Aura im Sinngrund

Gefahrenstelle soll beseitigt werden

Unkenntnis oder Rücksichtslosigkeit? Kaum ein Autofahrer gewährt beim Einbiegen in die Kirtelstraße den Passanten am Straßenrand Vorrang. Hilmar Wirthmann fordert effektive Maßnahmen zum Schutz vor allem der Schulkinder.
Foto: Roland Bauernschubert | Unkenntnis oder Rücksichtslosigkeit? Kaum ein Autofahrer gewährt beim Einbiegen in die Kirtelstraße den Passanten am Straßenrand Vorrang. Hilmar Wirthmann fordert effektive Maßnahmen zum Schutz vor allem der Schulkinder.

Viele Schulkinder aus Aura müssen die Kirtelstraße überqueren, wenn sie zum Schulbus gehen, oder nach Schulschluss von der Bushaltestelle den Heimweg antreten. An der Einmündung Hauptstraße/Kirtelstraße kommt es dann regelmäßig zu gefährlichen Momenten im Zusammenhang mit dem vorbei fließenden Autoverkehr. Dies sieht zumindest Hilmar Wirthmann so, der sich nun mit einem eindringlichen Appell an den Gemeinderat gewandt hat, die Situation zu entschärfen.

Kaum ein Autofahrer beachtet, dass beim Einbiegen von der Haupt- in die Kirtelstraße die am Straßenrand stehenden Personen Vorrang genießen. Es seien stets die Schulkinder, die vor der Straßenüberquerung warteten und die Autos vorbei ließen, statt umgekehrt, beobachtet Hilmar Withmann fast täglich. Doch dabei gilt, so Wirthmann in einer E-Mail an den Gemeinderat: "nach einschlägiger Rechtsprechung ist beim Einbiegen auf eine andere Straße nach Paragraph 9 Absatz 3 Satz 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf Fußgänger links wie rechts besondere Rücksicht zu nehmen. Sie sind vorbei zu lassen, notfalls ist anzuhalten."

Optische Kennzeichnung auf der Straße

Das tut aber kaum jemand. Wie zum Beweis bittet nur einer von fünf Kfz-Lenkern Hilmar Wirthmann über die Straße, als dieser zum Foto-Termin für diesen Artikel an der brenzligen Stelle steht. Alle anderen Autos biegen ohne den Vorrang des am Straßenrand Stehenden zu beachten in die Kirtelstraße ab, sei aus aus Unwissenheit über die Regelung der StVO, sei es aus Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Fußgänger. Für Wirthmann ist klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann es hier zu einem schlimmen Unfall kommt, weil nach seiner Beobachtung viele Kinder mit Audio-Stöpseln im Ohr und ihrem Blick aufs Smartphone gerichtet dem Straßenverkehr ja auch nicht gerade die größte Aufmerksamkeit schenkten.

Wirthmann schlägt vor, eine optische Kennzeichnung auf der Fahrbahn Kirtelstraße mittels einer Fußgängerfurt oder in Form von auffälligen Fußabdrücken anzubringen und so die Autofahrer auf den Vorrang der Passanten am Straßenrand aufmerksam zu machen. Außerdem empfiehlt er rasch einen Termin mit Polizeihauptkommissar Uwe Friedel von der Gebietsverkehrswacht Gemünden zu vereinbaren, der die Gemeindeverantwortlichen bei der Art und Ausgestaltung der Sicherheits-Kennzeichnung beraten könne.

Treffen mit Polizei ist fest vereinbart

Wirthmann, selbst aktives Mitglied der Verkehrswacht, betont, dass es ihm nicht darum geht, die Autofahrer zu gängeln. Aber zum Schutz der Fußgänger, insbesondere der Schulkinder "muss hier endlich was getan werden", richtet er seinen Appell an den Bürgermeister und die Ratsmitglieder. Dass Bürgermeister Blum nach eigener Aussage bereits "vor längerer Zeit" mit Polizeihauptkommissar Friedel über den Sachverhalt gesprochen habe, seitdem aber kein Termin zustande gekommen sei, mag Hilmar Wirthmann nicht als Begründung für die lange Zeit der Untätigkeit gelten lassen.

Schließlich sei es in erster Linie die Verantwortung der Gemeindevertreter, die Verkehrssicherheit im Ort zu gewährleisten, und nicht die Aufgabe der Polizei. Bürgermeister Blum versicherte beim Ortstermin in einer kurzen Stellungnahme, dass ein Treffen der Verkehrswacht mittlerweile fest vereinbart und nun noch zu terminieren sei.

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