinde Abschied von Bernhard Kohlhepp. Der gebürtige Lengfurter, der durch sein soziales und musikalisches Wirken weit über seinen Heimatort hinaus bekannt ist, war nach längerer Krankheit im Alter von 75 Jahren verstorben.

Kohlhepp wuchs in Lengfurt auf und machte schon bald durch hohe musikalische Fertigkeiten auf sich aufmerksam; schon mit 14 Jahren gründete er eine Band. Bald danach formierte sich eine Musikgruppe, die Kult-Band wurde: die „Earls“, für die bei der Beisetzungsfeier ein langjähriger Fan würdigende Worte für den Verstorbenen sprach. Bernhard Kohlhepp war beides: Herz der Band und charismatischer Frontmann. Er, der auf Wunsch auch Lieder mit alpenländischem Jodeln darbieten konnte, beherrschte Rock, Schlager, tanzbare Lieder und Balladen. 

Seine Leidenschaft für Musik mit anderen zu teilen, sie weiterzugeben, andere zur Musik zu bringen schaffte er durch Gründung von Singgruppen schon ab 1974. Vor 30 Jahren entstand dann der „Singkreis Bernhard Kohlhepp“. Liebe zur Musik, sein ansteckender Humor und die Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen, haben viele Sängerinnen und Sänger zwischen 20 und 75 Lebensjahren ermutigt, zur Pflege auch „fast vergessenen Liedguts“ und von „Liedern, die zu Ohren und zu Herzen gehen“. Zu Recht sagt man: „Er schuf ein Gemeinschaftsgefühl“. Singgruppen und Singkreis haben mit ihm unzählige Veranstaltungen gestaltet.

Der Singkreis gestaltete den musikalischen Rahmen der Beisetzungsfeier, die durch Pfarrer Mathias Wolpert, der in seinen Worten das Menschenverbindende und auch das Göttliche der Musik betonte, und durch Diakon Johannes Hoffart gestaltet wurde.

Man erinnert sich auch an zahllose musikalische Solo-Auftritte von Bernhard Kohlhepp mit Gitarre und Gesang oder auch zusammen mit seiner Schwester Gertrud. Er war in den 1990er Jahren Initiator und Organisator der Straßenfeste in der Lengfurter Friedrich-Ebert-Straße, deren Erlöse unter anderem für die Gestaltung des Spielplatzes an der Mainlände Lengfurt verwendet wurden. Augenfällig auch sein Engagement und sein Auftreten im Sebastiani-Verein Lengfurt, in welchem er 33 Jahre lang beim jährlichen Fest zu Ehren des Heiligen als Tambourmajor die Sebastiani-Wehr beim Marschieren durch den Altort führte.

Der vierfache Familienvater, der 38 Jahre bei Proctor & Gamble tätig war, nahm sich auch viel Zeit für die Jugendarbeit. Er führte viele Jugendliche an die Musik heran, förderte geduldig ihre Talente und machte ihnen Mut, sich im Gesangverein Liedertafel und dem Verein Musikkapelle Lengfurt dann weiter einzubringen. Thomas Hahmann, auch für die Kirchengemeinde, Werner Thamm und Bruno Hock als Vertreter aus der Vorstandschaft der drei Vereine würdigten mit Dank sein jahrelanges Wirken.

Mit den „Schneesengern“ aus Üttingen, die sich bei der Beisetzungsfeier auf bewegende Weise bedankten, spielte er ebenfalls gut 20 Jahre zusammen, trat beim Wirtshaussingen mit auf, und gestaltete auch mit vielen anderen Musikern Konzerte. „Ein engagierter Musiker mit Leib und Seele“, der viel für die Menschen getan hat.

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