Frammersbach

Frammersbacher Vereine sagen Feste für den Sommer ab

Schon im vorigen Jahr ist das Jubiläums-Köhlerfest ausgefallen. Dennoch hat der KSG den Kohlenmeiler abgebrannt, um Festkohle für dies Jahr zu gewinnen. Nun sind auch die Vereinsfeste für dieses Jahr coronabedingt abgesagt.
Foto: Monika Büdel | Schon im vorigen Jahr ist das Jubiläums-Köhlerfest ausgefallen. Dennoch hat der KSG den Kohlenmeiler abgebrannt, um Festkohle für dies Jahr zu gewinnen.

Die Frammersbacher Vereine haben ihre Feste für diesen Sommer abgesagt. Das hat Bürgermeister Christian Holzemer in der öffentlichen Sitzung des Finanz- und Hauptausschusses in der Schulaula mitgeteilt. Grund ist laut Holzemer, dass trotz aktuellem Rückgang beim Infektionsgeschehen und Fortschritt beim Impfen zu viele Unwägbarkeiten bleiben und die Vereine nicht planen können.

Wenn sich abzeichne, dass Alternativen angeboten werden können, würden die Vereine darauf zurückkommen. Auch die Marktgemeinde beabsichtigt laut Holzemer wieder Angebote wie die Konzerte im Schwimmbad zu schaffen.

Anteilszahlung beschlossen

Für die Phasen des eingeschränkten Betriebs seit Januar in den Kindertagesstätten hat der Freistaat Bayern eine Rückerstattung beziehungsweise den Erlass der Elternbeiträge beschlossen. Das heißt der Freistaat übernimmt diese zu 70 Prozent, die restlichen 30 Prozent müssen von den Städten und Gemeinden getragen werden. Der Ausschuss entschied sich einstimmig, diesen Anteil zu zahlen. Für den Träger, den St.-Josefsverein, bedeutet dies finanzielle Sicherheit.

In der Kinderkrippe haben laut Sitzungsvorlage von 44 Kindern im Januar 34 die Notbetreuung nicht besucht, im Februar 30 und im März eines. Damit beläuft sich der Beitragsersatz auf 3900 Euro. Im Kindergarten blieben von 131 Kindern im Januar 105 der Notbetreuung fern, im Februar 85 und im März zwei. Daraus ergibt sich ein Zuschussbedarf für die Gemeinde von 2880 Euro. Von 17 Kindern des Waldkindergartens haben im Januar acht nicht an der Notbetreuung teilgenommen, im Februar vier. Folglich übernimmt die Gemeinde 180 Euro.

Mit seinem einstimmigen Beschluss hat das Gremium seinen Beitrag zur Verlängerung des Kooperationsvertrags "Schulverbund Lohr – Frammersbach" zwischen der Stadt Lohr und dem Schulverband Frammersbach geleistet. Damit diese Zusammenarbeit für zunächst weitere fünf Jahre Bestand hat, müssen alle Gemeinden, die im Verbundgebiet liegen, zustimmen. Beteiligt sind neben Frammersbach Partenstein, Neuhütten und Wiesthal. Die Kooperation ermöglicht Jugendlichen aus den genannten Orten am M-Zweig der Mittelschule Lohr teilzuhaben.

Karten zum Überschwemmungsgebiet aktualisiert

Das Landratsamt hat der Gemeinde die überarbeiteten Karten zum Überschwemmungsgebiet der Lohr vorgelegt. Grundlage ist laut Bericht des Bürgermeisters Hochwasser, wie es, statistisch gesehen, nur einmal in 100 Jahren vorkommt. Die Gemeinde ist aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Die Karten waren außerdem über vier Wochen lang im Rathaus und auf der Webseite der Gemeinde einsehbar. Einwände habe es jedoch keine gegeben. Bürgermeister Holzemer informierte, dass die geplante Rechtsverordnung lediglich ein Festschreiben der schon geltenden, jedoch zeitlich befristeten, Vorgaben bedeutet. Keines der Ausschussmitglieder hatte etwas zu bemängeln.

In das ehemalige Frisörgeschäft, Lohrer Straße 10, soll laut Bauantrag ein Pizzaabhol- und Lieferdienst einziehen. Auch eine Verzehrmöglichkeit ohne Alkoholausschank an zwei Stehtischen ist im 14 Quadratmeter großen Gastraum vorgesehen. Laut den Ausführungen in der Sitzung fügt sich das Vorhaben in die Umgebung ein. Allerdings müsse die Gestaltungssatzung für das Ortszentrum beachtet werden. Die Gemeindeverwaltung sieht keinen höheren Bedarf an Stellplätzen als der des vorherigen Frisörgeschäfts. Damit entspreche das Vorhaben der Stellplatzverordnung.

Einige Gemeinderäte verwiesen auf die dort ohnehin problematische Parksituation. Außerdem befürchte ein Nachbar Belästigung durch Küchenabluft und den Missbrauch seiner Hoffläche als Kurzzeitparkplatz durch Kunden und den Lieferdienst. Laut Bürgermeister ist eine rechtliche Handhabe schwierig. Für die Abluft sei das Landratsamt über das Baugenehmigungsverfahren zuständig. Der Ausschuss erteilte das gemeindliche Einvernehmen.

Weitere Testmöglichkeiten

Reine Informationssache war das Vorhaben eines Bürgers, einen Carport auf dem Grundstücke Mühlberg 40 zu errichten. Weil alle Vorgaben erfüllt sind, handelt es sich um ein Freistellungsverfahren.

Holzemer wies auf weitere Corona-Testmöglichkeiten in Frammersbach hin. Die Möglichkeit zum Schnelltest gibt es nun auch montags und freitags. Ausschuss-Mitglied Norbert Meidhof (Freie Wähler) bat, auch an die Habichsthaler zu denken. Der Ortsteil ist derzeit wegen des Straßenausbaus von Frammersbach abgeschnitten. Der Bürgermeister will prüfen, ob dort der Testbus des Roten Kreuzes Station machen kann. Im Einsatz sei Personal der Gemeinde. Gut verteilt gewesen seien die Stände beim ersten Monatsmarkt. So habe die Gemeinde den Infektionsschutz leisten können. Die Händler seien sehr zufrieden gewesen.

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