Zellingen

Fünf neue Wanderwege und eine Infosäule

Fünf neue Wanderwege mit standort- und themenbezogenen Infotafeln wie beim seit 2020 bestehenden 'Streuobstweg' sollen dieses Jahr im Markt Zellingen ausgewiesen werden.
Foto: Jürgen Kamm | Fünf neue Wanderwege mit standort- und themenbezogenen Infotafeln wie beim seit 2020 bestehenden "Streuobstweg" sollen dieses Jahr im Markt Zellingen ausgewiesen werden.

Mit dem Streuobstweg ging es im Jahr 2020 los, jetzt soll Zellingen ein ganzes Netz an Wanderwegen bekommen. Im Ausschuss für gesellschaftliche Entwicklung schlug Melanie Herbst fünf neue Rundwege mit rund 45 Kilometern Laufstrecke vor, deren Ausweisung im Rahmen der Integrierten Ländliche Entwicklung gefördert werden könnten. Der Vorschlag stieß auf große Resonanz bei den Räten.

Die neuen Wege auf der rechten Mainseite (Retzbach) heißen "Im Affental" und "Am Klotz",  die auf der linken Mainseite "Zur Sundleite", "Im Forst" und "Zur Kirchhöh". Insbesondere die letzten beiden teilen sich längere Abschnitte, so dass sich notfalls auch abkürzen lässt. Mit 29 Kilometern ist "Zur Kirchhöh" der längste neue Weg, er soll bis nach Duttenbrunn führen.

Um den kleinen Streifen hinter dem Laubengang kann der Gesundheitsgarten in Retzbach erweitert werden. Im Gespräch sind neben einem Bereich für Kinder ein Barfußpfad und Bäume mit alten Obstsorten.
Foto: Jürgen Kamm | Um den kleinen Streifen hinter dem Laubengang kann der Gesundheitsgarten in Retzbach erweitert werden. Im Gespräch sind neben einem Bereich für Kinder ein Barfußpfad und Bäume mit alten Obstsorten.

Kosten von rund 12 500 Euro

Die Wege sollen nicht nur im Verlauf markiert werden, es sind auch themen- und standortbezogene Infotafeln zur Historie, der umgebenden Natur oder der Geologie vorgesehen. Das erklärt die Kosten von insgesamt rund 12 500 Euro, wobei bis zu 80 Prozent Förderung möglich sind.

Zweites "analoges Projekt" ist eine kleine Erweiterung des Retzbacher Gesundheitsgartens. Die Gemeinde konnte einen schmalen Streifen hinter dem Laubengang erwerben. Was dort konkret hinkommen soll, wird vermutlich in der nächsten Sitzung des Ausschusses am 23. Februar vorgestellt.

Gesundheitsgarten wird größer

Ende Januar kam der Vorschlag des Vereins "Wein, Gesundheit und Tourismus im Main– Retztal", der die Idee für den Gesundheitsgarten hatte, für einen Bereich für Kinder (Erleben und Fühlen) kam nicht gut an. Der Laubengang mit Bänken ist nämlich als Ruhe- und Meditationsbereich gedacht. Im Gespräch waren im Ausschuss ein längerer Barfußpfad und Obstbäume mit alten Sorten neben Informationen zu Essen und Gesundheit.

Als "Digitales Projekt" mit Fördermöglicheit durch die ILE "Die Acht vom Main" sind eine Outdoor-Infosäule und ein Indoor-Display geplant. Darauf soll ein digitales Informationssystem in Zusammenarbeit mit dem "Zwei-Ufer-Land" laufen. An einen Internetzugang für die Nutzer ist im Zeitalter der Smartphones nicht gedacht.

Outdoor-Infosäule

Die Outdoor-Säule soll vor der Bücherei (Innenhof des historischen Rathauses) aufgestellt werden und sich an Touristen wenden. Sie kostet ohne Installation rund 10 500 Euro. Touch-Displays für den Foyers-Bereich im Rathaus sind da deutlich günstiger. Bürgermeister Stefan Wohlfart favorisiert einen kleinen 22-Zoll-Bildschirm für knapp 700 Euro, eine Version in "Fernsehergröße" mit 49 Zoll würde fast 3000 Euro kosten. Außerdem ist der Markt Zellingen seit rund sechs Wochen auf der Plattform "Treffpunkt Deutschland" vertreten.

Für alle Projekte mit angestrebter Förderung durch die integrierte ländliche Entwicklung gilt, dass Projekt- und Förderanträge bis zum 15. März eingereicht werden müssen. Zudem müssen die Arbeiten danach bis September ausgeführt und abgerechnet werden.

Touristische Werbemittel

Mit einem Relaunch neu aufgelegt werden sollen die touristischen Werbemittel des Marktes Zellingen. Die bisherigen Broschüren gehen langsam zur Neige. Künftig sollen sie ausschließlich auf Altpapier gedruckt werden, was rund 30 Prozent mehr kostet.

Auch über eine Neugestaltung der Zellinger Mainlände macht sich der Markt Zellingen Gedanken. Die Louvigny-Promenade sei in die Jahre gekommen, sagte Bürgermeister Stefan Wohlfart im Ausschuss für gesellschaftliche Entwicklung. Möglichkeiten für eine Modernisierung könnten zum Beispiel ein Lademöglichkeiten für E-Bikes und eine Radreparatur-Säule sein sowie die Beleuchtung der Allee. Da die Förderperiode der LAG Wein, Wald, Wasser wegen Corona um ein Jahr verlängert wurde, wären noch bis zu 60 Prozent Förderung, nicht mehr als 200 000 Euro, möglich – wenn die Gemeinde noch in diesem Jahr ein Konzept vorlegt und den Förderantrag stellt.

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